VfB Hermsdorf spielt stark in der Halle – schwere Rückrunde steht an

VfBHermsdorf WebHermsdorf. Die Fußballer vom VfB Hermsdorf haben die erneute Qualifikation für das Hallenturnier der Regional- und Oberligisten in der Sporthalle Charlottenburg am 15. Januar knapp verpasst: Trotz starker Leistungen beim 20. Hallenturnier für Berlin-Ligisten an gleicher Stelle musste sich der VfB erst im Halbfinale dem späteren Sieger VSG Altglienicke mit 1:2 geschlagen geben.
Dabei hatten die Hermsdorfer die rund 2000 Zuschauer am 2. Weihnachtsfeiertag mit streckenweise überragendem Hallenfußball vor allem in der Gruppenphase verzaubert: Der SV Empor Berlin wurde mit 5:0, Stern 1900 mit 4:1 und der TSV Rudow mit 4:0 nahezu aus der Halle geschossen. Niclas Warwel war mit sieben Toren treffsicherster Hermsdorfer. Im Kampf um die Torjägerkrone des Turniers musste er sich aber Patrick Kroll von der VSG Altglienicke, der auch sieben Mal getroffen hatte, in einem Neunmeterschießen geschlagen geben.
Die guten Auftritte des VfB in der Halle täuschen aber nicht darüber hinweg, dass den Hermsdorfern auf dem grünen Rasen eine schwere Rückrunde in der Berlin-Liga bevorsteht: Mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen überwintert der VfB auf Platz 14 und hat lediglich vier Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Nach dem siebten Spieltag und sechs Niederlagen schien man sich bereits ernsthaft Sorgen um die Nordberliner machen zu müssen. Doch dann berappelte sich die Truppe um Trainer Jörg Schmidt allmählich und begann, Punkte zu sammeln. Vermutlich hat sich hier eine alte Hermsdorfer Philosophie bezahlt gemacht, die auf den Teamgeist, das Gemeinschaftsgefühl und das Vertrauen setzt. Nicht umsonst gelingt es den Hermsdorfern, Jahr für Jahr die Mannschaft im Kern zusammenzuhalten.
Da macht der Trainer selbst keine Ausnahme: Seit der Saison 1996/97 ist Schmidt für die Geschicke des Teams verantwortlich. Und genau dieses Gefühl, das im Sport gern als „eine große Familie“ umschrieben wird, könnte für den VfB im Abstiegskampf den Ausschlag geben. Doch allein darauf verlassen sollte man sich nicht! Bereits im Sommer hatte Schmidt vor einer starken und ausgeglichen besetzten Berlin-Liga ausdrücklich gewarnt. Spätestens jetzt ist aber die Mannschaft am Zug, um zu zeigen, dass sie ihren Trainer verstanden hat.
Am kommenden Sonnabend empfängt der VfB an der Seebadstraße 38-42 von 14 Uhr an den 1. FC Lübars zu einem letzten Test. Zum Auftakt der Rückrunde gastiert der VfB dann am Sonntag, 22. Januar von 14 Uhr an beim NSCC Trabzonspor im Werner-Seelenbinder-Sportpark, Oderstraße 182 in Neukölln. Beim Tabellenschlusslicht muss gewonnen werden, um den Punkteabstand zu den letzten vier Plätzen möglichst schnell zu vergrößern und um mit dem ersten Pflichtspiel des Jahres gleich ein Zeichen zu setzen.