SC Charlottenburg verliert Derby und bleibt doch Tabellenführer

SCC WebCharlottenburg. Der SC Charlottenburg hat das Lokalderby der Fußball-Landesliga beim Club Italia am Sonnabend mit 0:2 (0:0) verloren. Da aber auch die direkten Verfolger Federn ließen, bleibt der SCC dennoch Tabellenführer.

„Diese Niederlage geht unter dem Strich in Ordnung“, attestierte SCC-Coach Bernd Upmeier nach dem Schlusspfiff. „Aber natürlich hatten wir uns für dieses Spiel mehr ausgerechnet.“ Beim Club Italia spürte man von Beginn an, dass diese Partie gegen den Spitzenreiter die vermutlich die letzte Chance war, noch einmal in das Aufstiegsrennen einzugreifen. Entsprechend forsch agierte das Team aus dem Westend in der ersten Halbzeit. Bernd Upmeier hatte damit durchaus gerechnet: „Uns war klar, dass sie Druck machen würden. Deshalb war meine Hoffnung, dass wir – solange es 0:0 steht – durch den einen oder anderen Gegenstoß zum Erfolg kommen würden.“ Diese Strategie ging nicht auf. Kurz nach der Pause ging der Club Italia in Führung. Der SCC war nun gezwungen, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Doch trotz Feldüberlegenheit und deutlich mehr Ballbesitz kam der Tabellenführer in der Folge kaum zu zwingenden Torchancen. Ganz im Gegenteil: Mit einem Kontertor kurz vor dem Ende machte der Club Italia den Sack zu, entschied das Derby für sich und konnte den Rückstand auf den SCC an der Tabellenspitze auf acht Punkte verkürzen.

„Es gab zwei oder drei entscheidende Szenen in diesem Spiel, die uns nach hinten geworfen haben. Eine davon war das 0:1, dem in meinen Augen eine Abseitsposition vorangegangen ist“, haderte Upmeier mit der Entscheidung des Schiedsrichters, machte sie aber nicht für den Spielausgang verantwortlich: „Wir wussten, dass der Club Italia `Alles oder Nichts´ spielen wird. Wir wollten geduldig agieren und haben uns deshalb zu wenig Torchancen herausgespielt, um die Partie letztlich für uns zu entscheiden.“

Fecht-Club Grunewald lädt zum 52. Weißer Bär von Berlin

Berlin. Am Wochenende ist es endlich wieder soweit. Dann werden sich die Augen aller Fechtsport-Interessierten aus ganz Berlin WeisserBaer Webund dem Umland erneut in den Olympiapark richten. Dort lädt der Fecht-Club Grunewald zur 52. Ausgabe seines „Weißer Bär von Berlin“.

Am Sonnabend beginnen im Horst-Korber-Sportzentrum, Glockenturmstraße 3-5, von 9 Uhr an die Ausscheidungsrunden auf insgesamt 24 Bahnen, bevor gegen 13:30 Uhr die Direktausscheidung der besten 64 Athleten und der Hoffnungslauf gestartet werden. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr an gleicher Stelle die Direktausscheidung der besten 32 Fechter, bevor um 14:30 Uhr das Finale der besten vier Athleten im Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports, Hanns-Braun-Straße, auf dem Programm steht.

Seit drei Jahren finden die Finals des Turniers an diesem historischen Ort statt. Hier wurde bereits 1936 um olympische Medaillen gefochten. Die berühmte Fechterin Helene Mayer, die damals erst nach internationalem Boykott als einzige Jüdin für Deutschland starten durfte, gewann hier die olympische Silbermedaille.

