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1. FC Lübars will die Konkurrenz erneut überraschen – Saisonziel: Minimum Klassenerhalt

1.FCL-NSC WebLübars. Der 1. FC Lübars geht zuversichtlich in die neue Saison der Fußball-Landesliga. „Ich denke, dass die Mannschaft stark genug sein wird, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben“, ist der Präsident Michael Reinke optimistisch. Sein Trainer Thomas Pyrrhus stapelt indes tiefer: „Für uns geht es vom ersten Tag an um nichts anderes als um den Klassenerhalt.“
Den entscheidenden Grund für den Optimismus des Präsidenten liefert die zurückliegende Saison: Die Lübarser, die von nahezu allen Fachleuten als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt worden waren, absolvierten eine überragende Hinrunde, so dass man im Norden kurzfristig sogar von einem Aufstieg in die Berlin-Liga träumen durfte. „Ja, das stimmt“, erklärt Reinke. „Um Weihnachten herum haben wir uns tatsächlich mit dieser Thematik beschäftigt. Und plötzlich stand auch der eine oder andere Sponsor bereit, der uns im Fall eines Aufstiegs unterstützt hätte“, plaudert Reinke aus dem Nähkästchen.

Die Rückrunde allerdings erdete den 1. FC Lübars wieder. Am Ende landete man mit 13 Siegen, drei Remis und 14 Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz. „In der Rückrunde wussten die Spieler, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden. Die Trainingsbeteiligung sank. Und uns ging buchstäblich die Luft aus“, weiß Reinke zu berichten. Es ist aber kurioserweise auch genau diese sehr gute Hinrunde, die Coach Pyrrhus hingegen Kopfschmerzen bereitet. Denn sie hat im Umfeld Erwartungen geweckt, die sich in dieser Form wohl nicht erfüllen lassen. Denn dafür ist die Konkurrenz in der Landesliga einfach zu stark. Pyrrhus´ Prämisse lautet: keinen unnötigen Druck aufbauen.
Mit Philip und Felix Trampisch sowie Mike Fiedler, die sich den Füchsen Berlin angeschlossen haben, und Marc Neuhaus, der zum VfB Hermsdorf gewechselt ist, haben zudem wichtige Spieler den Klub verlassen. Leistungsträger Kevin Neuhaus wird aus beruflichen Gründen kürzer treten müssen. Mit Kenneth Weise und Sascha Schallert vom Nordberliner SC sowie den Hamburgern Patrick Hendel, Arthur Fell und Max Engelmann konnte der Klub aber auch ein paar neue Spieler gewinnen, die den Kader – so Reinke – qualitativ nicht schlechter machen. „Ich denke, dass wir durchaus das Zeug dazu haben, auch in der neuen Saison einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen.“ Letztlich hinge das aber auch davon ab, wie sich die Konkurrenz verstärken wird. „Und da das niemand so genau weiß, werden wir vermutlich erst im Winter wirklich sehen, wohin die Reise für uns gehen wird.“
Abschließend hadert Michael Reinke noch mit der Mentalität vieler Kicker. Mit dieser Kritik ist er übrigens nicht allein. „Mit den Spielern ist das heutzutage ein großes Problem, weil man einfach keine Vertrauensbasis mehr hat. Heute sagen sie mir zu – und in der nächsten Woche sind sie dann doch ganz woanders. Mündliche Verabredungen zählen nichts mehr. Böse gesagt: Wer zehn Euro mehr gibt, erhält letztlich den Zuschlag.“
Zum Auftakt der neuen Saison empfängt der 1. FC Lübars am Sonntag, 17. August den Aufsteiger SC Union 06. Die Partie auf dem Sportplatz an der Schluchseestraße wird um 13:30 Uhr angepfiffen.