FC Brandenburg 03 verliert Kellerduell

Charlottenburg. Die Fußballer vom FC Brandenburg 03 haben am Sonntag, 2. November das Kellerduell der Landesliga gegen den B03-Union WebAufsteiger SC Union 06 mit 0:1 (0:0) verloren und rutschten nach dem zehnten von insgesamt 30 Spieltagen auf den vorletzten Tabellenplatz ab.
Die vermutlich spielentscheidende Szene auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße sahen die Zuschauer in der 40. Minute, als Brandenburgs Sebastian Pfau nach wiederholtem Foulspiel von Schiedsrichter Oktay Erol die Gelb-Rote Karte sah. Fortan mussten die 03er auf einem schwer bespielbaren Rasen über 50 kräftezehrende Minuten lang mit nur zehn Mann auskommen. Nahezu folgerichtig ging der Gast aus Moabit nach 53 Minuten durch ihren Torjäger und Mannschaftskapitän Paul Albers mit 1:0 in Führung.
Doch wer nun dachte, dass die Truppe um Trainer Martin Brosda die Köpfe hängen lassen würde, sah sich getäuscht: Plötzlich agierten die Gastgeber wesentlich couragierter als in der zurückliegenden knappen Stunde. Sie marschierten mutig nach vorn, ließen den Ball laufen, gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe.

SC Union 06 gewinnt Kellerduell und verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Moabit. Der SC Union 06 hat am zehnten Spieltag der Fußball-Landesliga das Spiel beim FC Brandenburg 03 am Sonntag, 2. Union-B03 WebNovember mit 1:0 (0:0) für sich entschieden und damit wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.
„Für uns war heute wichtig, den Kampf anzunehmen. Das haben wir getan und deshalb auch nicht unverdient die drei Punkte mitgenommen“, freute sich SC-Coach Benjamin Kandler. Der Aufsteiger aus Moabit agierte auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße in Charlottenburg nach der Gelb-Roten Karte für Brandenburgs Sebastian Pfau 50 Minuten lang in Überzahl, tat sich über weite Strecken der Partie aber dennoch unheimlich schwer. „Manchmal ist es einfach so, dass die Mannschaft in Überzahl nicht in der Lage ist, diese gut auszuspielen, zu Torchancen zu kommen und die Partie frühzeitig zu entscheiden“, erläuterte Kandler. „Man hat heute zwei Teams gesehen, die im wahrsten Wortsinn gegen den Abstieg kämpfen. Das hatte wenig mit Fußball zu tun.“ Und doch war es der SC Union, der mit einem von wenigen richtig guten Spielzügen die Partie für sich entscheiden konnte: Torjäger und Kapitän Paul Albers erzielte mit seinem sechsten Saisontreffer in der 53. Minute das Tor des Tages. In der Folge konnte sich ein couragiert auftretender FC Brandenburg 03 trotz Unterzahl die eine oder andere Torchance erspielen. Doch letztlich blieb es bei dem nicht unverdienten Erfolg für den SC Union. „Man hat heute auch gesehen, dass wir eigentlich eine Kunstrasen-Mannschaft sind, die sich auf Rasen generell schwer tut“, gestand Coach Kandler ein. „Und hinzu kommt, dass dieser Rasenplatz hier in einem katastrophalen Zustand ist.“

