CFC Hertha 06 geht optimistisch in die erste Oberliga-Saison

Charlottenburg. Es ist gerade einmal drei Jahre her, dass der CFC Hertha 06 noch in der Bezirksliga gekickt hat. Und nun, am Sonntag, 16. August, Murat Tik Webbeginnt für diesen Klub erstmals in seiner 109-jährigen Geschichte tatsächlich das Abenteuer überregionaler Fußball.
Die Erfolge der letzten Jahre sind beeindruckend und machen den Neuling selbstbewusst: „Wir wollen bester Berliner Oberligist werden“, sagt der 1. Vorsitzende Ergün Cakir. Diese Zielsetzung ist äußerst mutig, treten in dieser Spielzeit doch insgesamt fünf Klubs aus der Hauptstadt in der Oberliga an – darunter immerhin Größen wie der SV Lichtenberg, der bereits in seine vierte Oberligasaison in Folge gehen und sogar als Favorit auf den Aufstieg gehandelt wird, und Traditionsklub Tennis Borussia Berlin. Aber auch Hertha 03 Zehlendorf und dem BSV Hürtürkel aus Neukölln ist einiges zuzutrauen. Und doch geht Cakir mutig nach vorn und begründet seine Aussage: Schließlich habe man ein harmonisches Team, eine starke Mannschaft und den besten Trainer in ganz Berlin. Und das ist Murat Tik, dem das Kunststück gelang, zweimal in Folge mit den Grün-Weißen aufzusteigen. Im Gegensatz zu seinem Vorsitzenden ist Tik aber ein wahrer Leisetreter: Man wolle einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen, sagt der 41-Jährige und versucht damit, unnötigen Druck von seiner Mannschaft zu nehmen. Und selbst das ist für seine Verhältnisse schon ein mutiges Statement. Immerhin haben 14 Spieler den Klub verlassen. Und Tik muss aus den Akteuren, die dem CFC die Treue gehalten haben, und zwölf Neuzugängen eine Einheit formen.
Besonders schmerzhaft sind die Abgänge von Toptorjäger Mehmet Aydin, der sich dem Lokalrivalen TeBe angeschlossen hat, und Abwehrchef Fetih Yüksel, der künftig für die Spandauer Kickers seine Schuhe schnüren wird. Aydins Abgang hofft man, gut kompensieren zu können: Immerhin konnte Angreifer Sebastian Ghasemi-Nobakht gehalten werden.

Wittenauer SC Concordia visiert Klassenerhalt an und sucht Nachwuchs

Wittenau. In der Rückrunde der abgelaufenen Saison der Fußball-Landesliga holte der Wittenauer SC Concordia nur mickerige acht Punkte, war damit in Madsack3 Webder zweiten Saisonhälfte das schlechteste Team der gesamten Liga, wurde in der Tabelle bis auf Rang elf durchgereicht und musste kurzfristig sogar noch um den Klassenerhalt zittern. Entsprechend selbstkritisch ist man in Wittenau und legt die Messlatte für die im August beginnende neue Spielzeit tief.
„Für uns alle – und damit meine ich die Mannschaft, den Trainerstab, das Umfeld, aber auch uns als Vorstand – war nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde, die wir gegen die späteren Aufsteiger BFC Preussen und Füchse verloren haben, die Luft raus“, erläutert der erste Vorsitzende Holger Seidel ohne Umschweife. „Nach oben war nichts mehr drin. Entsprechend gingen die Trainingsbeteiligung und die Einstellung des einen oder anderen in den Keller. Aber dass wir in dieser Form nach unten durchgereicht werden und drei, vier Wochen vor Saisonende noch um den Klassenverbleib bangen mussten, hätte wohl niemand gedacht.“
Maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt hatte Angreifer Marcel Madsack, der 19 der insgesamt 44 Treffer erzielen konnte. Der Torjäger wird dem Team erhalten bleiben. Sein Sturmkollege Benjamin Lamprecht, der in der vorletzten Saison immerhin 27 Tore geschossen hatte, in der letzten Spielzeit aber nur noch auf drei Treffer kam, wird den Klub hingegen verlassen und nur noch sporadisch in der Freizeitliga dem runden Leder hinterher jagen. Darüber hinaus wird Darius Schlesinger nur noch für die Senioren der Wittenauer kicken. Marcel Papke hat sich dem Nordberliner SC angeschlossen. Patrick Hoffmann wird künftig kürzer treten. Neu im Team sind Kevin Neuhaus, zuletzt VfB Hermsdorf, Dennis Nöske, der von den Füchsen zurückkehrt, sowie Patrick Hauser und Dennis Ummer, ehemals 1. FC Lübars.

