Bei den Fußballern der Füchse Berlin regiert die Bescheidenheit

Reinickendorf. Ein Blick auf die Tabelle der Berlin-Liga nach sechs Spieltagen zeigt: Für die Fußballer der Füchse Berlin zählt in Fuechse Berlin1 Webdiesem Jahr nur der Klassenverbleib.
Exemplarisch dafür war auch das letzte Spiel am Sonntag, 2. September, als man gegen Aufsteiger und Schlusslicht Club Italia nicht über ein 2:2-Remis hinaus gekommen war. Dabei musste man sich nach den ersten beiden Spieltagen um den Reinickendorfer Traditionsverein ernsthaft Sorgen machen: Der 1:6-Klatsche zum Auftakt gegen Hertha Zehlendorf folgte ein 0:4 beim SC Staaken. Doch mittlerweile hat die Truppe um Trainer Torsten Lindhammer die Kurve gekriegt – von den letzten vier Partien ging nur noch eine einzige verloren. Mit einem Sieg, zwei Remis und drei Niederlagen rangiert man zurzeit auf Platz 14 der Tabelle und damit nur knapp vor den Abstiegsrängen.
Aber den Verantwortlichen war schon zu Saisonbeginn klar, dass es auch in dieser Spielzeit wieder eng werden könnte. Die Berlin-Liga ist durch starke Aufsteiger wie TuS Makkabi und den SV Tasmania sowie den Absteiger Türkiyemspor qualitativ stärker besetzt als in der Vorsaison. Und bereits in dieser schafften die Füchse den Klassenerhalt erst dank eines grandiosen Schlussspurts, als man die letzten acht Partien ungeschlagen geblieben war.   


Zumindest konnte das Gros des Kaders um den erfahrenen Florian Hube, der im zentralen Mittelfeld und in der Viererkette agieren kann, gehalten werden. Um den 31-Jährigen herum setzt sich allerdings der Jugendstil bei den Reinickendorfern fort, den man – nicht zuletzt aufgrund fehlender finanzieller Mittel – eingeschlagen hat: So brachte Trainer Lindhammer, ehemaliger A-Jugendcoach beim Frohnauer SC, von dort nicht nur die Herrenspieler Ayman Ben Abdallah und Torjäger Tom Zeih mit, sondern auch eine Hand voll A-Junioren, von denen er Julian Baersch und Gregory Betama großes Potential attestiert. Allerdings weiß Lindhammer auch, dass der Sprung von den A-Junioren zu den Herren gewaltig ist – an die größere körperliche Robustheit und das wesentlich schnellere Spiel gewöhnt man sich nicht von heute auf morgen. Und so steht der Coach vor der schweren Aufgabe, die jungen Spieler an das Niveau der Berlin-Liga heranzuführen, ohne mit seinem Team bis zur Winterpause allzu viele Punkte liegen zu lassen.
Bereits am Sonnabend, 15. September können die nächsten Zähler gesammelt werden. Dann gastieren die Füchse beim Berliner SC in Wilmersdorf. Die Partie an der Hubertusallee 50 wird um 14 Uhr angepfiffen.