Streetballer aus dem Bezirk triumphieren bei den School Finals

Charlottenburg. Bei den 19. School Finals Berlin, dem Streetball-Event für Schülerinnen und Schüler in der Hauptstadt, bewiesen Streetball Charlottenburg2012 Webauch in diesem Jahr die Korbjäger aus Charlottenburg ihre Extraklasse: In drei von zehn Altersklassen triumphierten Streetball-Teams aus dem Bezirk.
Bei den Damen der Jahrgänge 1994 und älter setze sich das Team „LeiGiDaLi“ von der Wald-Oberschule gegen die Konkurrenz durch. Bei den Jungen der Jahrgänge 1995/96 gewann „Roberto for President“ von der Poelchau-Schule. Und die Jungen „Watch your Ankles“ von der Schiller-Oberschule stellten bei den Jahrgängen 1997/98 das beste Team. Die weiteren Sieger kamen aus Reinickendorf (2), Wilmersdorf, Pankow, Neukölln, Zehlendorf und Friedrichshain. Insgesamt hatten sich 176 Mannschaften, darunter acht aus Charlottenburg, in vier Vorentscheiden für die Endrunde der School Finals im Horst-Dohm Eisstadion am vergangenen Donnerstag (14. Juni) qualifiziert.
„Es ist uns in diesem Jahr tatsächlich gelungen, die Gesamtteilnehmerzahl noch einmal zu steigern“, frohlockte Initiator und Organisator Mathias Ramsauer am Rande der Finals.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hatte im Verbund mit dem Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit wieder einmal einen tollen Event auf die Beine gestellt, der aktive und anfeuernde Schüler einen ganzen Tag in Atem hielt. Im Vorjahr hatten noch 507 Teams an den insgesamt fünf Turnieren teilgenommen – in diesem Jahr waren es 560 und damit weit über 2000 Schülerinnen und Schüler.
Beeindruckend war zudem, dass die School Finals mehr Mädchen und junge Frauen erreichten als es die Vereine tun: Während bei den Berliner Basketballklubs lediglich sieben Prozent der Mitglieder weiblich sind, waren es bei den School Finals allein in diesem Jahr fast 20 Prozent. „Es finden sich natürlich leichter drei oder vier Mädchen zusammen, um ein Streetball-Team auf die Beine zu stellen“, erklärte Ramsauer. Entsprechend forciere auch die FIBA, der Weltbasketballverband, ihre Anstrengungen, mehr Wettbewerbe zu initiieren, an denen Teams mit nur drei Akteuren an den Start gehen können. Ob solche Ideen aber generell eine Möglichkeit seien, mehr Mädchen für den organisierten Sport zu begeistern, vermochte Ramsauer nicht zu sagen: Die Probleme, Mädchen für den Sport zu gewinnen und noch viel mehr, sie dann auch zu halten, seien zu vielschichtig. In einer anderen Sache war sich Ramsauer indes aber sicher: „Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die zeigen, dass junge Menschen, die sich sportlich betätigen, weniger straffällig werden. Das war auch für uns Motivation, die School Finals durchzuführen. Und sie sollten für jeden Anbieter sportlicher Events Motivation sein, junge Menschen von der Straße zu holen – ganz egal, ob Mädchen oder Jungen.“
Zum 20-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr verspricht Mathias Ramsauer, der in der Geschichte der School Finals schon Basketballstars wie Detlef Schrempf oder Kobe Bryant begrüßen durfte, nichts Besonderes. Schließlich habe er seine Frau zum 20. Hochzeitstag auch „nur“ zum Essen eingeladen. Extravaganzen haben die School Finals auch gar nicht nötig. Ramsauer abschließend: „Die Schülerinnen und Schüler lieben dieses Spiel wie es ist – was wollen wir mehr.“