Horst-Dohm-Eisstadion war erneut Schauplatz der School-Finals-Berlin

Wilmersdorf. Am 8. und 9. Juli war das Horst-Dohm-Eisstadion erneut Schauplatz der School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event der Hauptstadt. 268 Streetball2 WebTeams, darunter auch zwölf Mannschaften von Wilmersdorfer Schulen, spielten in zwölf Altersklassen ihre Sieger aus. Die beste Platzierung aus Bezirkssicht erzielten dabei die „Schlümpfe“, ein Mädchenteam der Birger-Forell-Grundschule, das in der Altersklasse der Jahrgänge 2002/2003 Rang drei belegen konnte.
„Das Eisstadion hier in Wilmersdorf ist in meinen Augen der mit Abstand genialste Ort für dieses Spiel, den es in ganz Berlin gibt“, sagt der Initiator und Organisator Mathias Ramsauer, während er ins weite Rund blickt und das Stimmengwirr der vielen aufgeregten Schülerinnen und Schüler seine Stimme zu übertönen droht. Zum ersten Mal in ihrer 22-jährigen Geschichte nahmen an dieser Veranstaltung, die von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Kooperation mit dem Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) veranstaltet wurde, auch Teams aus Brandenburg teil. Darüber hinaus gab es erstmals keine Vorrundenturniere, sondern lediglich die Endrunde, die an zwei Tagen ausgespielt wurde.

Charlottenburger Streeballer gehen bei diesjährigen School-Finals leer aus

Charlottenburg. Zum ersten Mal seit Jahren sind Charlottenburgs Schülerinnen und Schüler bei den School-Finals-Berlin, dem Streetball-Event der Aydinoglu4 WebHauptstadt, leer ausgegangen: In keiner der zwölf Altersklassen konnten die Korbjäger des Bezirks im Horst-Dohm-Eisstadion am 8. und 9. Juli triumphieren.
Die besten Platzierungen der insgesamt 16 Charlottenburger Mannschaften erreichten „Das Team dessen Namen nicht genannt werden darf“ mit Schülern der Schiller-Oberschule der Jahrgänge 1997 und älter sowie die „DBV Girls“, Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule und vom Gottfried-Keller-Gymnasium der Jahrgänge 2002/2003, die in ihren Altersklassen jeweils Rang zwei belegen konnten. Am besten waren in diesem Jahr die Schüler aus Prenzlauer Berg, die in insgesamt in vier Altersklassen triumphierten. Ohnehin war in diesem Jahr, dem immerhin 22. der School-Finals-Berlin, veranstaltet von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Kooperation mit dem Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, einiges anders.

Tennis Borussia räumt bei Ehrungen gleich zweimal ab

Charlottenburg. Daniel Volbert, Meistertrainer von Tennis Borussia Berlin, ist zum Amateurtrainer der Saison 2014/15 gewählt worden. Doch damit nicht Volbert2 Webgenug: Bei der Meisterehrung des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) im Landesleistungszentrum am Wannsee am Montag, 13. Juli wurde Michael Fuß, Toptorjäger der Veilchen, zum besten Amateurfußballer der zurück liegenden Spielzeit gewählt.
Damit krönten die beiden Akteure eine für Tennis Borussia herausragende Saison, an deren Ende die Meisterschaft in der Berlin-Liga und der Aufstieg in die Oberliga, und damit die Rückkehr in den überregionalen Fußball, standen. Volbert, der seinen Vertrag unlängst bis zum Sommer 2016 verlängert hatte, verwies Uwe Lehmann vom Oberligisten SV Lichtenberg 47 und Jürgen Franz, der mit den Frauen vom 1. FC Lübars die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord feiern durfte, auf die Plätze zwei und drei. Trainer Murat Tik, der mit dem CFC Hertha 06 nach dem Aufstieg in die Berlin-Liga im Vorjahr nach nur zwölf Monaten direkt in die Oberliga durchmarschiert ist, belegte Rang sechs. Michael Fuß hatte sich gegen Danny Kempter vom SV Lichtenberg 47 und Patrick Brendel vom Regionalligisten BFC Dynamo durchgesetzt.