TuS Makkabi steht vor dem Aufstieg in die Berlin-Liga

Charlottenburg. Nach dem 2:0-Erfolg am Sonntag gegen den BSC Rehberge fehlt den Fußballern vom TuS Makkabi nur noch ein TuSMakkabi5 Webeinziger Punkt aus vier Spielen, um endlich wieder in die Berlin-Liga, Berlins höchste Spielklasse aufzusteigen.
„Heute hat man gesehen, dass die Favoritenbürde schwer auf uns gelastet hat“, analysierte Makkabi-Trainer Claudio Offenberg kurz nach dem Ende der Partie. „Wir wollten mit diesem Spiel den entscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg machen und waren vielleicht auch deshalb entsprechend nervös.“ Nachdem Alain Haag Makkabi in Führung geschossen hatte, hielt der Tabellenletzte aus dem Wedding die Partie über weite Strecken offen. Erst Erdal Özdal, der das 2:0 vom Elfmeterpunkt aus erzielen konnte, stellte die Weichen für den Tabellenführer auf Sieg. „Letztlich geht dieser Erfolg in Ordnung. Und danach, wie er zustande gekommen ist, fragt morgen schon niemand mehr.“
Nach 26. von 30. Spieltagen führt Makkabi die Tabelle der Landesliga, Staffel 2 mit 66 Zählern souverän an. Nur noch der BSV Hürtürkel mit 54 Punkten auf Platz zwei kann dem TuS theoretisch gefährlich werden. „Wir brauchen uns mit den anderen Teams überhaupt nicht zu beschäftigen. Schließlich haben wir es selbst in der Hand, in vier Partien diesen einen Punkt noch zu holen“, erläuterte Offenberg.

Spreefüxxe kehren in die 2. Handball-Bundesliga zurück

Fuechse5 WebReinickendorf. 26 Spiele – 26 Siege. Die Handballerinnen der BVB Füchse Berlin kehren nach nur einem Jahr wieder in die 2. Bundesliga zurück. Auch am letzten Spieltag am 5. Mai gab sich die von Dietmar Rösicke trainierte Truppe beim 40:21-Kantersieg gegen den Buxtehuder SV keine Blöße.
Damit haben die Spreefüxxe eine perfekte Saison gespielt, die ihnen in dieser Form nach dem letztjährigen äußerst unglücklichen Abstieg wohl kaum jemand zugetraut hätte. Ohne die am Knöchel verletzten Sandra Woycieszack und Annika Hartinger, dafür aber vor der Rekordkulisse von knapp 700 Zuschauern in der Sömmering-Sporthalle in Charlottenburg dominierten die Spreefüxxe auch den Tabellenvierten aus Niedersachsen nach Belieben. Mit einer erneut starken Defensive, schönen Kombinationen nach vorn und tollen Tempogegenstößen verzauberten die Spreefüxxe einmal mehr ihre Fans. Wieder einmal überzeugten die Berlinerinnen besonders als Team: Gleich zwölf Akteurinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Stefanie de Beer mit acht Treffern, Anna Eber mit sechs sowie Juliane Kiewitt und Anna Blödorn mit jeweils fünf Toren trafen am besten. Einzige Wehrmutstropfen waren die Verletzungen von Kreisläuferin Theresa Loll und von Rechtsaußen Stefanie de Beer. Letztgenannte zog sich sogar einen Mittelhandbruch zu und wird zwölf Wochen ausfallen.

BFC Alemannia 90 Wacker erneut im Abstiegskampf

Reinickendorf. Das hatten sich die Verantwortlichen vom BFC Alemannia 90 Wacker ganz anders vorgestellt: Nachdem man in derBFCAlemannia4 Web vergangenen Saison den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga erst am letzten Spieltag und mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung sichern konnte, steckt der Traditionsklub auch jetzt wieder mitten im Abstiegskampf.
„Die Situation ist mal wieder nicht einfach. Aber ich bin überzeugt davon, dass unsere Truppe genügend Potential besitzt, auch in diesem Jahr nicht abzusteigen“, erklärte BFC-Präsidiumsmitglied Wolfgang Gröbe. Für die Alemannen könnte sprechen, dass man zurzeit vor den Abstiegsrängen liegt, dass mit Berolina Mitte und dem BSC Rehberge zwei Teams bereits abgeschlagen auf den letzten beiden Plätzen rangieren, also so gut wie abgestiegen sind, und dass sich insgesamt mindestens noch sieben weitere Mannschaften in Abstiegsgefahr befinden. „Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn es ausgerechnet uns treffen würde“, zeigte sich Gröbe zuversichtlich. „Außerdem hatten wir das Saisonziel ausgegeben, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Und auch das ist immer noch möglich.“

