Ultimate Frisbee ist längst mehr als nur ein Trendsport

Wilmersdorf. Wenn Parkscheiben auf den DiscUrs treffen, wenn sich Teams augenzwinkernd Griffin´s Lehre oder Air Pussies nennen – dann wissen Frisbee WI WebInsider längst: Hier wird Ultimate Frisbee gespielt. So auch am Sonntag, 13. Dezember in der Harald-Mellerowicz-Sporthalle in der Forckenbeckstraße 20.
Zum mittlerweile achten Mal wird die Winterliga Berlin-Brandenburg ausgespielt. 45 Teams aus ganz Berlin, aber auch Greifswald, Leipzig, Rostock und Halle an der Saale sowie aus dem polnischen Stettin nehmen daran teil. Gespielt wird in drei Kategorien, der Open, der Mixed und der Damen Division. Die besten acht Teams jeder Division werden im März in den Playoffs ihre Sieger ausspielen. Doch beim Ultimate Frisbee und in der Winterliga geht es um viel mehr als nur das Gewinnen oder Verlieren. „In den Playoffs, wenn die besten Teams aufeinander treffen, wird richtig guter Sport geboten“, weiß Jessica Neumayer, Mitorganisatorin der Winterliga, zu berichten. „Aber auch dann wird der Umgang miteinander, auf und außerhalb des Feldes, alles andere als verbissen, sondern absolut freundschaftlich sein.“

Hertha 03 Zehlendorf spielt überraschend starke Hinrunde

Zehlendorf. Die Fußballer von Hertha 03 Zehlendorf haben auch das letzte Spiel des Jahres in der Oberliga für sich entschieden und damit den Hertha03 Herbstmeister Webinoffiziellen Titel des Herbstmeisters errungen. Durch Treffer von Cüneyt Top und Niclas Warwel setzten sich die Zehlendorfer am Sonnabend, 12. Dezember auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld gegen den SV Altlüdersdorf durch und überwintern an der Tabellenspitze.
Elf Siege, zwei Remis, nur zwei Niederlagen – das hätten den Zehlendorfern wohl nur die kühnsten Optimisten in dieser Form zugetraut. „Wir haben bis dato eine wirklich herausragend gute Saison gespielt, was – wenn ich ehrlich bin – in dieser Form auch ein klein wenig unerwartet für uns alle ist“, freut sich Teammanager Timo Steinert. Entscheidend für den Erfolg sei nicht nur das Team auf dem Platz, das fußballerisch absolut überzeugt habe, sondern das gesamte Team drum herum: „Die Trainer und Spieler haben einen richtig guten Job gemacht. Aber die Basis für diesen Erfolg haben auch und ganz besonders die Leute gelegt, die es uns ermöglichen, Woche für Woche tolle Bedingungen vorzufinden. Angefangen bei der Betreuerin, dem Physiotherapeuten, unseren Ordner, unseren Mitarbeitern am Einlass – sie alle sorgen dafür, dass die Stimmung im Verein momentan ganz großartig ist.“

U16-Basketballer vom DBV unterliegen ALBA

Charlottenburg. Die U16-Basketballer vom DBV Charlottenburg haben trotz einer guten Mannschaftsleistung das Derby in der Jugend-Basketball-DBV ALBA WebBundesliga (JBBL) gegen ALBA Berlin mit 75:80 verloren.
„Schade, wir waren heute, wie auch schon im Hinspiel, ganz dicht dran“, resümierte DBV-Headcoach Reza Ghasseminia nach dem Spiel. „Ausschlaggebend war, dass wir in entscheidenden Situationen richtig blöde Ballverluste hatten, einfach noch nicht abgeklärt genug waren. Doch das ist kein Problem. Junge Spieler müssen Dinge ausprobieren und dürfen dabei Fehler machen.“ Die besten Schützen im Team des DBV waren Vincent John Friederici mit 24 Punkten sowie Zwillingsbrüder Marc John und Felix Mensing mit jeweils 17 Zählern. „Am Ende interessiert mich nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Charakter: wie gewinnt man, wie verliert man. Und die Mannschaft hat heute wirklich alles gegeben“, erklärte Ghasseminia.
Der 26-Jährige ist erst seit dieser Spielzeit Headcoach in Charlottenburg. „Der DBV hat weit über die Grenzen Berlins hinaus einen richtig guten Ruf, was seine sehr gute und vor allem nachhaltige Nachwuchsarbeit betrifft.

Wittenauer SC steht in Fußball-Landesliga mit dem Rücken zur Wand

Wittenau. Für den Wittenauer SC Concordia geht ein äußerst bescheidenes Jahr zu Ende: Mit nur acht Punkten in der Rückrunde der Vorsaison war Seidel1 Webman in der Tabelle durchgereicht worden und nur aufgrund einer starken Hinrunde nicht abgestiegen. Und nun, nach 13 Spieltagen der neuen Saison, liegt man mit erneut nur acht Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sportjournalist Michael Nittel sprach mit dem Vorsitzenden des Klubs Holger Seidel über ein verkorkstes Jahr 2015, die Chancen auf den Klassenerhalt und darüber, ob die großen Fußball-Verbände, DFB, UEFA und FIFA durch ihr unsägliches Verhalten des Deutschen liebstes Kind, dem Fußball, einen irreparablen Schaden zufügen und ob auch die kleinen Vereine darunter leiden.

Nach 13 Spieltagen liegen Sie sieben Punkte hinter den Nichtabstiegsrängen zurück. Muss man den Wittenauer SC schon abschreiben?

Holger Seidel: Solange es rechnerisch noch möglich ist, den Klassenerhalt zu schaffen, werden wir alles geben und niemanden im Verein sagen hören: Es geht nichts mehr!

1. FC Wilmersdorf macht in der Berlin-Liga Boden gut

Wilmersdorf. Der 1. FC Wilmersdorf hat sich am 15. Spieltag der Berlin-Liga durch ein 1:1 (1:1)-Remis beim SD Croatia in Tempelhof ein wenig Luft im Wilmersdorf Bilanz WebAbstiegskampf verschafft. Doch dass vor dem Klub eine ganz schwere Rückrunde steht, weiß nicht nur sein Trainer Michael Michels.
„Wir haben heute ein richtig gutes Spiel gemacht, dass wir mit ein bisschen Glück gewinnen, aber natürlich auch verlieren können“, freute sich der Coach zunächst einmal über den Punktgewinn am Nikolaustag beim starken Aufsteiger. Kushtrim Ibrahimi hatte die Wilmersdorfer in Führung geschossen, Celal Delikaya für Croatia ausgeglichen. Durch diesen Punktgewinn liegt die Truppe aus dem Volkspark zwei Spieltage vor Abschluss der Hinrunde mit 13 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz und damit vier Zähler vor dem ersten Abstiegsrang. „Wir haben aus den letzten sechs Spielen neun Punkte geholt – das ist sehr ordentlich“, resümiert der Coach.
Ohnehin hat sich in Wilmersdorf in den letzten Wochen einiges getan: Nach der 0:7-Klatsche im Derby beim Berliner SC am 4. Oktober war die Stimmung auf dem absoluten Tiefpunkt: Michels stellte unmittelbar nach der Partie die Vertrauensfrage. Die Mannschaft hatte 48 Stunden Zeit, um zu überlegen, ob es mit Michels weitergehen sollte. Das Team sprach sich für den Coach aus. „In den letzten Wochen haben alle sehr, sehr gut gearbeitet. Jeder Einzelne zieht mit. Und nur so, nämlich gemeinsam, schaffen wir es, die Klasse zu halten.“