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Spreefüxxe starten grandios in die Saison der 2. Handball-Bundesliga

Spreefuexxe1 Weisheitel WebCharlottenburg. Die Füchse Berlin, im Volksmund auch Spreefüxxe genannt, haben in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen den zweiten Sieg im zweiten Spiel errungen.
Vor rund 300 Zuschauern in der Sporthalle Charlottenburg setzte sich die Truppe um Trainer Dietmar Rösicke am Sonnabend, 21. September souverän mit 27:19 (14:7) gegen die HSG Ober-Eschbach durch. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, äußerte sich ein glücklicher Coach am späten Samstagabend. Allerdings war zu bemängeln, dass die Gastgeberinnen in der Offensive zu viele Chancen ungenutzt ließen. „24 Fehlwürfe sind natürlich viel zu viel. Aber in der Abwehr standen wir auch heute wieder sehr gut.“ Da die Partie bereits Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 23:15 entschieden war, nutzte der Coach die Gelegenheit und wechselte munter durch, um allen Spielerinnen seines Kaders Einsatzzeit zu geben.
„Das waren zwei starke Leistungen zum Saisonauftakt“, freute sich auch Managerin Britta Lorenz. „Diese beiden Spiele haben gezeigt, dass wir in diesem Jahr eine tolle und kompakte Mannschaft zur Verfügung haben, die nicht nur aus sieben, sondern aus 14 nahezu gleichwertigen Spielerinnen besteht. Sie alle haben eine wichtige Rolle in diesem Gefüge und können einem Spiel ihren Stempel aufdrücken.“


Mit der 29-jährigen Rückraumspielerin Christine Beier wechselte eine erfahrene Akteurin vom Frankfurter HC nach Berlin, die von ihren neuen Mannschaftskolleginnen sofort zur Spielführerin gewählt wurde. „Christine war natürlich sehr überrascht über ihre Wahl. Aber da sie ein sehr einfühlsamer Mensch ist, der stets auf die anderen achtet, aber auch sagt wo es langgeht, hat sie innerhalb der Mannschaft sofort Eindruck hinterlassen“, schwärmt Britta Lorenz. Nicht zuletzt die Wechsel von Julia Goldhagen und Vivien Schwarz vom TSC Berlin zeigen aber auch, dass man bei den Spreefüxxen auf dem besten Weg ist, die Kräfte der Stadt zu bündeln. „In der Vergangenheit haben immer wieder die besten Berliner Handballerinnen die Stadt verlassen, um Bundesliga-Handball zu spielen. Natürlich ist es unser Ziel, die stärksten Spielerinnen in Berlin zu halten. Und das geht am besten, wenn man erfolgreich Handball spielt – irgendwann dann vielleicht auch in der 1. Bundesliga.“ Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die Spielerinnen erkennen, wo sie sich am besten weiter entwickeln können. Dass alle Vereine dabei an einem Strang ziehen, ist eher unrealistisch. „Als ich vor Jahren aus Flensburg nach Berlin kam, hat mich diese Art, dass jeder Klub sein eigenes Süppchen kocht, schon ein wenig irritiert“, erinnert sich Britta Lorenz. „Es gab kaum Absprachen, keine gemeinsamen Ziel. Heute bin ich schon glücklich darüber, wenn man Verständnis für uns hat, dass die besten Spielerinnen bei uns spielen, um sich entsprechend weiter entwickeln zu können.“
Wesentlich bei der Umsetzung dieses Ziels, ein Klub für ganz Berlin zu sein, ist auch und ganz besonders der Spielort: „Wir haben uns vor drei Jahren ganz bewusst für die Mitte der Stadt entschieden, um kein Reinickendorfer oder Lichtenberger, sondern ein Klub für ganz Berlin zu sein. Diese Halle ist großartig und für alle unsere Fans gut erreichbar.“ Und mit ihr ist ein Traum verbunden, den sowohl die Managerin als auch Coach Dietmar Rösicke haben: ein Bundesligaspiel in einer ausverkauften Sömmering-Sporthalle bestreiten. Spätestens dann wären die Füchse im Berliner Frauenhandball das, was die Männer bereits sind: ein richtiger Hauptstadtklub.