Wittenauer SC Concordia beendet schwache Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis

Wittenau. Die Fußballer vom Wittenauer SC Concordia haben sich am letzten Hinrunden-Spieltag der Landesliga mit einem Erfolg in die kurze Winterpause verabschiedet: Mit 2:0 behielt der SC gegen den Spitzenklub vom SV Norden Nordwest 1898 die Oberhand.
Concordia WebMann des Tages auf Seiten der Gastgeber war Concordias Torwart Rene Hartmann, der beim Spielstand von 1:0 einen Elfmeter des Gästeangreifers Steven Puhlmann parieren konnte. „Seine Aufgabe als Torwart ist es, auch mal ein Spiel für uns zu gewinnen“, sagte Wittenaus Trainer Dirk Schröder nach Spielschluss und ergänzte: „Nein, im Ernst: Ich bin natürlich stolz auf ihn und seine Leistung.“ Die Tore für die Wittenauer zum Sieg hatte Angreifer Ramy Diab in der ersten Halbzeit und kurz vor dem Abpfiff erzielt. „Noch wichtiger als die Leistung von Rene Hartmann im Tor aber war, dass die ganze Mannschaft als eine Einheit aufgetreten ist – und damit meine ich nicht nur alle Feldspieler, sondern auch die Spieler auf der Bank und unsere Zuschauer, die von der ersten bis zur letzten Minute mit gefiebert, mit gelitten und uns pausenlos angefeuert haben“, freute sich Schröder. Genau dies habe der Coach in der Vergangenheit allzu oft vermisst: „Die Mannschaft muss auf dem Platz ackern und kämpfen. Und dann springt der Funke auch auf alle Beteiligten außerhalb des Platzes über. So war es heute. Und so gewinnen wir auch unsere Spiele.“
Gästetrainer Mario Salvador bemängelte nach der Partie, dass Concordia keine gute Mannschaft sei, weil sie nur mit langen, hohen Bällen auf den körperlich robusten und großgewachsenen Ronny Hübner im Sturmzentrum agiere. Diese Kritik ließ Schröder kalt: „Wir haben in der Vergangenheit auch schon mal anders gespielt. Das sah mit Sicherheit schöner aus, war aber auch ertragsärmer. Ich gewinne lieber meine Spiele. Und was andere sagen, interessiert mich ohnehin nicht.“
Nach 15 Spieltagen liegen die Wittenauer mit nun mehr zwei Siegen, fünf Remis und acht Niederlagen aber immer noch auf einem Abstiegsplatz. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang beträgt zurzeit fünf Punkte. Allerdings hat der 1. FC Galatasaray Spandau, der diesen Platz belegt, eine Partie weniger absolviert. „Wir wollten den Abstand von acht Punkten zunächst einmal verkürzen. Das ist uns gelungen. Darüber hinaus haben wir aber auch für die anderen Teams und für uns selbst ein Statement abgegeben, das da lautet: Wir leben noch.“
Schröder glaubt weiterhin an sein Team und an den Klassenerhalt: „Wir spielen noch einmal gegen jeden Gegner und haben deshalb noch alles in unseren Händen. Aufgegeben haben wir noch lange nicht.“ Und als dann noch der Vorsitzende des Klubs, Holger Seidel, von Weitem rief: „Um an dieser Stelle mal allen Gerüchten vorzubeugen: Dirk Schröder ist und bleibt unser Trainer“ waren wirklich alle Fragen geantwortet.
Und so fiebert man in Wittenau schon jetzt dem Rückrundenstart entgegen: Am Sonntag, 5. Februar gastiert Concordia beim Spitzenreiter SC Charlottenburg.