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Für die Füchse zählt auch in der neuen Saison nur der Klassenerhalt

Reinickendorf. Wenn am Sonnabend, 10. August die neue Saison der Berlin-Liga beginnen wird, dann hoffen die Fans der Füchse Fuechse1 WebBerlin vermutlich nur eines: bloß nicht wieder bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern müssen.
In den vergangenen beiden Spielzeiten sicherten sich die Grün-Weißen den Verbleib in Berlins höchster Spielklasse jeweils in buchstäblich allerletzter Sekunde. Doch während die Anhänger der Füchse auf weniger Dramatik hoffen, sieht Coach Torsten Lindhammer die Situation äußerst gelassen: „Für mich ist nur wichtig, dass wir am Ende drei Teams hinter uns lassen und die Klasse halten werden. Wenn das schon fünf Spieltage vor Saisonende gelingen sollte – prima! Und wenn es doch erst wieder am letzten Spieltag klappen sollte, dann ist das für mich auch in Ordnung.“
Allerdings wird die Mission Klassenerhalt auch in der Saison 2013/2014 alles andere als einfach. Denn die Füchse haben zahlreiche Abgänge zu verzeichnen: „Ich möchte mal sagen, dass rund die Hälfte des Teams gegangen ist“, stellt Lindhammer ganz nüchtern fest. Darunter befinden sich unter anderem Leistungsträger wie Florian Hube, Sascha Schrödter und Ayman Ben-Abdallah. „Wichtig ist mir aber, dass wir viele der jüngeren Garde halten konnten. Um sie herum werde ich versuchen, ein neues Team aufzubauen.“

Einziger namhafter Neuzugang ist momentan Angreifer Ayman Ben-Hatira, der von der TSG Neustrelitz zu den Füchsen zurückkehren wird. „Mit ihm haben wir einen neuen Leitwolf im Team. Darüber hinaus wollen wir aber noch den einen oder anderen Spieler holen, der Führungsqualitäten besitzt.“
Lindhammer betont aber auch, dass bei den Füchsen die Zeiten, als zum Teil sehr viel Geld in neue Spieler investiert worden ist, definitiv vorbei sind. „Wir wollen auf ein Prämiensystem umschalten. Ist der Erfolg da, bekommen die Jungs auch ein bisschen Taschengeld. Dass Spieler dafür bezahlt, dass sie zum Training kommen und am Wochenende lustlos dem Ball hinterher rennen, wird es definitiv nicht mehr geben.“
Lindhammer versucht viel mehr, junge Spieler ins Team zu integrieren: Allein sechs Akteure aus dem eigenen Nachwuchs werden in der neuen Saison zum Kader der 1. Herren gehören. „Dann haben wir viele Spieler der Jahrgänge 1992 und 1993 im Team, die ihr erstes oder zweites Jahr Berlin-Liga spielen werden. Mit diesen Jungs wird es natürlich schwer, auf Anhieb erfolgreich zu sein.“
Wer für die Füchse Berlin die ernsthaftesten Konkurrenten im Abstiegskampf sein könnten, vermochte Lindhammer indes noch nicht zu sagen: „Die Berlin-Liga ist doch eine riesige Wundertüte. Niemand weiß zum jetzigen Zeitpunkt, welcher Verein welche Spieler holen wird und wie stark die einzelnen Teams dann sein werden. Und eigentlich ist es mir auch egal. Ich kümmere mich um meine Mannschaft. Den Rest kann ich ohnehin nicht beeinflussen.“
Zum Auftakt kommt es gleich zu einem Derby: Am Sonnabend, 10. August empfangen die Füchse von 14 Uhr an den Nordberliner SC auf dem Sportplatz am Freiheitsweg.