Hockeyherren planen direkten Wiederaufstieg in 1. Bundesliga

Grunewald. Am Wochenende startet für die Herren vom TC Blau Weiss Berlin mit zwei Auswärtsspielen die neue Saison in der 2. Feldhockey-Bundesliga. Das Ziel der Truppe vom Grunewald ist klar: der sofortige Wiederaufstieg ins Oberhaus.
„Wir wollen schon so schnell wie möglich – am liebsten natürlich schon in dieser Saison – wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen“, umreißt der sportliche Leiter der Blau Weissen, Hendrik Gay, die Zielsetzung. In der Eliteliga hatte man zuletzt immerhin drei Jahre am Stück gespielt. Für die Mission Wiederaufstieg hat man mit der Verpflichtung des 113-fachen Nationalspielers Pilt Arnold einen Transfercoup gelandet. Der 28-Jährige, der 23 Jahre lang für den Lokalrivalen Berliner HC aktiv gewesen ist, war im Sommer vom Uhlenhorster HC nach Berlin zurück gewechselt. „Mit der Verpflichtung von Pilt haben wir ein eindeutiges Signal gesendet“, erklärt Gay. „Und das heißt nicht nur, so schnell wie möglich wieder aufzusteigen, sondern uns mittelfristig auch in der 1. Bundesliga zu etablieren.“
Die Voraussetzung sind sehr gut: Der TC Blau Weiss verfügt mit Alexander Stahr über einen mittlerweile schon sehr erfahrenen Trainer und über eine junge und hungrige Mannschaft.

100 Jahre Fußball beim VfB Hermsdorf

Hermsdorf. Am Sonnabend, 3. September hat die Fußball-Abteilung vom VfB Hermsdorf mit einem großen Fest ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert.
Pokalfinale2008 WebAm 16. Juni 1916 hatten sich zwölf junge Männer dazu entschlossen, mitten in den Wirren des 1. Weltkrieges, einen Fußballklub, den Hermsdorfer Sport-Club 1916, zu gründen. Dies geschah im Restaurant Knoblich an der Schulzendorfer Straße. 1917 musste der Spielbetrieb aber wieder eingestellt werden, da zahlreiche Mitglieder an der Front kämpfen mussten. Es wird vermutet, dass vier der Gründungsmitglieder nicht lebend zurückkehrten. Aber bereits im Januar 1919 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. „Welcher Lebenswille und Mut spricht aus einer solchen Entscheidung!“, heißt es in einer Chronik des VfB. Dieser damalige Schritt habe auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass Sport und Spiel dabei helfen können, neue Kräfte zu mobilisieren, die täglichen Herausforderungen anzunehmen und einfach Freude zu empfinden. An dieser Bedeutung von Sport hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. 1919 wird der Klub in den Verein für Bewegungsspiele Hermsdorf 1916 umbenannt, um Verwechslungen mit einem Tennisverein namens Hermsdorfer Sport-Club zu vermeiden. Eine Jugendabteilung wird ins Leben gerufen. 1925 pachtet der Klub einen Platz an der Seebadstraße – noch heute die Heimat des VfB.

