Von einem hoffnungsvollen Judotalent, Reisen rund um die Welt und olympischen Träumen

Tegel. Die Judoka Laura Vargas Koch, die regelmäßig bei ihrem Heimtrainer Carsten von Leupoldt in der Sportschule Bushido in Judo2 WebTegel trainiert, kann schon jetzt auf ein großartiges Jahr zurückblicken. Der bisherige Höhepunkt der 23-jährigen gebürtigen Berlinerin: der Vize-Weltmeistertitel Anfang September in Rio de Janeiro.
Darüber hinaus belegte sie bei der Europameisterschaft in Budapest im April sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb Platz drei. Und auch bei allen drei bisherigen Grand Slam Turnieren des Jahres – in Paris, Baku und Moskau – konnte sie ebenfalls in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm eine Medaille erringen. „Was natürlich in Erinnerung bleiben wird, ist die Weltmeisterschaft in Brasilien“, sagt Laura Vargas Koch. Aber auch das „Tournoi der Paris“ im Februar, das bedeutendste Judoturnier Europas, sei ein extrem wichtiger Wettkampf gewesen, weil es der erste große Erfolg war und ihr viel Selbstvertrauen gegeben habe. „Laura hat in diesem Jahr durchweg grandiose Leistungen gebracht“, freut sich auch Carsten von Leupoldt. „Aber da sie ohnehin seit Jahren eine stetige Entwicklung durchgemacht hat, haben sich diese Erfolge abgezeichnet.“

Fußballer vom 1. FC Lübars sind trotz zahlreicher Widrigkeiten gut in die Saison gestartet

Luebars2 WebLübars. Die Fußballer vom 1. FC Lübars blicken auf turbulente Monate zurück. Doch trotz zahlreicher Nackenschläge sind die Landesliga-Kicker des Klubs gut in die neue Saison gestartet.
Doch der Reihe nach: Zunächst hatte der langjährige Erfolgscoach Karsten Steffan, mit dem die Lübarser im Jahr 2012 in die Landesliga aufgestiegen waren, im März seinen Wechsel zum Lokalrivalen Wittenauer SC Concordia angekündigt. Zunächst hieß es, dass ihm nur zwei oder drei Spieler folgen würden – letztlich schlossen sich sieben Stammkräfte ebenfalls den Wittenauern an. Der 1. FC Lübars musste reagieren und verpflichtete zahlreiche neue Spieler. Mit Frank Schaaf wurde zudem ein Trainer geholt, der beim VfB Hermsdorf als Spieler und bei den Füchsen Berlin als Trainer aktiv gewesen war – sich im Norden Berlins also bestens auskennt. Aufgrund all dieser Veränderungen hatte der 1. Vorsitzende des 1. FC Lübars, Michael Reinke, noch im Juli das einzig realistische Ziel, den Klassenerhalt ausgegeben. Einige Fachleute unkten, dass auf den 1. FC eine ganz schwere Saison warten würde.
Und als sei das alles nicht schon turbulent genug, schmiss Frank Schaaf noch vor dem ersten Spiel am 15. August die Brocken hin.

CFC Hertha 06 verliert gegen den 1. FC Lübars

Charlottenburg. Eine bei Sportreportern äußerst beliebte Frage an einen Trainer nach einer Niederlage lautet: Woran lag es? Nur CFC4 Webselten gelingt es, so wie Trainer Murat Tik nach der 0:3-Niederlage seines CFC Hertha 06 gegen den 1. FC Lübars, die Antwort in einem einzigen Wort zusammenzufassen: „Lethargie!“
Kurz nach dem Abpfiff dieser Landesliga-Partie am Sonntag, 29. September war Tik zunächst in die Kabine verschwunden, um mit seiner Mannschaft zu reden. Erst danach umschrieb er den schwachen Auftritt seines Teams mit diesem einen Wort. Und jeder, der die Partie auf dem Sportplatz an der Brahestraße gesehen hatte, konnte dem Coach nur beipflichten. Nachdem Trainer und Reporter kurz geschwiegen hatten, kam dann aber doch noch etwas: „Meine Mannschaft war von Anfang an überhaupt nicht auf dem Platz. Sie wirkte schläfrig, müde, lethargisch halt. Warum das so war, kann ich aber nicht sagen.“

Hockey-Herren vom TC Blau Weiss fahren zwei Siege ein – Triumph auch im Derby

BW Herren1 WebWilmersdorf. Der TC Blau Weiss Berlin kann in der Hockey-Bundesliga der Herren auf ein überragendes Wochenende zurückblicken: Nachdem am Freitagabend das Derby beim Berliner HC mit 2:1 gewonnen wurde, legten die Mannen um Trainer Alexander Stahr nur 43 Stunden später nach und triumphierten am Sonntag, 22. September mit 6:1 über den Nürnberger HTC.
„Das war ein unglaublich tolles Wochenende für uns“, freute sich der Coach unmittelbar nach dem deutlichen Erfolg über die Gäste aus Franken. „Dabei war es gar nicht so leicht, sich nach einem emotionalen und überragenden Derbysieg auf den vermeintlich leichteren Gegner aus Nürnberg zu konzentrieren. Ohne den Triumph am Sonntag wäre auch der Sieg im Derby nur halb so schön gewesen.“
Rund 600 Zuschauer sahen am Freitag zumindest im ersten Durchgang ein etwas zerfahrenes Hauptstadtderby, in dem die Blau Weissen nach einer sehenswerten Kombination in Führung gingen: Angreifer Faizal Saari vollendete den schönen Spielzug zum 1:0. Nach dem Wechsel kam der BHC besser ins Spiel, verpasste jedoch die eine oder andere gute Chance zum Ausgleich. Mit einem Kontertor, erneut durch den malaysischen Nationalspieler Saari, erhöhten die Gäste vom Grunewald auf 2:0. Für den BHC reichte es letztlich nur noch zum Ehrentreffer durch Jonas Gomoll.

Handballerinnen der Füchse wollen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen

Reinickendorf. Die Handballerinnen der Füchse Berlin sind mit zwei Auftaktsiegen grandios in die neue Saison der 2. Frauen-Fuexxe3 Loll WebBundesliga gestartet. Und doch stapelt man im Lager der Spreefüxxe tief.
„Ich denke, dass wir auch in dieser Saison zunächst das Ziel haben sollten, nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen“, sagt die Managerin Britta Lorenz, ergänzt aber sofort; „Die ersten vier Punkte sind eingefahren. Das ist ein gutes Ergebnis. Sollte es so weitergehen und wir gar nicht erst in den Tabellenkeller hineingeraten, ist es durchaus realistisch, mindestens den siebten Platz aus der Vorsaison erneut zu erreichen.“
Betrachtet man die Veränderungen im Kader, so sollte diese Platzierung durchaus realistisch sein. „Ich habe bei den Neuverpflichtungen ganz besonders darauf geachtet, dass sie nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich in unser Team passen“, erklärt die Managerin. Ziel sei es gewesen, jede Position mit mindestens zwei Spielerinnen nahezu gleichwertig zu besetzen. Das ist gelungen. „Wir haben jetzt eine ganz tolle und kompakte Mannschaft, die nicht mehr nur aus einer ersten `Sieben´ besteht, sondern auch aus einer zweiten, die genau so stark ist.“ Jede dieser Spielerinnen habe ihre Rolle im Mannschaftsgefüge und könne einer Partie ihren Stempel aufdrücken.