1. FC Lübars erwartet Werder Bremen zum Rückrundenauftakt

1.FCLuebars WebLübars. Die Fußball-Frauen vom 1. FC Lübars bereiten sich zurzeit akribisch auf die Rückrunde in der 2. Bundesliga Nord vor. In diesem Rahmen absolvierte die Truppe um Trainer Jürgen Franz auch ein Testspiel gegen die männlichen A-Junioren vom SC Staaken, das am 21. Februar mit 2:4 verloren ging.
Trotz der körperlichen Überlegenheit und der teilweise höheren Schnelligkeit der jungen Männer konnten die Lübarser Frauen über weite Strecken den Spandauern Paroli bieten. So fielen die Treffer der A-Junioren auch ausnahmslos durch Schüsse aus der Distanz. Winterneuzugang Felicia Matthes traf noch vor der Pause zum zwischenzeitlichen 1:3. In der zweiten Hälfte zogen die Bundesliga-Frauen das Tempo abermals an und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. Doch lediglich Katharina Bonk erzielte nach tollem Pass von Michelle Rösler ein weiteres Tor für den 1. FC zum 2:4-Endstand.
Ziel dieses Testspiels war es, spielerische Akzente zu setzen und körperlich gegen eine Jungenmannschaft gegenhalten zu können. Beides wurde umgesetzt. Hinzu kam ein gutes taktisches Defensivverhalten und ein stets gefährliches, druckvolles Spiel nach vorn, mit dem Coach Franz – mit Ausnahme der vergebenen Torchancen – durchaus zufrieden sein konnte.
Bereits Anfang Februar hatte der 1. FC Lübars ein Testspiel gegen die männlichen B-Junioren vom SC Staaken bestritten. Dieses hatte man durch Tore von Lavinia Timme, die viermal traf, und Franziska Liepack, die zwei Treffer erzielen konnte, mit 6:3 gewonnen.

1. FC Wilmersdorf unterstützt Fußballprojekt aus dem Wedding

Wilmersdorf. Die Kicker vom 1. FC Wilmersdorf liefern zurzeit nicht nur auf dem grünen Rasen gute Leistungen ab – auch 1.FCW Webaußerhalb des Platzes wird sich engagiert: So unterstützt der Klub das Mädchenfußballprojekt „Zirkus Internationale“ aus dem Wedding.
Möglich gemacht hat dies Thorsten Krusche, Jugendtrainer der Jahrgänge 2003/2004 beim 1. FC, der nach einem Praktikum im „Zirkus Internationale“, einem Verein für Kinder- und Jugendkultursozialarbeit, dort mittlerweile beschäftigt ist und unter anderem das Mädchenfußball-Projekt betreut.
„Eine Kooperation geht man eigentlich immer nur dann ein, wenn dabei die Option besteht, die Kinder und Jugendlichen auch in den Sportverein zu bekommen“, erklärte Krusche. Das ist in diesem Fall aber ganz anders: Denn weder hat der 1. FC eine Mädchenfußballabteilung noch wäre zu Erwarten, dass die Mädchen im Alter von zehn bis 18 Jahren aus dem Antonkiez im Wedding einem Sportverein in Wilmersdorf, für sie vermutlich eine ferne Galaxie, beitreten würden. Doch um was geht es dann? „Mir persönlich geht es darum, dass die Mädchen sich mal Anschauen, wie ein Training im Verein überhaupt abläuft: Wie benehme ich mich als Teil einer Gruppe? Welche Regeln muss ich befolgen? Sie sollen aber auch sehen, dass ein Training im Verein gar nicht so streng reglementiert ist wie sie das vielleicht immer glauben.“
So besuchten die Mädchen aus dem Wedding ein Wilmersdorfer Fußballsommercamp und bekamen einen kompletten Satz Trikots gesponsert, auf dem vorn die Aufschrift „Zirkus Internationale“ und hinten „1. FC Wilmersdorf“ zu lesen ist.

Jugendliche aus dem Lette-Kiez trainieren bei der Hertha

Lette WebReinickendorf Ost. Einen beeindruckenden Tag erlebten eine Hand voll Jugendliche aus dem Lettekiez auf dem Olympiagelände am Sonnabend vergangener Woche: Sie besichtigten das Jugendinternat, absolvierten ein exklusives Fußballtraining mit vier Nachwuchs-Coaches der Hertha, bevor abschließend ein Besuch des Bundesligaspiels gegen Hannover 96 auf dem Plan stand.
Die jungen Menschen hatten sich mit ihrem Fußballteam „Letteplatz“, Teil des Projekts LETTE SPORTS, das im Januar 2011 ins Leben gerufen worden war, im Rahmen des Präventionsprojektes „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt“ vom Tannenhof Berlin-Brandenburg als eines der besten Teams für den Hertha-Tag qualifiziert. „Es ist total super hier und macht wirklich viel Spaß“, sagte die 14-jährige Cansel Sahinbas stellvertretend für die rund 50 Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren, die sich Berlin weit qualifiziert hatten. „ Aber es ist auch ganz schön kalt.“