Wittenauer SC Concordia mit gutem Saisonstart und Potential nach oben

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat in der Fußball-Landesliga einen richtig guten Saisonstart hingelegt: Nach neun Spieltagen rangierte die Truppe aus dem Norden Berlins mit fünf Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen auf Platz vier.Conco Mann Web
„Mit dem Tabellenstand und den erzielten Punkten sind wir natürlich sehr zufrieden“, freut sich Concordias Vorsitzender Holger Seidel. „Allerdings haben wir fußballerisch definitiv noch Luft nach oben.“ Mit Ausnahme der ersten Pokalrunde, als man den höherklassigen Berlin-Ligisten FC Internationale im Elfmeterschießen niedergerungen hatte, habe Seidel noch kein Spiel gesehen, in dem seine Wittenauer den Gegner an die Wand gespielt hätten. Der Vorsitzende kennt die Gründe: Aufgrund zahlreicher verletzter oder erkrankter Spieler habe man an den bisherigen neun Spieltagen bereits 22 Akteure einsetzen müssen. „Immer wieder fehlten uns erfahrene und wichtige Stammkräfte. Und so kann sich die Truppe natürlich nicht richtig einspielen“, erklärt Seidel. Besonders das Fehlen von Benjamin Lamprecht schmerzt. Der Angreifer, mit 27 Treffern der Toptorjäger der Vorsaison, absolvierte bis dato nur ein einziges Spiel. Dem Stürmer wurden zwei Weisheitszähne operativ entfernt – allerdings brachen die Wunden wieder auf, so dass an Fußballspielen bis dato nicht zu denken war. „Wir hoffen sehr, dass er bald zurückkehren wird und wir dann noch schlagkräftiger sein werden.“ In dieser Zeit hätten aber auch einige junge Spieler, die man gezwungenermaßen ins kalte Wasser werfen musste, auf sich aufmerksam gemacht: „Jungs wie Nico Schröder oder Tobias Ramm haben gezeigt, dass man künftig auf sie setzen kann.“
Bis zur Winterpause stehen für die Wittenauer noch äußerst interessante Spiele an: An den letzten drei Spieltagen trifft man mit den Füchsen Berlin, dem BFC Preussen und Stern Marienfelde auf die drei Topteams der Liga, die Seidel allesamt als die Favoriten auf Meisterschaft und Aufstieg bezeichnet.

SCC verliert Verfolgerduell und Anschluss an Tabellenspitze

Charlottenburg. Der SC Charlottenburg hat das Verfolgerduell der Fußball-Landesliga beim BSV Al-Dersimspor mit 3:5 (2:1) und SCC Diemer Webdamit vorerst den Anschluss an die Tabellenspitze verloren.
Besonders die Schlussphase einer für die Zuschauer sehr unterhaltsamen Partie auf dem Sportplatz am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg am Sonntag, 26. Oktober hatte es in sich: Das Spiel stand wenige Minuten vor dem Abpfiff 3:3 – ein Ergebnis, das beiden Mannschaften wenig geholfen hätte, den Anschluss an die Spitzenteams zu halten. Entsprechend suchten beide ihr Heil in der Flucht nach vorn und spielten voll auf Sieg. Der entscheidende Fehler in der dritten Minute der Nachspielzeit unterlief dann aber einem SCC-Kicker: Lev Kazarnovski vertändelte am eigenen Strafraum den Ball und ermöglichte es BSV-Angreifer Huzuli Guerbüz, den Ball zum 4:3 zu versenken. Dass die Charlottenburger mit dem anschließenden Anstoß noch einmal alles nach vorn warfen und durch Ardahan Urbayar sogar noch das 3:5 kassierten, spielte keine Rolle mehr.

Nordberliner SC möchte den Tabellenkeller in der Berlin-Liga schleunigst verlassen

Heiligensee. Nachdem der Nordberliner SC mit schlechten Resultaten in die neue Saison der Berlin-Liga gestartet war, hofft man NBSC Zeih Webim Lager der Heiligenseer, dass der 3:1-Auswärtserfolg am Sonnabend, 18. Oktober beim FC Internationale in Schöneberg gleichsam Initialzündung und Wendepunkt bedeuten könnte.
„Wir haben gegen Internationale eine super Mannschaftsleistung gesehen“, freut sich Thomas Hildebrandt, neben Andreas Boldt und Michael Misch einer von drei gleichberechtigten Trainern bei den Nordberlinern. „Und das ist auch genau die Marschroute, wie wir aus dem Tabellenkeller herauskommen wollen: noch enger zusammenrücken, als Mannschaft zusammenstehen und gemeinsam unser Ziel, den Klassenerhalt in Berlins höchster Spielklasse erreichen.“
Der Saisonauftakt verlief alles andere als glücklich: Vor der Partie in Schöneberg gab es nur einen einzigen Sieg, ein Remis, aber schon sechs Pleiten. Hildebrandt kennt den Grund: „Unsere Saisonvorbereitung war einfach schlecht!“ Viele Spieler fehlten, weil sie im Urlaub weilten, verletzt waren oder andere Verpflichtungen hatten. „Erst in den letzten Wochen sind alle so allmählich zurückgekehrt, so dass für uns die Saison jetzt erst so richtig beginnen wird. Was wir gegen Internationale gesehen haben, könnte man als das wahre Gesicht unserer Mannschaft bezeichnen.“