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Club Italia steht nach Aufstieg vor dem Abenteuer Berlin-Liga

ClubItalia3 WebCharlottenburg. Der Club Italia hat das Auftaktspiel des diesjährigen Fußball-Bezirkspokals gegen den Berliner SC auf dem Hubertussportplatz am Sonntag nicht unverdient mit 5:4 (4:2) für sich entschieden.
Damit haben die Mannen aus dem Westend gute Chancen, in den verbleibenden Gruppenspielen am Mittwoch von 19 Uhr an im Volkspark bei der zweiten Mannschaft vom 1. FC Wilmersdorf und am Sonntag von 15 Uhr an auf heimischem Platz am Spandauer Damm 150 gegen den Berliner SV den Einzug ins Viertelfinale zu realisieren. Dort könnten mit dem 1. FC Wilmersdorf und TuS Makkabi starke Gegner warten, die für den Club Italia eine gute Vorbereitung auf das Abenteuer Berlin-Liga sein könnten.
Erstmals in seiner Geschichte, und nach zwei sehr bitteren dritten Plätzen in den Jahren zuvor, war es dem Club Italia im Juni gelungen, in Berlins höchste Spielklasse aufzusteigen – und das, nachdem der Klub eine total verkorkste Hinrunde in der Landesliga absolviert hatte: Mit nur 20 Punkten auf dem Konto hatte man im Winter nach Abschluss der Hinrunde lediglich Platz zwölf belegt. Der Rückstand zum damals führenden SC Charlottenburg betrug bereits elf Punkte. Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatte SCC-Coach Bernd Upmeier eindringlich vor dem Club Italia gewarnt. Er sollte – zum eigenen Leidwesen – Recht behalten: Die Truppe aus dem Westend verstärkte sich unter anderem mit Ümit Ejder, Thomas Poznanski und Lee Leeshue von Hertha 03 Zehlendorf.

Man startete fortan durch, erspielte in der Rückrunde satte 40 Punkte und fing den SC Charlottenburg auf dem Aufstiegsrang in buchstäblich letzter Sekunde, nämlich am letzten Spieltag ab: Während der SCC zu Hause gegen den BFC Dynamo II trotz einer 2:0-Führung nicht über ein Remis hinauskam, bezwang der Club Italia mit am Ende nur noch acht Spielern auf dem Feld – drei Akteure hatten die Rote Karte gesehen – den BSV Eintracht Mahlsdorf II mit 3:2. Der Club Italia war aufgestiegen, der SCC ganz bitter gescheitert. Dass der Club Italia den Gegnern der Konkurrenz dabei Geld geboten haben soll, damit diese sich noch einmal richtig ins Zeug legten und entsprechende Ergebnisse lieferten, ist zwar nicht verboten, hatte aber einen sehr faden Beigeschmack. Und es wird sicherlich auch dazu führen, dass der Club Italia künftig bei der Konkurrenz kein allzu hohes Ansehen genießen wird.
Sportlich kann für die Truppe aus dem Westend in der Berlin-Liga zunächst nichts anderes als der Klassenerhalt zählen. Durch den Absteiger Türkiyemspor sowie die Aufsteiger TuS Makkabi und SV Tasmania ist eine ohnehin spielerisch starke Liga qualitativ nicht schlechter geworden.
Die Konkurrenz attestiert dem Club Italia auch deshalb eine schwere Saison: „Natürlich werden sie es schwer haben“, sagt Ekrem Asma, Trainer des Berliner SC. „Das liegt aber daran, dass es Aufsteiger zunächst immer schwer haben, weil sie sich an das viel höhere Tempo und die Spielstärke der Liga erst gewöhnen müssen. Am Ende der Spielzeit müssen drei Teams absteigen. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wer das sein könnte.“ Zum Auftakt kommt es für den Club Italia gleich zu einem brisanten Derby: Am Sonntag, 5. August gastiert von 14 Uhr an der TuS Makkabi am Spandauer Damm. Mal sehen, welcher Aufsteiger dann einen größeren Eindruck hinterlassen haben wird.