CFC Hertha 06 fertigt Hansa Rostock ab

Charlottenburg. Fußball-Oberligist CFC Hertha 06 hat am Sonntag, 28. August den FC Hansa Rostock II deutlich und hochverdient mit 4:1 (0:0) wieder zurück an die Ostsee geschickt. Mit drei Nguyen WebSiegen aus zwei Partien hat die neu formierte Truppe um Trainer Hasan Keskin einen tollen Saisonstart hingelegt.
Über eine Stunde lang boten die Herthaner dem Topteam von der Ostsee, das in der zurück liegenden Spielzeit lange Zeit sogar um Meisterschaft und Aufstieg mitgespielt hatte, mit einer konzentrierten und taktisch starken Vorstellung Paroli. Dass Coach Keskin viele Jahre als Nachwuchstrainer gearbeitet und dementsprechend ein Händchen für junge und talentierte Spieler hat – auch deshalb war er übrigens vom CFC verpflichtet worden – zeigte sich auch gegen die U23 von Hansa Rostock: Mit Max Konrad, Marvin Kupfer und Yannick Mastalerz standen gleich drei Spieler in der Startformation, mit denen Keskin schon in der U19 beim FC Viktoria zusammen gearbeitet hatte. Und wenn man allein gesehen hat, mit wie viel Übersicht und Zweikampfstarke Max Konrad gemeinsam mit CFC-Kapitän Demircan Dikmen im zentralen Mittelfeld agierte, dann ist zu vermuten: Mit Coach Keskin und den jungen Spielern werden die Herthaner noch viel Freude haben.

Von der Boxerin Sophie Alisch und einem großen Traum

Tiergarten. Auf den ersten Blick ist Sophie Alisch eine ganz normale 14-Jährige: Die gebürtige Berlinerin lebt in Tiergarten, besucht die 9. Klasse der Evangelischen Schule in Charlottenburg und S.Alisch1 Webin ihrer Freizeit zeichnet sie gern – und das noch nicht einmal schlecht. Doch Sophie hat noch eine ganz andere Leidenschaft: Sie ist Boxerin. Und weil sie auch darin richtig gut ist, kämpft sie auf Empfehlung der Bundestrainer Roland Kubach und Dr. Harry Kappell nur noch gegen die 16- bis 18-Jährigen in der Altersklasse U19. Und das hat es in der Geschichte des Amateur-Frauenboxens noch nie gegeben!
Dass Sophie ein Ausnahmetalent ist, zeigt sich auch daran, dass sie mit erst 12 Jahren – also vor knapp zwei Jahren – mit dem Boxsport begonnen hat. Zuvor hatte sie Tennis gespielt und war – im österreichischen Kitzbühel aufgewachsen – innerhalb allerkürzester Zeit in den Tiroler Landeskader berufen worden. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin besuchte Sophie einfach mal die Boxschule Isigym in Schöneberg und war begeistert. „Ich wusste sofort, dass mir das Boxen viel mehr Spaß macht als Tennis“, erinnert sich Sophie heute. Und alle – auch ihr damaliger Trainer Izzet Mafratoglu – erkannten sofort ihr einzigartiges Talent.

Skate- und Lauf-Biathlon erstmals auch für Rollstuhlfahrer

Wilmersdorf. Unter der Schirmherrschaft des DJK-Sportverbandes Berlin und gefördert von der Aktion Mensch veranstalten der Skate- und Rollsportclub (SCR) und die Schützengilde Berlin am Skate Biathlon1 WebSonntag, 11. September bereits zum 7. Mal einen Skate-, Lauf-und Rollstuhl-Biathlon. Wie es die neue Namensgebung schon verrät, werden in diesem Jahr im Horst-Dohm-Eisstadion erstmals auch Rollstuhlfahrer an den Start gehen können. Entsprechend wird diese Veranstaltung im Rahmen der Inklusionswoche Berlin durchgeführt.
Laufend, skatend oder mit dem Rollstuhl begibt sich jeder Teilnehmer zunächst auf einen Rundkurs, bevor am Schießstand mit dem Lichtpunktgewehr eine ruhige Hand und Treffsicherheit gefragt sein werden. Für passionierte Schützen ist dieser Wettbewerb eine enorm gute Herausforderung, weil der zuvor mächtig in Unruhe gebrachte Puls am Schießstand möglichst schnell heruntergefahren werden muss – ein gutes Training für jeden Wettbewerb, in dem jeder Schütze in der Lage sein muss, innere Unruhe, Druck und Nervosität schnell zu verarbeiten. Und gute Skater oder Läufer werden am Schießstand ohnehin große Mühe haben, trotz zitterndem Händchen mit dem Laser des Lichtpunktgewehres die Scheiben zu treffen.