Fußballer vom Berliner SC belegen tollen zweiten Platz

Wilmersdorf. Der Berliner SC hat beim 20. Berlin-Liga-Hallenfußballturnier in der Sporthalle Charlottenburg am 2. Weihnachtsfeiertag einen tollen zweiten Platz belegt und sich damit zeitgleich für das größte Berliner Hallenspektakel, das Turnier der Regional- und Oberligisten, am 15. Januar an gleicher Stelle qualifiziert.
Obwohl mit lediglich sechs Spielern angetreten, bot die von Co-Trainer Erdal Celik betreute Truppe des BSC dem großen Favoriten VSG Altglienicke im Finale einen tollen Kampf. Gegen die mit 14 Spielern angereiste Mannschaft der VSG, die somit permanent die Blöcke tauschen konnte, kämpfte die Wilmersdorfer Rumpftruppe aufopferungsvoll, hatte eine Vielzahl von Torchancen, musste sich letztlich aber unglücklich mit 3:4 geschlagen geben. „Hallenfußball soll in erster Linie Spaß machen“, erklärte Celik am Rande des Turniers. „Aber diese Veranstaltung hat auch Tradition und viele Duelle jede Menge Prestige. Deshalb sind meine Spieler mit der notwendigen Ernsthaftigkeit in die Partien gegangen.“BerlinerSC Web
Darüber hinaus sei der Hallenfußball aber auch ideal, um die kurze Winterpause in der Berlin-Liga spielerisch zu überbrücken. Angst, dass der nominell ohnehin kleine Kader des BSC durch Verletzungen zusätzlich gebeutelt werden könnte, hatte Celik indes nicht: „Die meisten Teams hier legen doch großen Wert darauf, den Ball laufen zu lassen und gehen nicht mit übertriebenem Ehrgeiz in die Zweikämpfe. Deshalb ist die Verletzungsgefahr hier nicht größer als auf dem Feld.“
Mit der absolvierten Hinrunde in der Berlin-Liga ist man an der Hubertusallee nicht unzufrieden. Der BSC belegt mit sechs Siegen, drei Unentschieden und neun Niederlagen den 13. Platz und hat zu den Abstiegsrängen fünf Punkte Vorsprung: „Wenn man bedenkt, dass wir aufgrund der personellen Veränderungen im Sommer mit einem Kader von rund 13 Spielern in die Saison gegangen sind, sich die Mannschaft also eigentlich immer von selbst aufgestellt hat, darf man nicht unzufrieden sein.“
17 Spieler hatten im Sommer den Verein verlassen.
Es wird gemutmaßt, dass zu hohe finanzielle Forderungen den Ausschlag gegeben hatten. Diesen konnte und wollte der Vorstand nicht nachkommen. „Deshalb waren wir gezwungen, innerhalb kürzester Zeit viele A-Jugend-Spieler in den Kader einzubauen. Bedenkt man dann noch, dass die Berlin-Liga sehr ausgeglichen besetzt ist, sind wir mit dem bisher erreichten nicht unzufrieden.“ Ohnehin hatte man beim BSC das Saisonziel ausgegeben, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „An dieser Zielsetzung wird sich auch nichts ändern“, erklärte Celik. Der Co-Trainer verriet in diesem Zusammenhang, dass sich der BSC für die Rückrunde mit einigen zusätzlichen Spielern verstärken würde. Namen wollte er indes aber noch nicht nennen. „Ich glaube, dass die Truppe dann stark genug sein wird, dass wir schnell die notwendigen Punkte sammeln, um einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu erreichen. Und in den nächsten zwei Jahren haben wir dann vielleicht die Gelegenheit, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die weiter vorn mitspielen kann.“
Der Berliner SC startet am 22. Januar in die Rückrunde der Berlin-Liga. Zu Gast an der Hubertusallee wird dann von 12:30 Uhr an der SC Staaken sein.