Fußballteam vom Jugendhaus Bolle mit einem Tag bei Hertha BSC belohnt

Marzahn. Mädchen und Jungen vom Fußballteam „Bolle“, ein Projekt des gleichnamigen Kinder- und Jugendhauses von Bolle WebStraßenkinder e.V., haben sich aufgrund ihres fairen Auftretens beim Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt“ eine Teilnahme am so genannten Hertha-Tag ermöglicht.
Die vom Tannenhof Berlin-Brandenburg initiierte Straßenfußballserie prämierte in den vier Turnieren 2011 das jeweils beste und das fairste Team mit diesem Preis, der eine Besichtigung des Jugendinternats von Hertha BSC, ein exklusives Fußballtraining mit vier Nachwuchs-Coaches und den Besuch des Bundesligaspiels gegen Hannover 96 einschloss. Leider konnten nicht alle Mitglieder des Fußballteams „Bolle“ teilnehmen, so dass es zwei Mädchen und zwei Jungen um Betreuer Sebastian Reineke oblag, die Fahrt von Marzahn zum Olympiagelände am 4. Februar anzutreten.
„Sie haben sich sehr über diesen Tag gefreut“, erklärte Reineke am Rande des Trainings. „Aber so etwas finden unsere Kinder ohnehin großartig. Deshalb fahren wir auch häufiger mal zu Eishockey-Spielen der Eisbären oder zu Alba zum Basketball.“
Der Fußball erfüllt auch bei Bolle einen ganz besonderen Zweck, der weit über das reine Gewinnen oder Verlieren hinausgeht. „Er dient uns in erster Linie dazu, die Jugendlichen von der Straße fern zu halten, sie davon abzuhalten, überhaupt auf die Idee zu kommen, Blödsinn zu machen“, erklärte Reineke die Wichtigkeit eines sportlichen Angebots außerhalb von Schule und Verein. Da Marzahn ohnehin ein Bezirk sei, in dem Hartz IV eher Regel als Ausnahme ist und die Perspektivlosigkeit weit verbreitet sei, käme solchen Angeboten eine weitere Aufgabe zu: „Solche Aktivitäten fördern die Gemeinschaft und den Sinn für das Miteinander. Deshalb fällt es den Jugendlichen in diesem Rahmen leichter, ihre Probleme zum Beispiel Gleichaltrigen gegenüber zu benennen und sie nicht immer mit nach Hause zu schleppen.“

Sieben Weddinger Mädchen beim Hertha-Tag

Zirkus Web neuWedding. Einen großartigen Tag erlebten am Sonnabend sieben Mädchen aus dem Antonkiez auf dem Olympiagelände: Sie schauten sich das Jugendinternat an, absolvierten ein exklusives Fußballtraining mit vier Nachwuchs-Coaches der Hertha, bevor abschließend ein Besuch des Bundesligaspiels gegen Hannover 96 auf dem Plan stand.
Die jungen Menschen hatten sich mit ihrem Fußballteam „Zirkus Internationale“, einem Projekt des gleichnamigen Vereins für Kinder- und Jugendkultursozialarbeit aus der Adolfstraße 12, im Rahmen des Präventionsprojektes „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt“ vom Tannenhof Berlin-Brandenburg als eines der fairsten Teams für den Hertha-Tag qualifiziert. „Dieser Tag ist für die Mädchen etwas ganz Besonderes“, sagte Teambetreuer Thorsten Krusche und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Es hätte aber nicht ganz so kalt sein müssen.“

SG Hermsdorf-Waidmannslust ist in der Breite spitze

Reinickendorf. Die SG Hermsdorf-Waidmannslust gehört in der Breite nach wie vor zu den am besten aufgestellten Handball-SGHermsdorfWaidmannslust WebAbteilungen in ganz Berlin. Rund 300 Kinder und Jugendliche tragen in 24 Teams in dieser Spielzeit das Trikot der SG.
„Seit Gründung unserer Spielgemeinschaft im Jahr 1999 sind wir im Jugendbereich in der Breite gesehen mit führend“, betonte SG-Sportwart Thomas Schwartz am Rande des Lokalderbys der B-Junioren in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree, das die SG Hermsdorf-Waidmannslust am Sonntag, 29. Januar gegen den Berliner SV 92 mit 18:26 verloren hatte.
„Vor allem in den unteren Altersklassen haben wir zurzeit so viele Spieler und gemeldete Mannschaften, dass wir in diesem Bereich sogar berlinweit führend sein könnten.“ Zudem hat es die SG in dieser Spielzeit wieder einmal geschafft, sämtliche Altersbereiche sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen mit Mannschaften zu besetzen. „Das gelingt normalerweise nur ganz wenigen Klubs in Berlin.“ Da kann man es auch leichter verschmerzen, dass speziell in den oberen Altersklassen die talentiertesten Spieler zu den Füchsen abwandern, um die besten Akteure Berlins dort zu konzentrieren und ihr Talent entsprechend zu fördern. „Durch dieses Kooperationsmodell für Berlin opfern wir sozusagen unsere besten Spieler und verzichten damit in den oberen Altersklassen – wie auch hier bei den B-Junioren – auf den ganz großen eigenen Erfolg. Einerseits schmerzt das natürlich – auf der anderen Seite freuen wir uns aber über jeden ehemaligen Spieler der SG, der sich in der Spitze etablieren kann.“

