Sparta Lichtenberg mit tollem Saisonstart und kläglichem Pokalaus

Lichtenberg. Die Fußballer von Sparta Lichtenberg spielen nach ihrem Aufstieg in die Berlin-Liga, die höchste Spielklasse der Sparta1 WebHauptstadt, bis dato eine tolle Saison, belegen einen der Spitzenplätze und knüpfen damit nahtlos an die großartige Vorsaison in der Landesliga an. Alles könnte so schön sein – wäre da nicht der katastrophale Pokalauftritt am Sonntag, 17. November, als man dem SC Charlottenburg mit 0:5 unterlag.
„Dieses Spiel ging gar nicht“, erinnert sich Sparta-Coach Dragan Kostic an die desaströse Leistung seines Teams. „Ich habe den Jungs schon vorher gesagt: Wenn ihr so auf den Platz geht wie ihr euch warm gemacht habt, dann werdet ihr sechs oder sieben Stück kassieren. Da lag ich ja gar nicht so verkehrt.“ Seine Spieler hatten keine Körperspannung, keine Einstellung, zeigten keine Gegenwehr. Doch Kostic hatte seinen Humor trotz dieser Klatsche nicht gänzlich verloren: „Unser großer Rivale im Bezirk, Oberligist Lichtenberg 47, ist ja einen Tag vor uns aus dem Pokal ausgeschieden. Und vielleicht haben sich meine Jungs, die gern gegen L47 gespielt hätten, gedacht: Wenn die raus sind, dann müssen wir ja auch nicht unbedingt weiterkommen.“

SC Charlottenburg triumphiert im Pokal über Sparta Lichtenberg

SCC1 WebCharlottenburg. Die Fußballer vom SC Charlottenburg haben in der 3. Hauptrunde des Berliner Pilsner-Pokals für einen Paukenschlag gesorgt: Der Landesligist triumphierte am Sonntag, 17. November mit 5:0 (1:0) über das klassenhöhere Team von Sparta Lichtenberg.
„Das war ein toller Sieg meiner Mannschaft“, freute sich SCC-Coach Bernd Upmeier nach der Partie im heimischen Mommsenstadion, obwohl er auch gestand, dass für ihn Pokalspiele normalerweise nicht ganz so bedeutend seien. „Für meine Jungs aber war es heute wichtig, mal wieder gegen ein Team zu spielen, das das Niveau eines Spitzenteams der Landesliga hat. Das war mit Sparta, die ja erst in der letzten Saison Landesligameister geworden sind, der Fall – und deshalb kam auch für mich dieses Spiel sehr gelegen.“ Der SCC verzichtete für diese Partie auf einen typischen Spielmacher und agierte dafür mit zwei schnellen Spitzen, um mehr Tempo in das Spiel zu bekommen. Dieses Konzept ging gegen sehr lethargisch wirkende Lichtenberger auf. Die Treffer für den Landesligisten, der in allen Belangen über die gesamte Spielzeit überlegen war, erzielten Marco Wolff, Christopher Jeckl, Shane Ogilvie, Benjamin Keelan und Benjamin Ruff.

Wittenauer Fechter mit Prädikat „Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport“ ausgezeichnet

