Skate-Biathlon beim DJK Spandau

Spandau. Seit mittlerweile sechs Jahren gibt es beim DJK Spandau ein Freizeitsportangebot, das in dieser Form berlinweit nach wie vor einzigartig ist: Skate-Biathlon – eine faszinierende DJKSpandau1 WebKombination aus der Dynamik des Skatens sowie der Ruhe, Konzentration und Präzision des Schießens.
„Wir haben damals mit drei Leuten angefangen“, erinnert sich der Initiator, Trainer und Abteilungsleiter Thomas Bialkowski. Heute kommen bis zu 35 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer zum wöchentlichen Training – interessanter Weise der überwiegende Teil davon Kinder und Jugendliche. „Es kommen aber auch immer wieder neue Leute dazu – oft auch Eltern mit ihren Kindern – und das freut uns natürlich sehr.“ Beim Training werden Grundkenntnisse des Skatens und des Schießens vermittelt: Ob Fallübungen auf Matten, das Bremsen ohne einen rettenden Laternenmast in der Nähe, der Stehend- und der Liegendanschlag, die richtige Atmung, die Kontrolle des Pulses, das Zielen, Abdrücken und Nachhalten – im Mittelpunkt steht ein breitensportorientiertes Training, bei dem der Spaß im Mittelpunkt steht. Geschossen wird mit Lichtpunktgewehren mit einem ungefährlichen Laser. Offizielle Meisterschaften gibt es im Skate-Biathlon noch nicht. Der DJK präsentiert sich und sein Angebot auf Kinder- und Sportfesten oder reist zu Skate-Biathlon-Veranstaltungen in andere Bundesländer wie zuletzt nach Witzin in Mecklenburg-Vorpommern.

Für den VfB Hermsdorf startete das Abenteuer Landesliga

Hermsdorf. Geht es Ihnen auch so: Man schaut sich die Ergebnisse eines Berlin-Liga-Spieltages an und fragt sich unweigerlich: Wie hat eigentlich Hermsdorf gespielt? Und dann fällt es einem VfBH1 Webwieder ein: Ach ja! Nach unglaublichen 18 Jahren ist der VfB im Sommer in die Landesliga abgestiegen.
72 Vereine haben seit ihrer Gründung im Jahr 1992 in der Berlin-Liga, ehemals Fußball-Verbandsliga gekickt. Und in der so genannten „Ewigen Tabelle“ steht der VfB mit 249 Siegen aus 630 Partien noch immer auf Platz eins. Doch jetzt ist es an der Zeit, die Nostalgie vorübergehend zur Seite zu schieben und sich mit den Fakten auseinanderzusetzen: Wohin wird die Reise gehen? Holger Seidel, Vorsitzender des Ligakonkurrenten und Nachbarn Wittenauer SC, glaubt, dass der VfB um den Wiederaufstieg mitspielen könnte. Aus dem Lager der Hermsdorfer hört man eher bescheidenere Töne: sich erst einmal an die neue Liga gewöhnen, sich konsolidieren. Schließlich gab es schon manch anderen Traditionsklub, der nach einem Abstieg und einem personellen Umbruch durchgereicht worden ist. Die Hermsdorfer müssen sich dabei nur in der Nachbarschaft umschauen: Der BFC Alemannia galt immerhin 16 Jahre lang als Inventar von Berlins höchster Spielklasse, liegt in der „Ewigen Tabelle“ noch immer auf Platz acht, kickt mittlerweile aber nur noch in der Kreisliga A.

