1. FC Lübars will die Konkurrenz erneut überraschen – Saisonziel: Minimum Klassenerhalt

1.FCL-NSC WebLübars. Der 1. FC Lübars geht zuversichtlich in die neue Saison der Fußball-Landesliga. „Ich denke, dass die Mannschaft stark genug sein wird, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben“, ist der Präsident Michael Reinke optimistisch. Sein Trainer Thomas Pyrrhus stapelt indes tiefer: „Für uns geht es vom ersten Tag an um nichts anderes als um den Klassenerhalt.“
Den entscheidenden Grund für den Optimismus des Präsidenten liefert die zurückliegende Saison: Die Lübarser, die von nahezu allen Fachleuten als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt worden waren, absolvierten eine überragende Hinrunde, so dass man im Norden kurzfristig sogar von einem Aufstieg in die Berlin-Liga träumen durfte. „Ja, das stimmt“, erklärt Reinke. „Um Weihnachten herum haben wir uns tatsächlich mit dieser Thematik beschäftigt. Und plötzlich stand auch der eine oder andere Sponsor bereit, der uns im Fall eines Aufstiegs unterstützt hätte“, plaudert Reinke aus dem Nähkästchen.

VfB Hermsdorf startet mit neuem Trainer in die Saison

Hermsdorf. Nachdem Jörg Schmidt 18 Jahre lang als Trainer die Geschicke beim VfB Hermsdorf geleitet hat, beginnt mit dem VfB Hermsdorf-SCB Webneuen Coach Sascha Krakowski ein Stück weit auch eine neue Zeitrechnung. Die Hermsdorfer setzen mit ihrem neuen Trainer weiterhin aber auch auf Kontinuität: Der 39-jährige Krakowski ist schon seit 23 Jahren Mitglied beim VfB.
„Jörg hat in den 18 Jahren enorm große Fußstapfen hinterlassen – das ist uns allen bewusst. Und auch deshalb begegne ich dieser Aufgabe mit einer gewissen Demut“, erklärt Krakowski. Der Wechsel auf der Position des Trainers sorge aber auch dafür, dass alte Strukturen aufgebrochen und neue Einflüsse Einzug halten können: „Jeder kennt das doch aus seinem Privat- oder Berufsleben: Dinge nutzen sich ab. Deshalb bietet dieser Trainerwechsel enorm viele Möglichkeiten. Wir schauen nach vorn und werden unsere eigenen Fußstapfen machen.“

BFC Alemannia und der Absturz in die Fußball-Bezirksliga

Koohgilani WebReinickendorf. Der Abstieg vom Traditionsverein BFC Alemannia 1890 aus der Fußball-Landesliga ist noch nicht verdaut, da hat Hiob im Herzen des Bezirks erneut zugeschlagen: Trainer Jürgen Suchanek, erst im April verpflichtet, hat bereits wieder das Handtuch geworfen.
„Er kam kurz vor unserem Trainingsauftakt zu mir und sagte, dass er aufhört, weil er vom Spandauer SV ein besseres Angebot erhalten habe“, ärgert sich BFC-Präsidiumsmitglied Wolfgang Gröbe. In Spandau soll der 59-jährige Suchanek neben seinem Engagement als Trainer auch einen Job angeboten bekommen haben. Mit Hans Minning hat derweil ein alter Bekannter den Trainerposten beim BFC übernommen: „Ich habe herumtelefoniert wie ein Weltmeister und bin sehr froh, dass Hans Minning zugesagt hat. Wir planen mit ihm für die gesamte Saison und hoffen, dass er das auch tut“, kann sich Gröbe ein wenig Sarkasmus an dieser Stelle nicht verkneifen.

Arbeitsgemeinschaft veranstaltet 16. Fußball-Bezirksmeisterschaft

Reinickendorf. Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Reinickendorfer Fußballvereine veranstaltet am Sonntag, 20. Juli von 10 Uhr an die Bezirkspokal1 Webmittlerweile 16. Reinickendorfer Bezirksmeisterschaft.
Auf der Sportanlage an der Göschenstraße streiten sich acht Teams um die Fußball-Krone des Bezirks: In der Gruppe A treffen der FC Arminia Heiligensee, der VfB Hermsdorf, der SC Borsigwalde und der Frohnauer SC aufeinander. In der Gruppe B werden der MSV Normannia, der Titelverteidiger Nordberliner SC, der 1. FC Lübars und der BFC Alemannia 1890 die Klingen miteinander kreuzen. Im Anschluss an die Vorrunde gegen 14:30 Uhr werden die
Platzierungsspiele für die Ränge drei bis acht direkt im Elfmeterschießen ermittelt, bevor die beiden Gruppensieger im Finale das beste Fußballteam des Bezirks ausspielen werden. Das Turnier endet gegen 16:30 Uhr. Da der Bezirk Reinickendorf mit insgesamt zwölf Fußballvereinen gesegnet ist, war es im Vorfeld zu vier Ausscheidungsspielen gekommen. Dabei hatten die Füchse Berlin, der FCK Frohnau, der RFC Liberta und Concordia Wittenau den Kürzeren gezogen und sich nicht qualifiziert.

Handballerinnen starten Crowdfunding-Kampagne

Beier3 WebReinickendorf. Bereits kurz nach dem Aufstieg der Füchse Berlin in die 1. Handball-Bundesliga der Frauen im Mai hatte Managerin Britta Lorenz im Gespräch bemängelt, dass Frauen im Berliner Spitzensport im Schatten der Männer stehen und kaum von Öffentlichkeit und Sponsoren wahrgenommen werden. Doch anstatt zu Hadern und zu Lamentieren haben die Füchse das Heft des Handelns in die Hand genommen und wollen mit einer Crowdfunding-Kampagne eine größere Öffentlichkeit und mehr Unterstützer zu erreichen.
Offen, sympathisch und berlinerisch – so geben sich die Spielerinnen in einem Werbeclip auf der Internetplattform www.fairplaid.org, in dem sie sich und ihren Sport präsentieren. „Es ist leichter, 50 Menschen zu finden, die 1000 Euro geben, als einen, der 50.000 Euro auf den Tisch legt“, erklärt die Managerin die Hintergründe dieser Idee. Da es in Berlin 124 Bundesligisten in den verschiedensten Sportarten gebe, herrsche ein ständiger Kampf um Sponsoren und Unterstützung. „Und wenn man ehrlich ist, ist der gesamte Berliner Sportmarkt sehr männerorientiert. Und nach den sechs großen Profiklubs gibt es kaum noch Möglichkeiten, Sponsoren für seine Sache zu begeistern.“ Natürlich werden die Spreefüxxe auch in Deutschlands Eliteliga ihre Tugenden wie individuelle Qualität, Teamgeist, den nötigen Willen und Leidenschaft in die Waagschale werfen. Doch Britta Lorenz weiß, dass dies allein nicht reichen wird, um das erklärte Saisonziel, den Klassenerhalt zu erreichen.