Wittenau. Die Degen-Fechter vom TSV Berlin Wittenau sind ab sofort ein Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen Fechten1 WebFechter-Bundes.
214 Fechtvereine – fast 50 % aller Fechtvereine bundesweit – hatten sich an diesem Projekt, das dezentrale Strukturen im Leistungssport Fechten schaffen soll, beteiligt. Und nur neun von ihnen wurden für die Waffe Degen ausgewählt. Der TSV, der übrigens als einziger Berliner Klub ausgezeichnet wurde, findet sich dabei in so illustrer Gesellschaft mit Vereinen wie dem TSV Bayer 04 Leverkusen und dem UFC Frankfurt. Kriterien für die Auswahl waren und sind die sportlichen Leistungen der rund 140 Nachwuchsfechter des TSV bei nationalen Ranglistenturnieren, Berliner und Deutschen Meisterschaften, aber auch internationalen Wettkämpfen, Europa- und Weltmeisterschaften. Darüber hinaus sind aber auch Kriterien wie die Vernetzung mit anderen Fechtklubs, die Strukturen und die Qualität der Trainer ausschlaggebend. „Natürlich macht uns diese Auszeichnung stolz“, sagte Christian Peters, Vorsitzender der Fechter im TSV. „Sie ist der Lohn für unsere Arbeit der letzten Jahre, aber auch Ansporn, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen und uns täglich neu zu beweisen.“ Nach zwei Jahren wird durch den Deutschen Fechterbund eine umfassende Überprüfung der erzielten Ergebnisse und Leistungen erfolgen, um eine neue Bewertung vorzunehmen.

Handballer im Zwiespalt: viele Kinder – zu wenig qualifizierte Trainer

SGH-W1 WebHermsdorf / Waidmannslust. Die SG Hermsdorf-Waidmannslust gehört auch in dieser Spielzeit erneut zu den führenden Klubs im Berliner Nachwuchshandball: Mit 28 Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen, ist man in allen Altersklassen, sowohl bei der weiblichen als auch bei der männlichen Jugend, vertreten. Es bleibt aber ein großes Problem: Es fehlen qualifizierte Trainer.
„In der letzten Saison waren wir die Einzigen in ganz Berlin, die in allen Altersklassen mit mindestens einem Team am Spielbetrieb teilgenommen haben“, ist die stellvertretende Abteilungsleiterin der SG, Bettina Strohscheer-Mies, mit Recht stolz. Allerdings war und ist die SG aufgrund der angespannten Situation im Trainerbereich gezwungen, dass mehrere Teams von ein und demselben Coach trainiert werden müssen. „Diese Situation ist alles andere als schön. Aber letztlich leiden darunter nicht nur wir, sondern auch alle anderen Handballklubs in Berlin – um nicht zu sagen: vermutlich leiden alle Sportarten und Vereine darunter.“

NBBL-Basketballer vom DBV Charlottenburg / TuS Lichterfelde verlieren erstmals – Play-offs bleiben das Saisonziel

Charlottenburg. Die U19 vom DBV Charlottenburg / TuS Lichterfelde hat am Sonntag, 10. November in der Nachwuchs Basketball NBBL2 WebBundesliga (NBBL) ihr erstes Saisonspiel verloren: Gegen die Baskets Akademie Weser-Ems unterlagen die Berliner in einem spannenden Spiel nach zweimaliger Verlängerung mit 69:71.
„Ich glaube, dass wir insbesondere zum Ende der Partie taktisch zu undiszipliniert gespielt haben“, analysierte DBV-Coach Jan Eichberger kurz nach Spielschluss in der Charlottenburger Sömmering-Sporthalle. „Unser Gegner hat im Laufe des Spiels auf eine Zonenverteidigung umgestellt – und damit ist meine Mannschaft nicht klargekommen. Und dann hat uns – so glaube ich – auch ein bisschen der Mut gefehlt, in bestimmten Situation einfach entschlossener den Abschluss zu suchen und leichte Punkte mitzunehmen.“ Aufbauspieler Jannes Hundt war mit 21 Zählern der einzige Berliner, der zweistellig punkten konnte. Christopher Kuntze erzielte neun, Thabo Paul acht Zähler. Dennis Teucher und Marko Bacak sorgten für jeweils sieben Punkte.
Und dennoch ist Coach Eichberger mit dem Saisonstart zufrieden: „Drei Siege zum Auftakt – das ist in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht überreagiert und denkt, man macht alles richtig, nur weil man gewonnen hat. Wir analysieren unsere Spiele, ob gewonnen oder verloren, immer ganz nüchtern und bereiten uns intensiv auf den jeweils nächsten Gegner vor.“