Fußballer der Füchse schaffen Klassenerhalt – Nordberliner SC steigt auf

Reinickendorf. Das Saisonfinale in der Berlin-Liga, der höchsten Spielklasse der Hauptstadt, war an Dramatik nicht zu überbieten.Saisonabschluss Web
Vor dem letzten Spieltag am Sonntag, 16. Juni waren noch sechs Fußballteams, unter ihnen die Füchse Berlin, vom Abstieg bedroht. Die Reinickendorfer konnten sich durch einen fulminanten 4:1-Erfolg gegen Stern 1900 retten. Türkiyemspor muss nach einer 2:4-Niederlage beim VfB Hermsdorf absteigen.
„Meine Mannschaft hat den Sieg gewollt und ihn sich mit Leidenschaft erkämpft“, freute sich Füchse-Coach Torsten Lindhammer. Die Füchse waren mit der schlechtesten Ausgangssituation in dieses Saisonfinale gegangen, da sie gegen die Gäste aus Steglitz, immerhin Tabellendritter, unbedingt gewinnen mussten. Nach 78. Minuten hatte es noch 1:1 gestanden. Erst in den letzten zwölf Minuten der Partie machten Mbiakop Kamga, Florian Hube und Abdullah Karacorluoglu mit ihren Toren den Erfolg und den Klassenerhalt perfekt. Allerdings bleibt am Ende noch eine Frage offen: Ob Torsten Lindhammer auch in der kommenden Saison der Coach der Füchse Berlin sein wird, steht momentan noch nicht fest.
Dafür wird Jörg Schmidt definitiv Trainer beim VfB Hermsdorf bleiben und damit in sein 18. Jahr als Coach bei den Rot-Weißen gehen. Noch im April hatte Schmidt seine Zukunft offen gelassen. Doch zum damaligen Zeitpunkt hatte er bereits durchblicken lassen, dass ihm die Arbeit mit seiner jungen und engagierten Truppe unheimlich viel Freude bereitet. Wie toll Einstellung und Moral der Hermsdorfer sind, zeigte sich auch am letzten Spieltag gegen Türkiyemspor. Obwohl es für den VfB um nichts mehr ging und ein Großteil des Teams bereits die geplante Saisonabschlussfahrt nach Mallorca angetreten hatte, setzte sich eine „Notelf“ gegen die Gäste aus Kreuzberg durch.

Von einer erfolgreichen Idee und schönen Erinnerungen

Streetball CH1 WebCharlottenburg. Beim vierten und letzten Vorentscheid der diesjährigen School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event der Hauptstadt, im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf am Freitag, 7. Juni waren auch 18 Teams von Charlottenburger Schulen mit am Start: immerhin sieben von ihnen qualifizierten sich für die Endrunde, die am Donnerstag, 13. Juni von 9 Uhr an ebenfalls im Horst-Dohm-Eisstadion ausgetragen wird.
„Diese Veranstaltung macht uns allen einen riesengroßen Spaß. Und natürlich wollen wir unsere Spiele gewinnen“, sagt der 15-jährige Vincent Meunier von der Sophie-Charlotte-OS. Mit seinen drei Teamkameraden hatte er sich dann auch den passenden Namen gegeben: „Hau weg den Dreck“. Und Alex Poklekowski, Lennart Hömpler, Bennet Hundt und Vincent Meunier ließen ihren Worten Taten folgen, in dem sie den Wettbewerb bei den Jungen der Jahrgänge 1998/99 tatsächlich für sich entschieden. In zehn Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, waren auch bei diesem Vorentscheid, an dem insgesamt 92 Mannschaften teilgenommen hatten, die Sieger ermittelt worden.

