Berliner AK demontiert Babbel und die TSG Hoffenheim

Moabit. Das hat das altehrwürdige Poststadion seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen: Der Viertligist Berliner AK demontierte am JensHaertel2 WebSonnabend den Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim und seinen Trainer Markus Babbel in der ersten Runde des DFB-Pokals sensationell mit 4:0 (3:0).
Noch nie zuvor in der langen Historie des deutschen Pokalwettbewerbs hatte ein Bundesligist so hoch gegen ein Team aus der vierten Liga verloren. Für Markus Babbel, der noch bis Dezember Hertha BSC trainiert hatte und dort im Unfrieden ausgeschieden war, scheint Berlin alles andere als ein gutes Pflaster zu sein. Metin Cakmak, der zwei Mal traf, Justin Gerlach und Kevin Kruschke hatten die Tore für den Regionalligisten erzielt und dem Klub damit den größten Erfolg in der 105-jährigen Vereinsgeschichte gesichert. Allerdings hatten nur 1468 Zuschauer den Weg in das Stadion in der Lehrter Straße gefunden – der BAK hatte auf mindestens 2000 Besucher gehofft.
Durch diesen Erfolg haben die Kicker, die seit 2008 ihre Heimspiele im Poststadion austragen und in mittlerweile Moabit heimisch geworden sind, ganz massiv Werbung in eigener Sache betrieben. Es lohnt sich wieder, den Weg ins Poststadion auf sich zu nehmen, um gut klassigen Fußball zu sehen. Unlängst hatte BAK-Coach Jens Härtel noch das zu geringe öffentliche Interesse am Klub und an den guten Leistungen seines Teams bemängelt. Das wird nun mit diesem Triumph für die Geschichtsbücher hoffentlich anders sein.
Und obwohl vermutlich noch nicht einmal die kühnsten Optimisten mit einem Sieg über Hoffenheim gerechnet hatten, soll das Team eine ordentliche Prämie mit dem Präsidium für den Erfolgsfall ausgehandelt haben. Es soll sich um eine Summe in Höhe von 25.000 € handeln. Diese Ausgabe lässt sich aber verschmerzen. Denn durch das Erreichen der zweiten Pokalrunde haben sich die Berliner bereits jetzt eine Antrittsprämie in Höhe von 255.000 € gesichert und damit fast schon den Gesamtetat, der in der Saison 2012/2013 bei 300.000 € liegt, eingespielt.
Auf welchen Gegner darf sich der BAK jetzt freuen? Das von Coach Härtel erhoffte Stadtderby gegen Hertha BSC kann es nicht mehr geben, da die Hertha bei Wormatia Worms scheiterte. Der zweifache BAK-Torschütze Metin Cakmak hat – was den nächsten Gegner betrifft – schon ganz konkrete Vorstellungen: „Ist doch klar: Jetzt wollen wir gegen Bayern München oder Borussia Dortmund spielen.“ Die Auslosung für die Paarungen der zweiten Runde erfolgt am Sonnabend, 25. August. Die Spiele werden dann am 30. und 31. Oktober ausgetragen.

Neues Sportprojekt möchte vor allem Männer bewegen

Bowling-Projekt3 WebWittenau. Mit einem neuen Sportprojekt startet der TSV Berlin-Wittenau in den Spätsommer: eine attraktive Mischung aus Gesundheitssport und Bowling.
Vom 4. September bis zum 18. Dezember werden insgesamt 16 Trainingseinheiten á 90 Minuten, jeweils dienstags von 15 bis 16:30 Uhr, angeboten. Im wöchentlichen Wechsel finden acht Einheiten in der Sporthalle am Senftenberger Ring 40a statt, um spielerisch die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen – die jeweilige Woche darauf geht es dann in das Bowlingcenter in den Borsighallen, um die Technik dieses Sports zu erlernen und um miteinander zu spielen.
„Die Grundidee dieses Projekt ist, in erster Linie Männer zu mobilisieren, weil die für den Gesundheitssport in der Regel nur schwer zu erreichen sind“, sagt Jens Ulmann, ausgebildeter Trainer für Bowling und Seniorensport. Er wird dieses Projekt und seine Teilnehmer als Coach betreuen.

