Spreefüxxe überwintern in Spitzengruppe der 2. Bundesliga

Alina Rauhut WebReinickendorf. Durch einen 28:27-Auswärtserfolg beim TSV Travemünde am 12. Spieltag der 2. Frauenhandball Bundesliga haben sich die Spreefüxxe Berlin vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz katapultiert. Durch diesen Sieg sind die Spreefüxxe nun mehr seit fünf Spieltagen ungeschlagen und holten zudem den vierten Sieg in Folge.
Trotz des knappen Erfolgs am Sonntag, 9. Dezember hatten die Spreefüxxe die Damen aus Schleswig-Holstein über nahezu die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Lediglich in einer sehr durchwachsenen Schlussphase machten sich die Berlinerinnen durch Unkonzentriertheit und Nachlässigkeit das Leben selbst unnötig schwer. Die besten Torschützen für die Spreefüxxe waren Bianca Trumpf mit zwölf, Alexandra Sviridenko und Anna Blödorn mit jeweils fünf sowie Anna Eber mit vier und Mia Boesen mit zwei Treffern.
Damit können die Berlinerinnen auf ein tolles Handballjahr 2012 zurückblicken: Zunächst gelang der Durchmarsch durch die dritte Liga, der im Sommer ohne eine einzige Niederlage mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gipfelte. Und auch dort – mit dem Saisonziel Klassenerhalt gestartet – liest sich die Bilanz nach zwölf Partien absolut positiv: Mit bis dato sieben Siegen, einem Remis und nur vier Niederlagen hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Trainer Dietmar Rösicke war sogar zu Späßen aufgelegt, als er mit einem Augenzwinkern verriet, dass ihn die erste Niederlage nach über einem Jahr am 15. September bei der SG 09 Kirchhof entsetzt habe: „Ich war mir sicher, dass wir auch ohne Niederlage durch die 2. Bundesliga gehen würden“, zeigte der Coach Sinn für Ironie.


Rösicke ist ein harter Arbeiter und guter Analyst, der sich auch durch die 26 Siege am Stück in der dritten Liga nie blenden ließ. „Wir haben viele junge Spielerinnen, die auch in der 2. Bundesliga zunächst einmal Erfahrungen sammeln müssen, für die es aber auch wichtig ist, für ihre Arbeit durch den Erfolg belohnt zu werden.“ Stichworte wie gestärktes Selbstbewusstsein, Moral und Teamchemie seien dabei maßgebend. In die Karten spielt den Spreefüxxen auch die Kontinuität im Kader: Wichtige Leistungsträgerinnen wie Bianca Trumpf, Alexandra Sviridenko, Anna Blödorn und Stefanie de Beer konnten gehalten werden. Verstärkt wurde das Team lediglich durch die Dänin Mia Boesen am Kreis, die tschechische Torhüterin der Extraklasse Veronika Fialkova und die talentierte 23-jährige Kreisläuferin Saskia Weisheitel. Wenn die Berliner – allen voran Managerin Britta Lorenz – weiterhin behutsam und mit viel Fachverstand planen, dann ist mittelfristig im Berliner Frauenhandball einiges möglich.
Zunächst sollten die Spreefüxxe im neuen Jahr aber genau dort weitermachen, wo man im alten aufgehört hat: Am Sonnabend, 5. Januar gastiert man in Dortmund beim BVB, bevor am Sonnabend, 12. Januar von 19:30 Uhr an das nächste Heimspiel in der Sporthalle Charlottenburg, Sömmeringstraße 29, ansteht. Der Gegner wird dann die SG 09 Kirchhof sein. Und mit denen hat man ja noch eine Rechnung offen.