Hertha 03 strebt Aufstieg in die Regionalliga an

Zehlendorf. Hertha 03 Zehlendorf überwintert in der Fußball-Oberliga mit 24 Punkten auf Platz sechs und bleibt dennoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dass der Vertrag des bisherigen Schatte Web kleinTrainers Markus Schatte aufgelöst worden ist und er ab dem 1. Januar durch den bisherigen U17-Coach Alexander Arsovic ersetzt werden wird, hat damit allerdings nur bedingt etwas zu tun.
„Es ist richtig, dass wir mit der Hinrunde nicht vollends zufrieden sind“, erklärte Teammanager Timo Steinert. Ein schwacher Saisonstart, fehlende Konstanz, aber auch das Verletzungspech seien die ausschlaggebenden Gründe, dass das Team dem ausgegebenen Saisonziel, die 60-Punkte-Marke zu knacken, hinterher hinke. Exemplarisch für die Verletzungssorgen nannte Steinert Innenverteidiger Dennis Dombrowe, der die komplette Hinrunde ausgefallen war. „Qualitativ war unser Kader aber gut genug aufgestellt, um die Ausfälle theoretisch kompensieren zu können. Praktisch ist uns dies aber leider nicht gelungen.“ Besonders bitter auch das erneute Ausscheiden im Pokal gegen einen Berlin-Ligisten. „Natürlich wollten wir im Pokal überwintern und das Maximale erreichen. Auch deshalb war das Aus enttäuschend. Man muss aber auch sagen, dass Tasmania, ebenso wie der BFC Preussen im Vorjahr, keine typischen unterklassigen Gegner waren, sondern fußballerisch sehr starke Teams. Aber dennoch hätten wir auch dieses Spiel gewinnen müssen – diesen Anspruch haben wir an uns selbst“, stellte Steinert ohne Umschweife klar. Unabhängig vom bisherigen Abschneiden bescheinigte Steinert dem scheidenden Coach eine großartige Arbeit: „Markus Schatte hat in den letzten zwei Jahren sehr viel bewirkt. Er hat die Mannschaft auf ein fußballerisches Niveau gehoben, wie es in der Oberliga kaum zu finden ist.“


Eine Aussage von Präsident Kamyar Niroumand brachte die Steine in Sachen Trainerwechsel erst ins Rollen: Niroumand möchte im März für drei weitere Jahre als Präsident wiedergewählt werden und hat für diesen Zeitraum den Aufstieg in die Regionalliga als klar definiertes Ziel ausgegeben. Da Markus Schatte aber ein Verfechter der These sei, dass ein Trainer nie länger als drei Jahre mit einem Team arbeiten sollte, wollte er im Sommer 2017 sein Amt – so Steinert – ohnehin zur Verfügung stellen. Und da die derzeitige Tabellensituation weder nach oben Hoffnungen wecke noch nach unten Gefahren berge, sah der Klub den jetzigen Zeitpunkt für einen Trainerwechsel als ideal an: „Diesen Zeitraum wollen wir nun intensiv nutzen, damit sich die Spieler an die Arbeitsweise des neuen Trainers gewöhnen. Wir wollen neue Impulse setzen, die Spannung hochhalten und sehen, welche Spieler tatsächlich bereit sind, den geplanten Weg in den nächsten Jahren mitzugehen“, unterstrich Steinert.
Für den 34-jährigen Alexander Arsovic, der unter anderem für Babelsberg 03 und Lichtenberg 47 gespielt hat und zuletzt bereits vier Jahre als Nachwuchstrainer bei den Zehlendorfern aktiv war, ist Herthas Oberligateam die erste Station als Herrentrainer. Timo Steinert abschließend: „Durch seine außergewöhnlich guten Leistungen in der Nachwuchsarbeit hat er im Verein auf sich aufmerksam gemacht. Er kennt unseren Klub, lebt unsere Philosophie, weiß, wie junge Spieler ticken und was in ihren Köpfen vorgeht. Alex Arsovic hat die absolute Rückendeckung unseres Vereins und ist genau der richtige Mann für diese Aufgabe.“