Berliner SC triumphiert beim BSV Hürtürkel

Grunewald. Der Berliner SC hat am Sonntag, 21. August sein Gastspiel in der Berlin-Liga beim Oberliga-Absteiger BSV Hürtürkel hochverdient mit 5:2 (2:2) gewonnen. Mit sechs Punkten aus drei Arnst1 WebPartien ist das neu formierte Team um das Trainerduo Andreas Weiß und Wolfgang Sandhowe damit gut aus den Startlöchern gekommen.
„Der Sieg geht letztlich auch in dieser Höhe absolut in Ordnung“, freute sich Andreas Weiß kurz nach der Partie auf dem Neuköllner Hertzbergplatz. „Aber noch mehr als dieser Erfolg freut mich die tolle Moral unserer Truppe, die es geschafft hat, nach einem 0:2-Rückstand noch mal zurück zu kommen und die Partie auf beeindruckende Weise zu drehen.“ Stefan Gehring mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeit und dem 3:2 nach knapp einer Stunde sowie Vincenzo Ferrera und BSC-Kapitän Louis Arnst drehten mit ihren Toren die Partie zugunsten der Wilmersdorfer. „Wir waren giftig, hatten hinten heraus auch die Körner und das berühmte Funkeln in den Augen. Das alles hat mir heute richtig gut gefallen“, erläuterte Weiß.
Nach drei Spieltagen in Berlins höchster Spielklasse stehen für den BSC nun zwei Siege und eine Niederlage zu Buche. Zufrieden? „Wenn ich ehrlich bin, hätten wir auch das Spiel beim Nordberliner SC zumindest nicht verlieren dürfen. Erst wird uns ein glasklares Tor aberkannt. Und unter dem Strich waren wir auch dort über 90 Minuten das bessere Team.“

Nordberliner SC setzt auf Kontinuität und den Nachwuchs

Heiligensee. Im Sommer spielt der Berliner Fußball regelmäßig verrückt: Tausende von Amateurfußballern pokern um jeden Euro, sind bei dem einen Klub im Gespräch, wechseln dann doch zu NBSC1 Bezirkspokal Webeinem anderen. Einige Vereine tauschen – gezwungenermaßen oder ganz freiwillig – ihren gesamten Kader aus. Nicht so im äußersten Nordwesten der Hauptstadt: Hier heißt das Zauberwort schon seit etlichen Jahren: Kontinuität. Herzlich willkommen beim Nordberliner SC!
Ein einziger Spieler hat den Berlin-Ligisten in diesem Sommer verlassen: Torwart Sebastian Paul hat sich dem Ligakonkurrenten SV Empor angeschlossen. Die restlichen Spieler sind geblieben – viele von ihnen tragen schon seit Jahren das gelb-blaue Trikot, stammen zu großen Teilen aus dem eigenen Nachwuchs. Und die Arbeit dort wird nicht nur im Bezirk, sondern im gesamten Berliner Fußball hoch geschätzt. Und so sind die Schlüssel des Erfolgs am Elchdamm schon seit Jahren Kontinuität und der Fokus auf den Nachwuchs. So stießen vor der Saison mit Emre Atdere vom 1. FC Wilmersdorf, Hendrik Herzog vom Friedenauer TSC und Kaan Özdemir von den A-Junioren des Berliner AK nur drei auswärtige Spieler zum Kader. Darüber hinaus holte Coach Mario Kreisel auch in diesem Jahr nicht weniger als fünf Kicker aus der eigenen Jugend: Brian Bremer, Enes Cakir, Simon Majewski, Emre Tös und Paul Kramer heißen die Jungs, die auf ihre Chance lauern.

Neu formierter 1. FC Wilmersdorf verliert zum Saisonauftakt

Wilmersdorf. Der 1. FC Wilmersdorf hat den Auftakt in die neue Berlin-Liga-Saison verpatzt: Die Truppe aus dem Volkspark unterlag auf eigenem Platz am Sonnabend, 13. August dem Aufsteiger 1.FCW Makkabi WebTuS Makkabi leistungsgerecht mit 0:2 (0:0).
Hätten die Wilmersdorfer auch am Sonnabend nicht ihr obligatorisches rotes Trikot mit dem seit Jahren bekannten Schriftzug ihres Sponsors getragen, so hätte sich manch ein FC-Fan fragen können: Wer sind eigentlich unsere Jungs? Denn im Sommer hat sich das Gesicht des Teams radikal verändert: Mehr als 20 (!) Spieler haben den Klub verlassen – die neuen Verantwortlichen, das Trainerduo Mohamad Yassine und Marcello Bellomo sowie Teammanager Serkan Dinckan verpflichteten nahezu ebenso viele neue Akteure. Und aus denen gilt es nun, ein schlagkräftiges und konkurrenzfähiges Team zu formen. Dass das mindestens noch ein paar Wochen dauern wird, zeigte sich auch in der Partie gegen dem Aufsteiger: Obwohl der TuS Makkabi auf einige Leistungsträger verzichten musste, zeigte das Team aus dem Westend die reifere Spielanlage und entführte durch zwei Tore von Aristote Kukanda völlig verdient die drei Punkte.