20-jähriges Jubiläum der School-Finals mündet im großen Finale

Wilmersdorf. Wenn am Donnerstag, 13. Juni von 9 Uhr an das große Finale der diesjährigen School-Finals-Berlin, dem Streetball WI2 WebStreetball-Event der Hauptstadt, im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf ausgetragen wird, dann dürfen sich Berlins Schüler auf eine tollen Tag freuen. Nur eines lässt die Veranstalter schlecht schlafen: die Angst vor Regen.
„Das mit Abstand Schlimmste, das uns in der 20-jährigen Geschichte der School-Finals passiert ist, war, als wir das Finale wegen Regens abbrechen mussten und es nicht wiederholen konnten“, sagt Organisator und Initiator Mathias Ramsauer. Auch in diesem Jahr wird er wieder von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit tatkräftig unterstützt. „Deshalb wünsche ich mir auch für dieses Finale nur eines: Bloß keinen Regen.“
Beim vierten und letzten Vorentscheid der School-Finals, der am Freitag, 7. Juni ebenfalls im Horst-Dohm-Eisstadion ausgerichtet wurde, waren nur sechs Teams von Wilmersdorfer Schulen mit am Start: immerhin eine von ihnen qualifizierte sich für die Endrunde. Das Herrenteam „Eh Damijan“ von der Marie-Curie-Oberschule setzte sich in der Altersklasse der Jahrgänge 1995 und älter durch.
In insgesamt zehn Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, waren auch bei diesem Vorentscheid, an dem 92 Mannschaften teilgenommen hatten, die Sieger ermittelt worden. Doch die School-Finals waren und sind auch in ihrem 20. Jahr ein Event, bei dem es um viel mehr als nur ums Gewinnen und Verlieren geht. Die Grundidee ist dabei so simpel wie grandios: die Spiele werden alle ohne Schiedsrichter durchgeführt. Die Schüler müssen sich untereinander einigen. Fairplay, Respekt und ein vernünftiger Umgang miteinander sind die Schlagworte. Das klappt mal besser und mal schlechter, wie auch Ramsauer zu berichten weiß: „Ich steche dich ab! Diesen Spruch habe ich in unserer Anfangszeit etliche Male gehört.“

Sechs Reinickendorfer Streetballteams qualifizieren sich für das Finale der School-Finals

Streetball RE1 WebReinickendorf. Beim zweiten von vier Vorentscheiden der diesjährigen School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event der Hauptstadt, auf dem Kissingen-Sportplatz in Pankow am Freitag, 31. Mai waren auch 14 Teams von Reinickendorfer Schulen mit am Start: Sechs von ihnen qualifizierten sich sogar für die Endrunde, die am Donnerstag, 13. Juni von 9 Uhr an im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf ausgetragen wird.
Zu ihnen gehören auch die 15-jährigen Zwillinge Therese und Hanna Pleyer sowie die 14-jährigen Sophia Müller und Teresa Ramme von der Romain-Rolland-Oberschule. Die vier jungen Damen hatten unter dem Teamnamen „Die wilden Kerle“ den Wettbewerb bei den Mädchen der Jahrgänge 1998/1999 für sich entschieden. „Wir waren auch in den letzten Jahren bei den School-Finals mit dabei – allerdings damals noch in unterschiedlichen Teams“, verriet Therese Ramme. „Uns macht das hier unheimlich viel Spaß, weil Streetball einfach ein tolles Spiel ist.“

Von den School-Finals-Berlin und erstaunlichen Erkenntnissen

Wedding. Beim zweiten von vier Vorentscheiden der diesjährigen School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event der Hauptstadt, auf Streetball WE3 Webdem Kissingen-Sportplatz in Pankow am Freitag, 31. Mai waren auch sieben Teams aus Weddinger Schulen mit am Start: Vier von ihnen qualifizierten sich sogar für die Endrunde, die am Donnerstag, 13. Juni von 9 Uhr an im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf ausgetragen wird.
Die Carl-Krämer-Schule aus dem Soldiner Kiez war mit drei Teams – elf Schülern – vertreten: Die „CK-Girls“ (Jahrgänge 2000/2001) und die „Streetgirls“ (2002/2003) schafften ebenso den Sprung ins Finale wie die Jungen „Dunking Boys“ (2000/2001). Die Jungen „Power Bulls“ (1998/1999) der Ernst-Reuter-Schule komplettieren das Weddinger Teilnehmerfeld im Finale. In insgesamt zehn Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, waren auch bei diesem Vorentscheid, an dem 76 Mannschaften teilgenommen hatten, die Sieger ermittelt worden. Doch die School-Finals waren und sind auch in ihrem 20. Jahr ein Event, bei dem es um ganz andere Dinge als ums Gewinnen und Verlieren geht: „Für viele meiner Schüler ist es das erste Streetballturnier“, sagt Olivia Neubauer. „Und dann gleich ins kalte Wasser geworfen zu werden, indem man ihnen sagt, dass sie ohne Schiedsrichter spielen und sich auf dem Platz mit ihren Gegnern selbstständig einigen müssen, ist für einige nicht ganz einfach.“