Hockey-Herren verlieren Berliner Gipfeltreffen

Hockey-Derby WebWilmersdorf. Die Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss Berlin sind in der Hallenhockey-Bundesliga dicht an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Die Truppe vom Grunewald unterlag dem Berliner HC mit 3:5 (3:2).
Die Entscheidung in dieser Partie fiel erst in den letzten Minuten: Nach starkem Beginn hatten die Blau-Weissen nach einer Viertelstunde schon mit 3:1 geführt. Der BHC, der kurz vor der Pause noch verkürzen konnte, musste sein ganzes Können aufbieten, um die Partie in der zweiten Halbzeit zu drehen. Konzentriert und geduldig spielte der Favorit weiter, glich aus und erzielte die Treffer zum Sieg erst in den letzten fünf Minuten.
„Wir konnten die Partie lange Zeit offen halten. Am Ende fehlte uns etwas die Kraft“, äußerte sich Blau-Weiss Trainer Safi Khalil kurz nach Spielschluss. Während der BHC durch diesen Erfolg weiterhin verlustpunktfrei Tabellenführer der 1. Bundesliga, Gruppe Ost bleibt, sind die Blau-Weissen mit nur einem Punkt das Schlusslicht der Tabelle. „Besonders in der ersten Halbzeit waren wir bissig, engagiert und effizient im Abschluss. Wenn man dann in der zweiten Halbzeit kein Tor mehr schießt, kann man gegen den BHC nicht gewinnen. Die Leistung gibt uns aber dennoch Hoffnung für den Abstiegskampf“, gab sich Safi Khalil trotzdem zuversichtlich.
Knapp 200 Zuschauer waren am Sonnabend zum Hauptstadtderby in die Schöneberger Sporthalle gekommen. Beide Teams waren ersatzgeschwächt in die Partie gegangen. Die Mannen vom Grunewald erwischten den besseren Start und führten durch Tore von Tobias Brockmann (5. Spielminute), Maximilian Donnermeyer (13.) und Paul Rinkens (15.) bei einem Gegentreffer von Bastian Timm (7.) mit 3:1. Der BHC fand bis dahin nicht ins Spiel, Blau-Weiss war aggressiver, zweikampfstärker und nutzte seine Chancen effektiv. BHC-Trainer Friedel Stupp war entsprechend voll des Lobes für das Spiel der Wilmersdorfer: „Es war die erwartet schwere Partie und nach den letzten klaren Erfolgen auch eine neue Erkenntnis für mich.“
Nachdem Jonas Gomoll noch vor dem Wechsel für den BHC verkürzen konnte (28.), kam der Favorit deutlich verbessert aus der Kabine. Blau-Weiss agierte jetzt nicht mehr offensiv genug, der BHC spielte geduldig weiter und wartete auf seine Chancen. Erneut Gomoll (34.),
Benedikt Swiatek (55.) und Tom Braun (57.) drehten das Spiel, während bei den Blau-Weissen zunehmend die Kräfte schwanden.
Nach sieben von zehn Partien hat die Truppe um Coach Khalil das rettende Ufer zum angestrebten Klassenerhalt aber noch im Blick. Und bereits am Sonnabend geht der Abstiegskampf in die nächste Runde: Dann empfängt Blau-Weiss in der Werner-Ruhemann-Sporthalle, Forckenbeckstraße 37, von 18 Uhr an den Osternienburger HC. Dann muss gewonnen werden, um die Hoffnungen auf den Verbleib in der Eliteliga aufrecht zu erhalten.