Lübarser Offensivstärke weckt aber auch Begehrlichkeiten

Lübars. Mit einem 7:2-Kantersieg bei Köpenick-Oberspree haben die Fußballer vom 1. FC Lübars am Sonnabend, 1. Dezember die 1.FCLuebars5-Oberspree WebHinrunde der Landesliga abgeschlossen und ihren Platz im Tabellenmittelfeld gefestigt.
Im Lager der Nordberliner ist man über das bisherige Abschneiden entsprechend glücklich: „Wir sind mit der Hinrunde und den Leistungen unserer Mannschaft sehr zufrieden“, äußerte sich Lübars´ Präsident Michael Reinke. „Man darf dabei nicht vergessen, dass wir uns als Aufsteiger erst einmal an das höhere Tempo in der Landesliga gewöhnen mussten. Und da ist ein achter Platz nach 15 Partien sehr beachtlich.“
Sieben Siege, ein Remis und sieben Niederlagen stehen bis dato für den 1. FC Lübars zu Buche. Und durch den Erfolg in Köpenick vergrößerte die Truppe um Trainer Karsten Steffan den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf mittlerweile zehn Punkte. „Unser Saisonziel war und ist der Klassenerhalt. Und bei einem Blick auf die Tabelle kann man schon jetzt sagen, dass wir uns diesem Ziel mit großen Schritten nähern“, stellte Reinke fest.


Beeindruckend dabei ist vor allem die Offensivstärke der Lübarser, wie sich auch an der Oberspree zeigte: Obwohl man beim Tabellenvorletzten stark ersatzgeschwächt angetreten war, netzte man sieben Mal ein: Kevin Neuhaus erzielte dabei drei Treffer. Die weiteren Tore steuerten Marcel Madsack, Lars Helwig, Nils Lehmann und Trainer Steffan bei. Der 45-jährige Coach hatte sich aufgrund der Personalsituation in der 69. Minute selbst eingewechselt. „Unser Trainer kann immer noch ordentlich Fußball spielen. Und bei so einer klaren Führung darf er auch ruhig mal mitmischen“, erklärte sein Präsident mit einem Augenzwinkern. Mit 45 erzielten Treffern verfügen die Lübarser nach dem BFC Dynamo über den zweitbesten Angriff der gesamten Liga. Allerdings ließ man mit 41 Gegentoren zu viele Treffer zu.
Für die Offensivstärke zeichnen vor allem die Angreifer Madsack, der bis dato zwölf Mal traf, und Neuhaus, der in 15 Partien zehn Treffer erzielen konnte, verantwortlich. Allerdings weckt diese Qualität bei anderen Klubs auch Begehrlichkeiten wie Präsident Reinke verriet: „Wir haben zurzeit die Situation, dass einige höher klassige Vereine starkes Interesse an einer Verpflichtung unserer beiden Stürmer haben – und das schon in der Winterpause.“ Man stehe nun in intensiven Verhandlungen, um den beiden Kickern einen Verbleib in Lübars schmackhaft zu machen. „Wir haben eine tolle Truppe mit einem fantastischen Teamgeist. Das ist unser Trumpf. Wenn nun aber andere Vereine den Geldbeutel zücken, wird es für uns sehr schwer, dann noch mitzuhalten.“
Unabhängig davon freut man sich in Lübars aber auf die zweite Saisonhälfte. Und sollte der Wettergott mitspielen, wird es noch vor Weihnachten eine Partie geben: Am Sonntag, 16. Dezember steht von 14 Uhr an das Spiel beim Tabellenletzten Galatasaray Spandau auf dem Programm. Sollten die Lübarser auf dem Sportplatz an der Goltzstraße drei Punkte holen, könnte man wirklich entspannt Weihnachten feiern.