Fußballer der Füchse zeigen zwei Gesichter

Fuechse2 WebReinickendorf. Abstiegskampf ist nichts für schwache Nerven. Das müssen zurzeit auch die Fußballer der Reinickendorfer Füchse erfahren: So durchlebten sowohl die Spieler als auch die Fans allein in den letzten beiden Heimspielen der Berlin-Liga ein Wechselbad der Gefühle: Einem desolaten Auftritt beim 0:3 gegen den Berliner SC folgte ein grandioser 5:0-Sieg über den BSV Hürriyet-Burgund.
Mit hängenden Köpfen waren die Kicker der Füchse noch am 15. April vom Platz geschlichen. Das 0:3 gegen den Berliner SC war bereits die 15 Saisonniederlage – die Leistung der Spieler ein Offenbarungseid. Jeder, der diesem Spiel zugesehen hatte, gab auf den Traditionsklub aus dem Norden, der erst im letzten Jahr aus der Fußball-Oberliga abgestiegen war, zu diesem Zeitpunkt keinen Pfifferling mehr. Galgenhumor und blanker Sarkasmus herrschte auch unter den Zuschauern: „Eigentlich bin ich gekommen, um guten Fußball zu sehen“, sagte ein älterer Besucher resigniert. Und sein Begleiter antwortete lapidar: „Wenn Du guten Fußball sehen willst, musst Du woanders hinfahren und darfst nicht zu den Füchsen gehen.“
Und nur sieben Tage später waren die Füchse wieder bissig, zeigten ein ganz anderes Gesicht und schossen den BSV Hürriyet-Burgund beim 5:0 förmlich aus dem Stadion am Freiheitsweg. Endlich scheint der Abstiegskampf auch in den Köpfen der Füchse-Spieler angekommen zu sein.

Komplett umgekrempelter Berliner SC spielt gute Saison

Wilmersdorf. Die Fußballer vom Berliner SC haben das Duell der Berlin-Liga mit dem Traditionsklub Reinickendorfer Füchse am BerlinerSC2 WebSonntag klar für sich entschieden: Die Truppe um Trainer Ekrem Asma siegte im Norden verdient mit 3:0 (2:0).
„Jetzt werden wir mit dem Abstieg definitiv nichts mehr zu tun haben“, freute sich Coach Asma kurz nach Spielschluss. Diese Aussage überrascht, da der BSC nahezu über die gesamte Saison nie auch nur in die Nähe der Abstiegszone gekommen war. Vermutlich war sie vielmehr eine Spitze gegen vermeintliche Fachleute, die den BSC vor der Saison als einen der ersten Anwärter auf den Abstieg gesehen und dem Klub eine ganz schwere Saison prognostiziert hatten.
Der BSC war bei den Füchsen über die gesamte Partie hinweg auf einem schwer bespielbaren Rasen am Freiheitsweg in Reinickendorf das bessere Team. „Wir haben das Spiel über nahezu die gesamte Distanz beherrscht. Die Füchse hatten ja nicht eine einzige richtig gute Torchance“, so Asma. Und wenn die Gastgeber dann doch einmal gefährlich in die Nähe des BSC-Tores gekommen waren, stand dort immer noch ein bärenstarker Schlussmann Mirco Langen. „Wenn man heute gesehen hat, wie wir ein Team wie die Füchse, immerhin Oberligaabsteiger, dominiert haben, kann ich wirklich nur stolz auf meine Mannschaft sein.“ Die Tore für die Wilmersdorfer erzielten André Schiller, der zweimal traf, und Calvin Conteh.