Westend: TeBe überwintert auf Platz drei – Stürmer verzweifelt gesucht

Durch einen 1:0-Erfolg im letzten Spiel des Jahres über den SV Altlüdersdorf ist Tennis Borussia Berlin in der Tabelle der Fußball-Oberliga noch einmal geklettert und überwintert mit 36 Punkten auf Brdaric1 WebPlatz drei. Der Ligaprimus Optik Rathenow auf Platz eins ist der Konkurrenz mit 42 Zählern schon ein wenig enteilt.
Mit elf Siegen, drei Remis und drei Niederlage hat TeBe die Hinrunde der Saison 2017/18 abgeschlossen – die Bilanz von Trainer Thomas Brdaric, der Anfang September zum Traditionsklub stieß, liest sich noch ein wenig besser: Zehn Siege, drei Remis und nur eine Niederlage gab es, seit der 42-Jährige das Ruder übernommen hat. Defensiv stehen die Veilchen großartig: Nur 15 Gegentore in 17 Partien sprechen eine deutliche Sprache. Dafür hapert es aber ganz gewaltig im Sturm: Allein in den drei Spielen im Dezember gegen den CFC Hertha 06 (1:0), den SC Staaken (0:0) und gegen Altlüdersdorf erspielten sich die Veilchen etliche hochkarätige Torchancen – am Ende aber standen nur zwei kümmerliche Treffer. Es fehlt ein Torjäger. Und genau den ließ man bekanntlich im Sommer ziehen: Sebastian Huke wechselte zum Lokalrivalen Hertha 03 Zehlendorf und ist mit 15 Treffern schon wieder zweitbester Torjäger der gesamten Liga. Zwischenzeitlich ging sogar das Gerücht, man wolle Huke zurückholen. Aus dem TeBe-Vorstand habe aber niemand den Goalgetter kontaktiert, heißt es.

Reinickendorf: Landesligateams überraschen –Berlin-Liga-Klubs enttäuschen

Unterschiedlicher könnte eine Bilanz über das Abschneiden der Reinickendorfer Fußballteams in der Hinrunde nicht ausfallen: Während der Wittenauer SC Concordia, der VfB Hermsdorf und der Teichfischer1 Bilanz WebFrohnauer SC in der Landesliga auf eine ordentliche bis sehr gute erste Saisonhälfte zurückblicken können, herrscht bei den Füchsen Berlin und dem Nordberliner SC Tristesse: Beide Klubs stecken in der Berlin-Liga in akuter Abstiegsgefahr.
Mit nur zwei Siegen, vier Remis und schon elf Niederlagen überwintert der Nordberliner SC in Berlins höchster Spielklasse auf dem 17. und damit vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zu den Nichtabstiegsrängen beträgt zwar nur vier Punkte – aber die Leistungen der Hinrunde geben momentan nur wenig Anlass zur Hoffnung. Coach Mario Kreisel muss es primär gelingen, in der Vorbereitung die Köpfe seiner Spieler freizubekommen – Fußball spielen können sie. Und schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden.
Auch bei den Füchsen ist man mit der Hinrunde alles andere als glücklich: Nur einen einzigen Zähler liegen die Füchse über dem Strich – allerdings haben sie ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz, da das Duell des letzten Spieltages gegen den SFC Stern 1900 den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war. Coach Kai Brandt wurde mittlerweile durch Guido Perschk ersetzt – der Erfolg hat sich aber noch nicht eingestellt. Das größte Problem der Füchse: zu viele Gegentreffer. 45 Mal musste Schlussmann Angelo Kempf den Ball aus dem Netz holen – damit haben die Füchse die zweitschlechteste Abwehr der gesamten Liga.

Westend: TuS Makkabi krönt glänzende Hinrunde mit einem Sieg

Der TuS Makkabi hat eine überzeugende Hinrunde in der Berlin-Liga mit einem 4:2 (0:1)-Auswärtssieg beim 1. FC Schöneberg abgeschlossen und wird auf dem zehnten Tabellenplatz Cross1 Webüberwintern. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt für die Truppe um Coach Frank Diekmann damit immerhin schon zehn Punkte.
Tomislav Dakic hatte die Gäste auf dem Sportplatz am Vorarlberger Damm am 17. Dezember vor dem Pausentee in Führung geschossen, bevor Sercan Konal und Arda Yasin Sasi die Partie vorübergehend für den Tabellenletzten drehten. Doch Makkabis Kapitän und Führungsspieler Guillermo Padilla Cross sowie Maxim Matuczyk und Djamel Berrahma sorgten letztlich noch dafür, dass der TuS mit einem Sieg in die wohl verdiente Winterpause gehen konnte und unbeschwert Weihnachten feiern darf.
Damit hat der TuS Makkabi eine Hinrunde beendet, die dem Klub wohl nur die kühnsten Optimisten zugetraut hatten: Coach Diekmann hatte nicht nur die Abgänge von zahlreichen Leistungsträgern zu verkraften, sondern musste in allerkürzester Zeit eine Mannschaft formen, deren Akteure zu überwiegendem Teil vor diesem Sommer noch nie in Berlins höchster Spielklasse gekickt hatten. Es gab Partien, in denen mit Guillermo Padilla Cross zwischenzeitlich nur ein einziger Akteur im TuS-Trikot auf dem Rasen stand, der schon Berlin-Liga gespielt hatte. Umso erstaunlicher, dass der TuS die erste Saisonhälfte mit immerhin acht Siegen, keinem einzigen Unentschieden (!) und neun Niederlagen abschließen konnte. 

