Herbstmeister CFC Hertha 06 gewinnt auch das 42. Hallenturnier für Landesligisten

Brandenburg03 2 WebCharlottenburg. Der Charlottenburger Fußballclub (CFC) Hertha 06 hat am Sonnabend, 19. Januar das 42. Hallenturnier für Landesligisten für sich entschieden: Im Finale setzte sich das Team von der Brahestraße mit 4:3 gegen den 1. FC Galatasaray Spandau durch.
„Natürlich hat der Hallenfußball nicht so einen Stellenwert wie die Saison auf dem Feld“, erläuterte CFC-Coach Erkan Erdem am Rande des Turniers in der Schöneberger Sporthalle. „Aber wir wollen uns überall dort, wo wir antreten, auch so gut wie nur möglich verkaufen. Und das haben wir heute – abgesehen von unserem ersten Spiel – auch getan.“ Der CFC hatte sich in der Gruppenphase nach einem 0:3 zum Auftakt gegen den BSV Al-Dersimspor enorm gesteigert und durch Siege über den Mariendorfer SV (2:0) und den Nordberliner SC (3:1) das Halbfinale erreicht. Dort triumphierte man über den Spandauer SV, der das technisch versierteste Team gestellt hatte und allerorten als Topfavorit galt, mit 2:1, bevor man sich in einem spannenden und torreichen Finale den Titel sichern konnte. Der zweite Charlottenburger Vertreter, Brandenburg 03, war nach drei Niederlagen gegen den Spandauer SV, Galatasaray und die Sportfreunde Kladow bereits in der Gruppenphase gescheitert. Der SC Charlottenburg hatte sich gar nicht erst für diese Endrunde qualifizieren können.

Von der Leidenschaft Tischtennis und einem 90. Geburtstag

Wedding. Klaus Passow hat ein Problem: Montags ist beim BSC Rehberge Tischtennistraining – und Passow lässt für gewöhnlich KlausPassow3 Webkein Training aus. Am 4. Februar wird er es aber ausfallen lassen müssen. Denn dann feiert Klaus Passow seinen 90. Geburtstag. „Meine Frau schimpft immer mit mir, wenn ich zum Training gehe. `Du hast doch einen Vogel´ sagt sie dann. `Tischtennis – und das in Deinem Alter´.“
Im September 1952 war der damals 29-jährige Passow in den BSC Rehberge eingetreten. Dort spielte er zunächst Handball, bevor er relativ schnell in die Tischtennisabteilung wechselte. „Ich habe eigentlich schon als kleiner Junge und später dann auch beim Militär Tischtennis gespielt. Vermutlich war es deshalb folgerichtig, dass ich später wieder beim Tischtennis gelandet bin.“ In jungen Jahren hatte sich der gebürtige Charlottenburger bereits beim Turnen und im Rugby ausprobiert. Von 1955 an war Passow dann 30 Jahre lang Vorsitzender der Tischtennisabteilung – von 1980 bis 1990 Vorsitzender des Gesamtvereins. In den Jahren 1983 und 1984 war der heutige Ehrenpräsident federführend am Bau des Vereinsheims beteiligt. „In dieser Zeit – ich war für rund ein Jahr arbeitslos – habe ich nahezu Tag und Nacht auf dem Bau verbracht. Er war so etwas wie eine Herzensangelegenheit.“

Tegeler Schachspieler peilen Bundesliga-Aufstieg an

Schach4 WebTegel. Die Schachspieler vom SK König Tegel haben durch einen 5½:2½-Erfolg über die zweite Mannschaft vom Hamburger SK die Tabellenführung in der 2. Bundesliga Nord erobert. Dabei profitierten die Tegeler von der Niederlage des bisherigen Spitzenreiters SSC Rostock 07 beim Schachklub in Zehlendorf und haben nun den Aufstieg in die 1. Bundesliga nach 5. von 9. Spielrunden wieder selbst in der Hand.
„Nach unserer bislang einzigen, wenn auch sehr unglücklichen Saisonniederlage gegen Rostock im November war klar, dass wir nicht der Topfavorit für den Aufstieg sein werden“, hatte der Vorsitzende vom SK König Tegel, Manfred Rausch, noch während der Partie gegen die Gäste von der Elbe am Sonntag, 13. Januar in der Freizeitstätte Alt-Tegel 43 tief gestapelt. Nun haben sich die Vorzeichen durch die Niederlage der Rostocker zwar wieder geändert. Rausch sieht das Ganze aber keineswegs verbissen: „Im Sport steigt man auf und wieder ab. So ist das eben. Und wir gelten ohnehin als eine so genannte Fahrstuhlmannschaft: ein Jahr rauf – das nächste wieder runter.“

Füchse Berlin wollen mit Vereinsheimneubau das Klubleben konzentrieren

Die Füchse Berlin Reinickendorf, mit rund 2800 Mitgliedern in 19 Abteilungen einer der größeren Sportvereine in Berlin, erwarten Steffel Webnicht zuletzt auch aufgrund ihres Vereinsheimneubaus am Freiheitsweg ein ereignisreiches Jahr 2013. Grund genug, dass sich ihr Präsident Dr. Frank Steffel in einem Interview einigen Fragen stellte.

Die Handballer der Füchse haben durch die Erfolge der letzten Jahre ihren Klub europaweit wieder zu einer Marke gemacht. Wie schaffen Sie den Spagat, die Handballmänner in der europäischen Spitze zu etablieren, ohne dabei das Gros Ihrer Mitglieder und den Breitensportgedanken aus den Augen zu verlieren?

Dr. Frank Steffel: Kinder- und Jugendarbeit sowie der gesamte Bereich des Breitensports sind das Wesen eines Vereins und werden bei uns stets im Mittelpunkt stehen. Allein unser Standort verpflichtet uns dazu, auch einen Beitrag zur Integration und Erziehung zu leisten. Wir wollen Kindern und Jugendlichen neben ihrem Elternhaus eine zweite Heimat geben. Profisport ist ein positives Abfallprodukt – er darf aber niemals der Sinn eines Sportvereins sein.

Trainer und zahlreiche Spieler haben den Club Italia verlassen –sportliche Zukunft ist ungewiss

ClubItalia3 Halle WebWestend. Das Fußballteam vom Club Italia, im Sommer erst in die Berlin-Liga, die höchste Spielklasse der Hauptstadt aufgestiegen, nachdem man die beste Rückrunde in der Geschichte der Landesliga gespielt hatte, bricht auseinander. Der Grund: das liebe Geld.
Neben zahlreichen Spielern, die das Team bereits verlassen haben und aus dem Verein ausgetreten sind, verlässt nun auch Trainer Dragan Kostic den Klub. „Die halbe Mannschaft hat sich in der Winterpause verabschiedet. Ich hätte sehr gern weitergemacht. Unter diesen Umständen macht es aber auch für mich überhaupt keinen Sinn, die Truppe weiter zu trainieren.“ Der Grund für den Abgang so vieler Spieler sollen zu hohe finanzielle Erwartungen gewesen sein, die der Klub in dieser Form nicht erfüllen wollte und konnte. „Mir war klar, dass bedeutend weniger Geld als in der Vergangenheit gezahlt werden sollte“, erinnert sich Kostic. „Der Verein hat mit offenen Karten gespielt und den Spielern gesagt, dass nur wenig Geld zum Verteilen da ist. Die Erwartungen der Jungs sind da wohl gänzlich andere gewesen.“