Neuformierter 1. FC Wilmersdorf spielt überraschend starke Hinrunde in der Berlin-Liga

Wilmersdorf. Das hätten wohl nur die größten Optimisten für möglich gehalten: Die Fußballer vom 1. FC Wilmersdorf, die mit Wilmersdorf Bilanz Webeiner völlig neu formierten Mannschaft in die Saison der Berlin-Liga gegangen waren, haben eine überragend gute Hinrunde in Berlins höchster Spielklasse absolviert.
Mit sechs Siegen, vier Remis und sieben Niederlagen belegen die Wilmersdorfer Rang zehn. Der Abstand zum ersten Abstiegsrang beträgt sechs Zähler. „Dass wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits 22 Punkte auf unserem Konto haben, finde ich absolut sensationell. Dafür gibt es einfach kein anderes Wort“, freut sich Trainer Michael Michels, dem ein großes Lob gebührt: Immerhin musste der Coach den Abgang von zehn Stammkräften kompensieren. Und Michels hat es geschafft, aus den vielen Neuzugängen, die bis zum Sommer nahezu alle noch nie auf diesem Niveau gespielt hatten, ein Team zu formen, das nicht nur konkurrenzfähig, sondern auf dem besten Weg ist, das erklärte Saisonziel, den Klassenerhalt zu erreichen. „Mit dieser Punktezahl zum jetzigen Zeitpunkt hat wirklich niemand gerechnet. Und es ist mehr, als wir uns alle erhofft haben.“

Tennis Borussia geht als Tabellenführer in die Winterpause

Charlottenburg. Tennis Borussia Berlin hat in der Berlin-Liga die Herbstmeisterschaft errungen. Die Veilchen kamen gegen den TeBe Bilanz WebTabellenletzten SC Gatow zwar nicht über ein torloses Remis hinaus, profitierten aber davon, dass der Verfolger SV Tasmania beim 0:0 gegen den BFC Dynamo II ebenfalls zwei Punkte liegen gelassen hat.
Mit jeweils 40 Zählern gehen die beiden Topteams an der Tabellenspitze in die Winterpause. Tennis Borussia hat aufgrund der um sechs Treffer besseren Tordifferenz nach 17. von 34. Spieltagen die Nase vorn. Beide Teams haben zwölf Partien gewonnen, jeweils drei endeten Unentschieden, jeweils ein Spiel ging verloren. Da der BSV Eintracht Mahlsdorf auf Rang drei schon acht Punkte zurückliegt, kann man davon ausgehen, dass zwischen TeBe und den Kickern aus dem Norden Neuköllns die Meisterschaft in Berlins höchster Spielklasse und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga ausgespielt werden wird. Dies hatten aber ohnehin alle Experten prognostiziert.

1. FC Lübars spielt starke Hinrunde – Berlin-Liga-Aufstieg nicht völlig unrealistisch

Lübars. Nicht zuletzt der gute Auftritt im altehrwürdigen Mommsenstadion am 30. November, als der 1. FC Lübars den SC 1.FCLuebars Bilanz WebCharlottenburg mit 2:1 bezwingen konnte, hat gezeigt: Die Nordberliner können mit den Spitzenteams in der Fußball-Landesliga nicht nur mithalten – sie haben wie im Vorjahr eine richtig gute Hinrunde absolviert.
„Mit dem bisherigen Abschneiden unserer Mannschaft und der Arbeit von Trainer Thomas Pyrrhus sind wir alle natürlich sehr zufrieden“, freut sich Michael Reinke, Vorsitzender beim 1. FC Lübars. Besonders bei ihren Neuverpflichtungen hätten die Lübarser ein gutes Händchen bewiesen: So ist Angreifer Alexander Beyer, der vom VfB Concordia Britz kam, zurzeit der Toptorjäger der Liga. „Wir hatten an die Mannschaft schon gewisse Erwartungen. Dass aber speziell die neuen Spieler so einschlagen werden, kann man natürlich hoffen, aber nicht wissen.“ Und so hat man in Lübars auch in diesem Jahr wieder eine Truppe aus jungen und erfahrenen Kickern zusammengestellt, die zu harmonieren scheint und – noch wichtiger – Spiele gewinnt.

