Guido Perschk ersetzt Kai Brandt

Reinickendorf. Die Füchse Berlin haben ihren Trainer gewechselt. Der Berlin-Ligist reagierte auf die bis dato schwachen Ergebnisse der bisherigen Saison und trennte sich von Kai Brandt. Der Füchse Trainer1 Webehemalige Coach und jetzige sportliche Leiter Guido Perschk hat übernommen. Ob Perschk das Amt dauerhaft oder nur vorübergehend innehaben wird, soll frühestens Mitte Dezember, vielleicht aber auch erst in der Winterpause geklärt werden.
„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil Kai Brandt einfach ein guter Typ ist und man niemanden von seinen Aufgaben entbindet, den man wirklich mag“, erläutert Perschk, der diese Entscheidung innerhalb der sportlichen Leitung gemeinsam mit Frank Schaaf und dem Vorsitzenden der Fußballabteilung Pierre Schönknecht getroffen hatte. „Die sportliche Situation ist einfach zu prekär geworden – und die Leistungen waren in Summe nicht so, wie wir uns das gewünscht haben.“ Insbesondere das Defensivverhalten der Mannschaft, das Spiel gegen den Ball und die vielen Gegentreffer gaben Anlass zur Sorge.

Berliner SC lädt Schulen zum Basketball-Turnier

Wilmersdorf. Der Berliner SC veranstaltet am Sonntag, 3. Dezember ein Kiez-Basketball-Turnier, zu dem alle Grundschulen geladen sind, an denen der BSC eine Basketball-AG durchführt. In der BSC Basketball4 WebSporthalle der Grundschule am Rüdesheimer Platz werden sich von 10.30 Uhr an neben der U11 des BSC Teams von der Birger-Forell-Grundschule, der Carl-Orff-Grundschule, der Evangelischen Grundschule Wilmersdorf und der Grundschule am Rüdesheimer Platz miteinander messen.
„Wir wollen mit unserem Kiez-Turnier den Kindern die Möglichkeit geben, sich auch mal gegen andere Mannschaften in einem Wettkampf zu beweisen“, erläutert Pressewart Marvin Clignon die Idee dieser Veranstaltung, die die BSC-Basketballer schon mehr als zehn Mal ausgerichtet haben. Zusätzlich sollen kleine Wettbewerbe wie eine Korbleger-Staffel oder das unter Basketballern beliebte „Bump Out“, ein Freiwurfspiel, durchgeführt werden. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Rund 200 Mitglieder hat der BSC-Basketball zurzeit, darunter 140 Kinder und Jugendliche. Durch die Kooperationen mit den Schulen wird versucht, Kinder aus dem jeweiligen Kiez möglichst früh für den Basketballsport zu begeistern.

Wittenauer SC spielt bis dato starke Saison

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat sich durch den 2:1-Erfolg am 19. November im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga bei Hilalspor in Kreuzberg endgültig in der Spitzengruppe der Acar WebTabelle festgesetzt. Doch an einen möglichen Aufstieg in die Berlin-Liga verschwendet man in Wittenau auch nach dem elften von insgesamt 30 Spieltagen keinen ernsthaften Gedanken.
„Ja, wir machen so unsere Späße – und das Ganze mit sehr viel Selbstironie“, verrät der 1. Vorsitzende Holger Seidel. „Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir Mannschaften wie Hilalspor nicht nur ärgern, sondern auch schlagen können. Und der dritte Tabellenplatz ist wirklich großartig. Aber wir wissen sehr gut, wo wir herkommen und was wir zu leisten im Stande sind.“ Seidel lobt die Arbeit der Trainer Karsten Steffan und Ronny Hübner und das Engagement der gesamten Mannschaft. Jedoch: „Man muss ehrlich sein und attestieren, dass viele Spiele, die wir gewonnen haben, auch anders hätten ausgehen können. Wer die Partie gegen Hilalspor gesehen hat, kann vermutlich noch immer nicht glauben, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.“ In der Tat: Die fußballerisch bessere Mannschaft, nämlich Hilaspor, erspielte sich zahllose hochkarätige Torchancen – kampfstarke Wittenauer verließen am Ende aber als Sieger das Feld. „Andere Teams haben vielleicht mehr Talent. Aber unsere Jungs hauen sich von der ersten bis zur letzten Minute rein. Und wir stehen defensiv richtig gut. Zudem ziehen alle mit: Zuletzt waren 24 Mann beim Training – und das an einem Dienstag im November. Ich glaube, das gibt es in der Landesliga nicht allzu oft“, resümiert Seidel.

