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Handballerinnen der Füchse stehen kurz vor der Rückkehr in die 2. Bundesliga

Spreefuexxe3 WebReinickendorf. Die Handballerinnen der BVB Füchse Berlin haben nach einem souveränen 34:22 (19:10)-Erfolg über den Tabellendritten TV Oyten die Spitzenposition in der 3. Bundesliga Nord behauptet. Damit stehen die Spreefüxxe, wie das Team im Volksmund auch genannt wird, vier Spieltage vor Saisonende vor dem direkten Wiederaufstieg in die 2. Handball-Bundesliga.
„Das Ende der Saison rückt näher. Und mit jedem Sieg ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass wir aufsteigen werden. Aber rein rechnerisch sind wir noch nicht durch“, dämpfte Trainer Dietmar Rösicke die Euphorie. Dabei hatten seine Spielerinnen soeben den 22. Sieg im 22. Punktspiel der Saison eingefahren. Mit unglaublichen 44:0 Punkten führen die Spreefüxxe die Tabelle an. Doch der VfL Oldenburg mit 39:5 Zählern auf Platz zwei kann den Berlinerinnen theoretisch noch gefährlich werden. „Meine Spielerinnen schmunzeln zwar immer, wenn ich vor dem nächsten Gegner warne. Aber sie nehmen es an und setzen es letztlich auf dem Parkett gut um.“


Das Spiel gegen den TV Oyten in der Sporthalle Charlottenburg, Sömmeringstraße 29, am 25. März war ein Spiegel der bisherigen Saison: Die Abwehr stand gut. Im Spiel nach vorn agierten die Spreefüxxe stets in hohem Tempo. Und das Team entwickelte von nahezu allen Positionen aus enorme Torgefahr.
Als einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung sah Rösicke das Viertelfinal-Spiel um den Pokal des Deutschen Handballbundes, das die Spreefüxxe am 4. März gegen das zurzeit vermutlich beste deutsche Handballteam, den Buxtehuder SV, nur knapp mit 32:34 verloren hatten. „An diesem Spiel ist meine Mannschaft gewachsen. Das konnte man deutlich spüren“, schwärmte der Coach. „Die Spielerinnen haben eine gute Entwicklung genommen, sich aber auch die notwendige Lockerheit angeeignet, um als Favorit solche Aufgaben wie das Spiel gegen Oyten zu meistern.“ Darüber hinaus habe das Team gelernt, sich auf jede einzelne Partie neu zu fokussieren und zu konzentrieren. „In den letzten Wochen haben wir immer wieder hören müssen: `Ihr seid doch eigentlich schon aufgestiegen´. Wenn sich das in den Köpfen der Mädels festgesetzt hätte, würden wir noch Probleme bekommen. Diese Gefahr sehe ich aber bei keiner meiner Spielerinnen.“
Und so gehen die Spreefüxxe als großer Favorit in die letzten vier Partien der Saison. Nach der Osterpause steht am Sonnabend, 14. April zunächst das Gastspiel beim Tabellenvierten TSV Owschlag in Schleswig-Holstein auf dem Programm. Vor heimischem Publikum präsentieren sich die Spreefüxxe nur noch einmal: Am Sonnabend, 5. Mai kommt es von 17 Uhr an im Duell gegen die zweite Mannschaft vom Buxtehuder SV zum letzten Spiel der Saison. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es hinterher zu einer großen Aufstiegspartie in der Sporthalle Charlottenburg kommen dürfte. Rösicke abschließend: „Es muss sich bei uns alles in einem vernünftigen finanziellen Rahmen bewegen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir in der Lage sind, die Kräfte im Berliner Frauenhandball so zu bündeln, dass hier mittelfristig etwas Großes entstehen kann.“