Schüler freuen sich auf die 19. School Finals im Streetball

Streetball2012 Reinickendorf2 WebReinickendorf. Wenn am Donnerstag, 14. Juni im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf, Fritz-Wildung-Straße 9, um 9 Uhr der Startschuss für die Endrunde der School Finals Berlin, dem Streetball-Event für Schülerinnen und Schüler, fallen wird, sind Reinickendorfs Korbjäger mal wieder zahlreich vertreten.
Insgesamt konnten sich sieben Teams aus dem Bezirk beim Vorentscheid im Pankower Kissingen-Stadion, Forchheimer Straße 22, am 31. Mai qualifizieren – darunter allein vier Mannschaften von der Evangelischen Schule Frohnau. Bei den Jungen der Jahrgänge 1995/96 setzten sich die Teams „Metta Worldpeace Gedächtnisteam“ und „Angry Birds“ durch. Das Mädchenteam „Pila Volans“ Jahrgänge 1997/98 und die jungen Damen „Die Schulschwänzer“ (1999/2000) schafften ebenso den Sprung in die Endrunde. Das Reinickendorfer Teilnehmerfeld komplettieren die Mädchen „Désolée 2.0“ (1995/96) der Romain-Rolland-Oberschule, die Mädchen „Looney Tunes“ (1997/98) der Bertha-von-Suttner Oberschule und die Jungen „TMO Cangaroos“ (1999/2000) der Thomas-Mann-Schule. Insgesamt hatten in diesem Jahr wieder rund 500 Teams, mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler, an den vier Vorrunden-Turnieren teilgenommen. In jeweils fünf Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, werden von 9 bis ca. 16 Uhr nun die zehn besten Teams in Berlin ermittelt. Doch bei den School-Finals, die bereits zum 19. Mal unter der Federführung von Initiator Mathias Ramsauer vom Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft ausgerichtet werden, geht es um viel mehr als nur um Sieg oder Niederlage.


„Mir ging es von Anfang an darum, die Kids zu mehr Eigenständigkeit zu erziehen. Sie sollten lernen, miteinander umzugehen, ohne dass sich ständig jemand einmischen muss“, erklärte Ramsauer. So werden die Spiele auf den Courts alle ohne Schiedsrichter ausgerichtet: sich an Regeln halten, sich untereinander verständigen, Probleme miteinander klären – all dies hätten die meisten Schüler in den letzten beiden Dekaden gelernt. „Bei den ersten Turnieren gab es noch richtig viel Ärger – in einigen Fällen wurden Schüler ausgeschlossen, ein oder zwei Mal mussten sogar Zivilfahnder dazwischen gehen. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an“, kann Ramsauer auf seine bisherige Arbeit stolz zurückblicken. Eigenständigkeit bedeute aber auch, dass insbesondere die älteren Schülerinnen und Schüler ohne Lehrer anreisen werden. „Man kennt das doch vom Sportverein. Da stehen Eltern draußen und heizen mit ihren Zwischenrufen – ob beabsichtigt oder nicht – die Stimmung unnötig an. Hier möchten wir, dass sich niemand einmischt – auch wenn es nur der eigene Lehrer ist“, erläuterte der ehemalige Hauptschullehrer Ramsauer diese Idee.
Und so freuen sich Ramsauer wie alle anderen Beteiligten auch einfach nur auf gutes Wetter und eine tolle Atmosphäre. „Man kann viel reden und viel in die Dinge hinein interpretieren. Letztlich kommen die Kids aber in erster Linie, weil sie dieses Spiel lieben. Und das ist doch auch schon eine ganze Menge.“