Club Italia im Soll – Coach geht in den Dschungel

Westend. Der Club Italia hat die Hinrunde der Fußball-Bezirksliga auf einem Aufstiegsrang beendet und gute Aussichten, bereits in dieser Spielzeit die Rückkehr in die Landesliga zu realisieren. Haessler Dschungel WebAllerdings wird Coach Thomas „Icke“ Häßler einen Teil der Vorbereitung auf die Rückrunde fehlen – den Weltmeister zieht es in das Dschungelcamp.
Mit elf Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen beendete das Team aus dem Westend die Hinrunde mit 35 Punkten auf Platz zwei. Spitzenreiter ist – ein wenig überraschend – der FC Liria aus Treptow mit 36 Zählern. In Lauerstellung befindet sich der FC Brandenburg mit 34 Punkten auf Platz drei. Sollte nichts Außergewöhnliches passieren und eines der Verfolgerteams, die bereits neun Punkte zurückliegen, eine gnadenlos gute Rückrunde spielen, werden diese drei Teams die beiden Aufsteiger unter sich ausspielen.
Erstaunlich, wie gut die junge Truppe vom Club Italia bis dato mit dem Druck umgegangen ist, von allen Kontrahenten als der Topfavorit auf den Aufstieg genannt worden zu sein. Besonders in den Mittelpunkt hat sich dabei Ronaldo Melo Cavalcante gekickt. Der 19-Jährige ist mit neun Treffern nicht nur bester Torschütze beim Club Italia – er war nach einem Testspiel gegen Hertha BSC sogar für eine Woche zu einem Probetraining beim Fußball-Bundesligisten eingeladen worden.
Während die Mannschaft nun an einigen Hallenturnieren teilnehmen und sich allmählich auf die Rückrunde vorbereiten wird, wird „Icke“ Häßler zunächst fehlen: Der 50-jährige Fußball-Weltmeister wird erneut an einer TV-Show teilnehmen und dafür in den australischen Regenwald ziehen. Ein Problem für den Club Italia? Keineswegs. „Wir haben einen Arbeitsvertrag, darin ist alles genau geregelt“, erklärt Italia-Vizepräsident Laurence Hein: „Wir haben Spielzeiten, Thomas seinen Urlaub. Und was er da privat macht, ist ganz allein seine Sache.“ Hein freue sich vielmehr über die zu erwartende hohe Einschaltquote und das damit unter Umständen verbundene Renommee für den Club Italia. Naja, Ansichtssache.

BAK geht zum Jahresende ein wenig die Luft aus

Moabit. Der Berliner AK überwintert in der Fußball-Regionalliga nach einem äußerst schwachen Saisonstart auf Platz drei. Doch zuletzt war der Motor der Truppe aus dem Poststadion ein wenig insBAK Bilanz Web Stocken geraten.
Nachdem der BAK zu Beginn der Spielzeit nicht so richtig in Tritt gekommen war, hatte der Klub früh die Reißleine gezogen und Coach Steffen Baumgart nach fünf Spieltagen – nur einem Sieg, drei Remis und einer Niederlage – entlassen. Und mit der Verpflichtung von Jörg Goslar kam tatsächlich die Wende: Von September bis Ende November gelangen acht Siege. Nur das Spiel bei Spitzenreiter Carl Zeiss Jena ging verloren. Doch zuletzt kassierte der BAK gegen Oberlausitz Neugersdorf und die zweite Mannschaft von RB Leipzig zwei völlig unnötige Heimpleiten. Und zudem musste man sich bereits im Achtelfinale des Berliner Pilsner-Pokals dem Oberligisten VSG Altglienicke mit 1:3 nach Verlängerung geschlagen geben. 
„Diese letzten Spiele haben gezeigt, dass es uns einfach an der notwendigen Konstanz fehlt, um mit den Topteams der Regionalliga, Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus, mitzuhalten“, resümierte Coach Goslar zum Jahreswechsel. In der Tat: Der Abstand zu den Thüringern, die mit zurzeit nur einer Niederlage den ersten Platz belegen, beträgt bereits neun Punkte.

Frohnauer SC spielt starke Hinrunde – jetzt Topfavorit

Frohnau. Der Frohnauer SC ist Herbstmeister in der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2 und hat durch beeindruckende Leistungen und starke Ergebnisse seinen Anspruch untermauert, bereits in Frohnau Bilanz Webdieser Spielzeit in die Fußball-Landesliga zurückzukehren.
Mit elf Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage liegen die Frohnauer bereits sieben Punkte vor dem Tabellenzweiten SV Berolina Mitte und acht Zähler vor dem Weißenseer SC auf Rang drei. „Dass wir die Liga so klar anführen, kommt für mich schon ein wenig überraschend, ist deshalb aber natürlich umso schöner“, freute sich FSC-Coach Olaf Jahn. Soeben hatte sein Team das letzte Hinrundenspiel gegen den SC Borsigwalde mit 7:0 gewonnen und damit eine tolle Hinrunde gekrönt.
Noch im Sommer hatte Olaf Jahn für sein Team, das sich im Umbruch befindet und in der zurückliegenden Spielzeit sogar gegen den Abstieg gekämpft hatte, einen gesicherten Mittelfeldplatz als Saisonziel ausgegeben. Hatte der Coach einfach nur tief gestapelt? Oder ist der Umbruch schneller von statten gegangen als erwartet? „Eine gute Frage. Ich hatte meiner Mannschaft schon zugetraut, besser abzuschneiden, als der von mir erwähnte sichere Mittelfeldplatz. Dass es schon in dieser Spielzeit nicht nur für obere Tabellenregionen, sondern sogar für die Spitzenposition reicht, hätte ich aber nicht für möglich gehalten.“