Schmargendorf: Aufsteiger Berliner SV 92 spielt starke Hinrunde

Der Berliner SV 92 hat mit einem 6:2-Erfolg über den SV Buchholz am 16. Dezember eine großartige Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga gekrönt. Durch diesen Triumph beendet der Aufsteiger BSV2 Bilanz Webein äußerst erfolgreiches Jahr auf Platz drei.
Mit zehn Siegen, zwei Remis und nur drei Niederlagen hätte die Hinrunde nicht besser ausfallen können. „Wir sind mit dem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden. Über die Leistungen und Ergebnisse kann man sich wahrlich nicht beschweren“, freut sich auch Christian Kalden, Vorsitzender der Fußballabteilung und noch immer Spieler der 1. Mannschaft. In acht Spielen der Hinrunde war der 33-jährige Abwehrspezialist zum Einsatz gekommen. „Ich bin ein Auslaufmodell“, sagt Kalden mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Unser Ziel ist ganz klar, ein junges, ambitioniertes Team am Start zu haben. Ich helfe natürlich gern aus und freue mich, noch mithalten zu können. Aber ich muss nicht mehr jedes Wochenende spielen. Die Zukunft liegt bei den jungen.“
Und genau das ist die Philosophie des BSV: Kontinuität heißt das Zauberwort. Die Störche bauen dabei seit mittlerweile drei Jahren auf einen Stamm von Spielern, die das Fundament bilden und als Team weiter entwickelt werden sollen. Mit Nick Bechler vom SC Gatow war lediglich ein Spieler von einem anderen Klub geholt worden. „Hintergrund dieser Verpflichtung war aber nicht nur die Tatsache, dass Nick ein guter und flexibel einsetzbarer Spieler ist, sondern, dass zahlreiche Kumpels von ihm schon bei uns gespielt haben“, verrät Kalden. Parallel zu seinem Engagement in der 1. Herren ist Bechler aber auch als Jugendtrainer beim BSV eingestiegen. Und so schließt sich der Kreis – denn die Ausbildung junger Spieler ist mindestens genauso wichtig wie das Abschneiden der 1. Herren: So stießen mit Severin Koerfer, Niklas Wachsmann und Darien von Dalwigk auch in diesem Sommer wieder drei Spieler aus der eigenen Jugend zum Kader des Bezirksligisten.

Berlin: Sportverbund Berlin feiert einjähriges Bestehen

Am 30. November hat der Sportverbund Berlin im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung sein einjähriges Bestehen gefeiert. Der Zusammenschluss von zurzeit 16 Klubs hat es sich zum Ziel Sportverbund1 Webgesetzt, eine Interessenvertretung der Berliner Sportvereine gegenüber dem Landessportbund (LSB), den Senats- und Bezirksverwaltungen sowie anderen öffentlichen und privaten Gesellschaften zu sein.
Der als Gastredner geladene Ingo Weiß, Präsident des Deutschen Basketballverbandes, stellte in seinem Vortrag unter anderem dar, dass ein Zusammenschluss wie der Sportverbund für die Entwicklung des organisierten Sports eine wichtige Funktion habe: Der Erfahrungsaustausch der Vereine, insbesondere mit den vielfältigen Aufgaben neben dem klassischen Wettkampfbetrieb, sei eine wesentliche Stütze für die Entwicklung des organisierten Sports. Zudem hob er die Wichtigkeit hervor, aktuelle Trends, wie zum Beispiel den E-Sport, intensiv zu betrachten und – mit Unterstützung der Verbände – geeignete Strategien für die jeweils regionale Situation zu entwickeln.
Dem Sportverbund Berlin gehören unter anderem die großen Vereine aus dem Norden wie der VfL Tegel, die Füchse Berlin, der VfB Hermsdorf und der TSV Berlin-Wittenau sowie der SC Charlottenburg, die Turngemeinde in Berlin, der Berliner SV, der SC Siemensstadt und Pro Sport Berlin 24 an. Damit vertritt der Sportverbund mittlerweile die Interessen von rund 65.000 Menschen, nämlich den Mitgliedern dieser Vereine.