B-Junioren gewinnen Handball-Lokalderby in Hermsdorf

Wilmersdorf. Die B-Junioren vom Berliner SV 92 haben sich im Lokalderby der Handball-Oberliga Ostsee-Spree bei der SG Hermsdorf-Waidmannslust am Sonntag souverän mit 26:18 (11:7) durchgesetzt. BSV-Trainer Udo Bernhardt war vom Spiel seiner Mannschaft aber trotzdem alles andere als begeistert.
BerlinerSV Web„Ich bin mit der Leistung des Teams unzufrieden, weil die Spieler nicht das machen, was ihre Trainer sagen“, erklärte der Coach kurz nach Spielschluss. Der BSV habe im Angriff zu unstrukturiert gespielt, zu ungeduldig und mit zu wenig Drang zum gegnerischen Tor. „Sie haben den Ball oft einfach nur draufgehauen und in meinen Augen keinen schönen Handball gespielt. Über diese Partie wird noch zu reden sein.“
Mit nun mehr acht Siegen und drei Niederlagen aus elf Partien  bleiben die Wilmersdorfer auf Platz drei der Tabelle. Vornweg marschiert ungeschlagen die SG Spandau/Füchse und wird von diesem Rang nicht zu verdrängen sein. Dahinter aber ist alles möglich: Vor dem BSV steht zurzeit noch der LHC Cottbus, der aber schon zwei Partien mehr absolviert: „Unser Ziel ist es, die Spielzeit auf dem zweiten Platz zu beenden“ gibt sich Bernhardt kämpferisch. „Allerdings wird es schwer sein, dieses Ziel zu erreichen, wenn wir häufiger solche Leistungen wie heute anbieten.“

Basketballerinnen sorgen für eine faustdicke Überraschung

Moabit. Die Basketballerinnen vom ASV Moabit haben in der 2. Bundesliga Nord am Sonnabend für eine faustdicke Überraschung ASVMoabit Webgesorgt: Mit 64:59 schlugen die Damen um Trainer Timur Topal den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter Herner TC.
„Wir haben heute eine tolle Leistung  meiner Mannschaft gesehen, die mit Wille und Energie diesen Sieg errungen hat“, analysierte Topal kurz nach dem Ende der Partie. „Meine Spielerinnen haben sich alle gegenseitig prima unterstützt und als eine Einheit präsentiert. Und das war für unseren Erfolg letztlich ausschlaggebend.“
Vor allem in der Defensive agierten die Damen aus Moabit äußerst variabel: Mit dem Wechsel aus Zonenverteidigung und Manndeckung kamen die Damen aus Nordrhein-Westfalen nicht wirklich zurecht. Zudem übte der ASV bereits im Spielaufbau des Gegners großen Druck auf die Ball führende Spielerin aus und forcierte somit einfache Fehler und schwierige Würfe beim Spitzenreiter.
„Das Entscheidende für mich aber war, dass wir niemals nachgelassen haben: Wenn unser Gegner ein Schippchen draufgelegt hat, haben auch wir stets ein Schippchen drauflegen können. Und so haben wir Herne heute den Zahn gezogen.“
Die einzige Phase im Spiel, als es für den ASV noch einmal eng zu werden drohte, war kurz vor Ende des dritten Viertels. Zu diesem Zeitpunkt war es ausgerechnet eine 16-jährige Nachwuchsspielerin, die ihr Herz in die Hand nahm und Moabit auf die Siegerstraße zurückbrachte: Henriette Link verwandelte zwei Dreipunktewürfe in Folge und hielt Herne auf Distanz. Mit insgesamt 14 Punkten und einer einhundert prozentigen Trefferquote aus dem Feld war die 16-Jährige zweitbeste Korbjägerin ihres Teams. „Da kommt die Henne und knallt dem Gegner zwei Dreier rein, als sei es das Einfachste von der Welt. Das war genau das, was unser Team in dieser Phase gebraucht hat“, sagte ein stolzer Trainer.