Frohnauer SC kämpft zurzeit an mehreren Fronten

FrohnauerSC WebFrohnau. Der Frohnauer SC ist beim 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturnier am 2. Weihnachtstag zwar schon in der Gruppenphase ausgeschieden, kann aber dennoch auf eine gute Hallenrunde zurückblicken: Immerhin hatten sich die Frohnauer mit starken Auftritten in der Vorrunde überhaupt erst für das Finalturnier qualifiziert.
„Die meisten meiner Spieler haben jedes Jahr große Lust, in der Halle zu kicken. Deshalb sind wir hier. Und wenn wir kommen, wollen wir natürlich auch das bestmögliche Ergebnis erzielen“, sagte FSC-Coach Olaf Jahn am Rande des Turniers in der Charlottenburger Sömmering-Sporthalle. Nachdem man sich in der Vorrunde am 18. Dezember noch gegen Hertha 03, die Reinickendorfer Füchse, den TSV Rudow und den BSV Hürriyet durchgesetzt hatte, war am 2. Weihnachtsfeiertag gegen Tennis Borussia, den Berliner SC und den späteren Turniersieger VSG Altglienicke Endstation. „Ich mache aber auch keinen  Hehl daraus, dass es für mich viel wichtiger ist, dass sich niemand verletzt hat und niemand durch eine Rote Karte längerfristig gesperrt werden könnte“, ergänzte Jahn.
Letztlich ist der Fußball unter dem Hallendach zwar für die Zuschauer recht schön – die meisten Teams aber sehen in ihm lediglich eine gute Gelegenheit, die kurze Winterpause Fußball spielend zu überbrücken. Auch Olaf Jahn fiebert dem Rückrundenstart auf dem Feld entgegen – nicht aber, ohne noch einmal auf die Vorrunde zurück zu blicken. Sportlich hat der Coach dabei nichts auszusetzen: Das Team spielt in der Berlin-Liga eine gute Rolle und scheint auf dem richtigen Weg, das Saisonziel, den Klassenerhalt, zu erreichen. „Das war, abgesehen vom letzten Spiel (3:9-Niederlage gegen Hertha 03 – Anmerkung der Redaktion), eine stabile Hinrunde meiner Mannschaft“, analysierte Jahn. „Wir konnten unsere Qualitäten in der Defensive häufig zeigen und sind auch im Spiel nach vorn im Vergleich zur Vorsaison gefährlicher geworden. Trotzdem müssen wir unser Offensivspiel weiter verbessern.“ Allerdings leisteten sich die Frohnauer an anderer Stelle einen Fauxpas, der das Unterfangen Klassenerhalt noch einmal in Gefahr bringen könnte: An den ersten Spieltagen hatte man mit Le-Roy Da-Costa einen Akteur eingesetzt, der nicht spielberechtigt war. Demzufolge wurden die Partien gegen Adlershof, Staaken und Mahlsdorf jeweils mit 0:6 Toren gegen die Frohnauer gewertet. „Damit fehlen uns nicht nur die vier Punkte, die wir eigentlich erzielt hatten. Plötzlich haben wir auch noch ein miserables Torverhältnis. Und das ist richtig ärgerlich“, umriss Jahn die Situation. Damit schmolz der Vorsprung der Nordberliner zu den Abstiegsrängen auf sechs Punkte. „Um aber gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Auch mit dem Punktabzug sind wir mit unseren spielerischen Möglichkeiten in der Lage, die Klasse zu halten.“
Die Verantwortlichen beim Frohnauer SC sind zudem guter Dinge, auch im Fall der bereits abgezogenen Punkte eine neue Entscheidung herbeizuführen: „In den Statuten heißt es, dass ein Verstoß innerhalb von 14 Tagen gemeldet werden muss. Als die Meldung, dass wir einen nicht spielberechtigten Akteur auflaufen ließen, beim Verband einging, lag das Spiel gegen Adlershof aber schon 15 Tage zurück. Deshalb akzeptieren wir das Urteil in diesem Punkt nicht und haben eine Wiederaufnahme beantragt“, erklärte Jahn. Bleibt zu hoffen, dass die Entscheidung am Grünen Tisch so rechtzeitig fällt, dass der Abstiegskampf sportlich auf dem grünen Rasen entschieden werden kann. Der FSC startet am 21. Januar von 15:30 Uhr an bei Tennis Borussia Berlin in die Rückrunde.