Hellas bleibt trotz Sieg noch hinter Erwartungen zurück

Charlottenburg Nord. Die Spielvereinigung Hellas-Nordwest hat das Duell der Tabellennachbarn in der Berlin-Liga souverän für sich entschieden. Mit 4:1 (3:1) gewann die Truppe um Trainer Kenan Hellas Bilanz WebArayici am 18. November gegen den BSV Al-Dersimspor und zog in der Tabelle an den Kreuzbergern vorbei.
Mann des Spiels auf dem Sportplatz am Heckerdamm war Kemal Akar, der mit seinem Dreierpack entscheidenden Anteil am hochverdienten Erfolg seines Teams hatte. Den vierten Treffer für Hellas zum zwischenzeitlichen 2:0 hatte Okan Isik erzielt. Hüsejin Ali Kaloglu konnte mit seinem Tor für Dersimspor lediglich Ergebniskosmetik betreiben.
Mit nun mehr vier Siegen, einem Unentschieden und sieben Niederlagen kletterte Hellas in der Tabelle auf Platz zwölf, bleibt letztlich aber hinter den Erwartungen vieler Experten zurück, die die prominent besetzte Mannschaft stärker eingeschätzt haben. Auch Coach Arayici hatte seinem Team attestiert, aufgrund seiner Erfahrung und seiner spielerischen Qualität mindestens auf einem gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld zu landen. Immerhin hatte Hellas im Sommer nicht weniger als sechs Spieler aus der Oberliga verpflichtet. Zuletzt stieß mit Mert Akbal vom Ligakonkurrent SV Tasmania ein weiterer Akteur hinzu, der auch richtig gut Fußball spielen kann.

SCC scheidet aus dem Pokal aus

Westend. Der SC Charlottenburg hat sein erstes Pflichtspiel der Saison verloren und ist in der dritten Runde aus dem Berliner Pilsner-Pokal ausgeschieden: Nach einem dramatischen Spiel SCC1 Barz Webmusste sich der SCC am 12. November nach 120 spektakulären Minuten und einem hochspannenden Elfmeterschießen mit insgesamt 16 Elfmetern letztlich mit 9:10 dem 1. FC Novi Pazar Neukölln geschlagen geben.
Arafa El-Moghrabi hatte die Gastgeber auf dem Jubiläumssportplatz an der Bergiusstraße in Neukölln mit 2:0 in Front gebracht, bevor Felix Bieder und Sebastian Seidel noch vor der Pause für den SCC ausgleichen konnten. Nach dem Wechsel nutzte Phil Gries einen Patzer von Neuköllns Torwart Nana Martial Thomas Djigou und brachte die Charlottenburger in Front. Der Schlussmann vom 1. FC war auf dem Kunstrasenplatz ausgerutscht – übrigens nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Und der Ball trudelte über Djigou hinweg ins Netz. Doch die unermüdlichen Gastgeber wurden erneut durch El-Moghrabi und dem 3:3 belohnt. Fortan war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie keine Lust auf eine Verlängerung hatten und munter auf die Entscheidung drängten: Während die Neuköllner dabei insbesondere nach Standardsituationen stark waren – Nadim Zeitoun scheiterte mit einem Kopfball im Anschluss an eine Ecke, El-Moghrabi mit einem satten Freistoß – war der SCC bei Kontern stets gefährlich: So scheiterte Seidel kurz vor dem Ende in aussichtsreicher Position.