Fußballer spielen endlich wieder an der Kienhorststraße

Reinickendorf. Mit der Übergabe eines symbolischen Schecks an Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) durch den Vorstand der Sanierung BFC 2 WebFußball-Abteilung vom BFC Alemannia 90 Wacker kehren die Kicker vom BFC endgültig wieder in ihre Heimat, das Stadion an der Kienhorststraße 170, ehemals Wackerweg 26 zurück.
Ein gutes halbes Jahr lang waren die sanitären Einrichtungen und die Kabinen des Vereinsheims saniert worden. Kostenpunkt: rund 150.000 €. Für diesen Zeitraum waren die Fußballer umgezogen und hatten ihre Heimspiele – nahezu die komplette Rückrunde der Landesliga – auf dem Kunstrasenplatz an der Ollenhauerstraße 64e austragen müssen. Lediglich zum letzten Spiel der Saison gegen den Nordberliner SC Ende Juni durften die Alemannen wieder im geliebten Stadion antreten.
„Wir freuen uns natürlich über die Sanierungsmaßnahmen“, erklärte der Vorsitzende der Fußball-Abteilung Klaus Basikow. „Die waren wirklich überfällig. Wir alle hier sind viel zu jung, um uns daran zu erinnern, wann zum letzten Mal etwas gemacht wurde“, sagte der heute 75-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Berliner AK wünscht sich für die neue Saison mehr Öffentlichkeit

BerlinerAK1 WebMitte. Für den Berliner AK geht die Vorbereitung auf die neue Saison der Fußball-Regionalliga Nordost in ihre heiße Phase. Der Klub, der im Wedding gegründet wurde und mittlerweile seine Heimat im Poststadion in der Lehrter Straße gefunden hat, steht dabei vor der Aufgabe, den herausragenden siebten Platz der Vorsaison zu bestätigen. „Unser Saisonstart im letzten Jahr war ein bisschen holprig, weil wir uns zunächst an die neue Liga gewöhnen und viele neue Spieler integrieren mussten“, erinnert sich Trainer Jens Härtel, der auch erst vor einem Jahr zum BAK gestoßen war. „Danach haben wir aber gute bis sehr gute Spieler absolviert und – ich denke – entsprechend dem Leistungsvermögen des Teams den siebten Platz belegt.“
Ähnliches könnte auch in diesem Jahr bevorstehen, da es durch die Ligareform nicht mehr nur drei, sondern fünf Regionalligen gibt. Zudem hat sich das Gesicht vom BAK erneut erheblich verändert: So verließen mit Ronny Nikol, Benjamin Gaudian, Björn Brunnemann und Jörn Wemmer Leistungsträger den Klub.

1. FC Lübars geht das Abenteuer Landesliga optimistisch an

Lübars. Die Fußballer vom 1. FC Lübars fiebern nach ihrem Aufstieg dem Saisonstart in der Landesliga entgegen. „Wir werden uns Luebars1 Webzu Beginn vermutlich erst einmal an das höhere Tempo und das bessere spielerische Niveau der Landesliga gewöhnen müssen“, wagt Präsident Michael Reinke einen realistischen Ausblick. „Es wird sich zeigen, ob unsere Spielstärke ausreichen wird, auch in der Landesliga zu bestehen. Ich bin da sehr optimistisch – auch, weil die Euphorie nach dem Aufstieg immer noch sehr groß ist. Dennoch zählt für uns nichts anderes als der Klassenerhalt.“
Im Umfeld und in Fachkreisen wird gemutmaßt, dass die Lübarser das Zeug hätten, auch einen Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld zu erreichen – auch, weil man in der letzten Saison die Bezirksliga über weite Strecken dominiert hatte. Doch Vorsicht: Gleiches gelang dem Wittenauer SC Concordia in der vorletzten Saison auch. Doch auf die souveräne Meisterschaft in der Bezirksliga folgte in einer Spielklasse höher der sofortige Absturz. In Lübars ist man also gewarnt: „Die Wittenauer haben – in meinen Augen – in den entscheidenden Partien Fehler gemacht. Nämlich genau in den Spielen gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf. Wenn man so will, müssen wir aus den Fehlern der anderen lernen. Das darf uns natürlich nicht passieren.“
Die Voraussetzungen für den 1. FC Lübars sind zunächst einmal ideal: Der Klub konnte alle Spieler der Meistermannschaft halten.