CFC Hertha 06 gewinnt Duell der Verfolger und klettert auf Rang drei

Charlottenburg. Die Fußballer vom CFC Hertha 06 haben am Sonntag, 30. November das Duell der Verfolger in der Berlin-Liga CFC-Mahlsdorf Webgegen den BSV Eintracht Mahlsdorf mit 2:1 (0:0) gewonnen und kletterten in der Tabelle auf Platz drei.
„Diesen Sieg haben wir uns heute hart erarbeitet und erkämpft“, freute sich ein überglücklicher CFC-Coach Murat Tik kurz nach dem Schlusspfiff auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße. „Wir waren nach dem Rückstand einfach zwingender. Und meiner Mannschaft war der unbändige Wille, dieses Spiel noch drehen zu wollen, wahrlich bis zur letzten Minute anzumerken.“ Martin Kohlmann hatte den Gast aus Mahlsdorf kurz nach der Pause in Führung geschossen (47. Minute). Mehmet Aydin konnte mit einer feinen Einzelleistung ausgleichen (70.). Es lief bereits die Nachspielzeit, als sich der eingewechselte Beyazit Taflan mit einem wahren Kraftakt auf der linken Angriffsseite durchgetankt und nach innen geflankt hatte. Und Can Eryigit erzielte tatsächlich noch den umjubelten Siegtreffer. „Letztlich waren es auf unserer Seite auch die Einwechselspieler, die alle eine Topleistung gebracht und den Unterschied ausgemacht haben“, lobte Coach Tik nicht nur Beyazit Taflan, sondern auch die ebenfalls erst in der zweiten Halbzeit in das Spiel gekommenen Serdar Kucak und Sebastian Ghasemi-Nobakht.
Mit zehn Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen überholten die Charlottenburger, im Sommer erst in Berlins höchste Spielklasse aufgestiegen, den BSV Eintracht Mahlsdorf in der Tabelle und kletterten einen Spieltag vor der Winterpause bei nun mehr 32 Punkten auf Rang drei. Nimmt man Tennis Borussia und den SV Tasmania (beide 39 Punkte) an der Tabellenspitze, die aufgrund ihrer fußballerischen Klasse und ihrer großartig besetzten Teams ohnehin in einer eigenen Liga spielen, aus, dann führt der CFC Hertha 06 nicht nur das Feld der Verfolger an, sondern ist – so ein Zuschauer am Sonntag – sozusagen „the best of the rest!“.

Füchse spielen gute Hinrunde in der Fußball-Landesliga

Reinickendorf. In sämtlichen Berliner Fußballligen steht die Winterpause vor der Tür – Zeit, Bilanz zu ziehen. So auch bei den Derby4 WebFüchsen Berlin, die nach ihrem Abstieg in die Landesliga mit einer komplett neu formierten Mannschaft und einem neuen Trainer in die Saison gegangen waren. Die Bilanz von Coach Guido Perschk ist positiv, wenn auch der eine oder andere Auftritt in den letzten Wochen nicht immer gut war.
„Wir haben unter dem Strich eine richtig gute Hinrunde gespielt“, freut sich der Coach über die Leistungen seines jungen Teams. Immerhin haben sich die Füchse in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga festgesetzt und werden auf einem der ersten vier Plätze überwintern. „Man darf bei dieser Analyse aber nicht vergessen, dass viele meiner Jungs noch nie auf diesem Niveau gespielt haben. Umso überraschender und schöner ist unser bisheriges Abschneiden.“ 
Die Füchse, Traditionsverein und über Jahrzehnte weit über die Grenzen Berlins hinaus das Aushängeschild des Reinickendorfer Fußballs, haben nach ihrem Abstieg aus der Berlin-Liga ihren Kader mal so richtig ausgemistet und sind mit vielen jungen Spielern in die Saison gegangen.