Frohnauer SC wartet weiter auf Entscheidung vom Sportgericht

FrohnauerSC WebFrohnau. Die Fußballer vom Frohnauer SC haben am 25. Spieltag in der Berlin-Liga gegen den Aufsteiger SC Staaken ein 1:1 erkämpft. Damit verringerte sich der Vorsprung der Frohnauer auf die Abstiegsränge jedoch auf lediglich drei Punkte.

Und doch war Trainer Olaf Jahn mit dem Ausgang der Partie, die auf dem Frohnauer Poloplatz am 4. März ausgerichtet worden war, nicht unzufrieden: Das Unentschieden gehe unter dem Strich in Ordnung, so der Coach. Schließlich hatten die Frohnauer unter der Woche noch ein Nachholspiel bei Tennis Borussia (2:4-Niederlage) zu absolvieren gehabt, während der SC Staaken spielfrei war. „Daher waren meine Jungs zum Ende der Partie ein wenig müde. Das hat den Staakenern Feldvorteile verschafft, die sie aber glücklicherweise nicht in Tore ummünzen konnten.“

Mit sechs Siegen, acht Remis und sieben Niederlagen ist die Saisonbilanz des Frohnauer SC sehr ausgeglichen. Und doch richten sich die Augen in den Tabellenkeller, weil in einer sehr starken Berlin-Liga mindestens noch elf von 18 Mannschaften in Abstiegsgefahr geraten könnten. Doch dem Eindruck des Betrachters, dass der Frohnauer SC ein wenig wie in dem Sprichwort „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ die Punkte gegen den Abstieg sammelt, wollte Jahn nicht zustimmen: „Von mühsam kann gar keine Rede sein. Wir stehen defensiv gut, sind kämpferisch stark und ohnehin nur schwer zu schlagen. Abgesehen von der letzten halben Stunde und der angesprochenen Müdigkeit agieren wir auch gegen Teams wie den SC Staaken absolut auf Augenhöhe.“  

Allerdings haben die Frohnauer zurzeit das Problem, sich nicht ausschließlich auf die sportlichen Belange auf dem grünen Rasen konzentrieren zu können. Zur Erinnerung: An den ersten Spieltagen hatte man mit Le-Roy Da-Costa einen Akteur eingesetzt, der nicht spielberechtigt war. Demzufolge wurden die Partien gegen Adlershof, Staaken und Mahlsdorf jeweils mit 0:6 Toren gegen die Frohnauer gewertet. Da man Adlershof geschlagen und gegen Staaken auch im Hinspiel Unentschieden gespielt hatte, wurden dem FSC entsprechend vier Punkte abgezogen. Da es in den Statuten heißt, dass ein Verstoß innerhalb von 14 Tagen gemeldet werden muss, die Meldung beim Verband aber erst einging, als das Spiel gegen Adlershof schon 15 Tage zurücklag, akzeptierte man das Urteil in diesem Punkt nicht und beantragte eine Wiederaufnahme. Darüber aber ist bis zum heutigen Tag nicht entschieden worden. Ein Termin für eine endgültige Entscheidung steht zudem noch nicht fest. Die Spielzeit endet am 10. Juni. Es ist unvorstellbar, dass die Saison in der Berlin-Liga in ihre heiße Schlussphase geht und niemand weiß, wie viele Punkte der FSC in einem potentiellen Abstiegskampf nun tatsächlich hat – sowohl für die Frohnauer als auch für die Konkurrenz eine unzumutbare Situation. „Es geht hier um die ersten drei Spiele der Saison aus dem August. Jetzt haben wir März. Das ist doch lächerlich“, findet Olaf Jahn deutliche Worte und ergänzt: „Innerhalb der Mannschaft können und dürfen wir uns damit aber nicht weiter beschäftigen. Die Truppe hat mehr als genug Qualität, um den Klassenerhalt auch ohne diese drei Punkte zu schaffen.“