Spandauer Kickers kommen zum Saisonauftakt unter die Räder

Staaken. Das war kein (!) Auftakt nach Maß: Die Spandauer Kickers haben das erste Spiel ihrer Vereinshistorie in der Berlin-Liga deutlich verloren. Die Truppe um Trainer Hassan Chaabo kam Kickers Stern Webbei Stern 1900 in Steglitz am Sonntag, 13. August mit 1:5 (0:4) unter die Räder.
„Meine Mannschaft hat die taktischen Vorgaben in keinster Weise eingehalten“, attestierte der Coach kurz nach dem Schlusspfiff. „Hinzu kamen viel zu viele individuelle Fehler. Und wenn man nach 25 Minuten schon mit 0:3 zurückliegt, dann ist das Spiel und damit auch der Sonntag so ziemlich gelaufen.“
Die Spandauer Kickers erwischten mit Stern 1900 zum Auftakt ausgerechnet ein Team, das sich nicht nur eingespielt, sondern auch sehr geschlossen präsentierte. Hinzu kommt, dass die Steglitzer eine Saison in Berlins höchster Spielklasse in den letzten fünf Jahren niemals schlechter als auf Platz sechs beendeten und zudem in der letzten Saison zu einem der stärksten Heimteams zählten. Und mit Dennis Freyer präsentierte sich ein Stern-Akteur an diesem Tag in absoluter Torlaune: Mit einem lupenreinen Hattrick war der 27-Jährige für die ersten drei Treffer der Gastgeber verantwortlich und traf kurz nach der Pause mit seinem vierten Tor des Tages zum zwischenzeitlichen 5:0.

Stern 1900 nach 5:1-Kantersieg erster Tabellenführer

Steglitz. Der SFC Stern 1900 hat einen tollen Start in die neue Saison der Berlin-Liga hingelegt. Die Truppe um Trainer Andreas Thurau setzte sich am Sonntag, 13. August vor heimischen Stern Spaki WebPublikum souverän und auch in dieser Höhe absolut verdient mit 5:1 (4:0) gegen die Spandauer Kickers durch.
Mann des Tages war Dennis Freyer, der insgesamt vier Treffer markieren konnte und mit seinen ersten drei Toren in nur elf Minuten zudem einen lupenreinen Hattrick erzielte. Den fünften Treffer steuerte Maximilian Hofmann für die Gastgeber bei. Für den Aufsteiger aus Staaken war es Jack Krumnow, der in der 83. Minute den Ehrentreffer und das erste Tor der Kickers in ihrer Berlin-Liga-Historie erzielen konnte.
Durch diesen souveränen Erfolg ist Stern 1900 der erste Tabellenführer der noch jungen Saison. Und für Trainer Andreas Thurau, der in diesem Sommer den langjährigen Coach und sportlichen Leiter Manuel Cornelius abgelöst hatte, gibt es ohnehin nur eine Richtung: In der Tabelle wieder vorn angreifen!
Alles andere wäre auch schwer vermittelbar: Schließlich beendeten die Steglitzer in den letzten fünf Spielzeiten eine Saison niemals schlechter als auf Platz sechs. Zudem ist die Truppe auf dem Sportplatz an der Kreuznacher Straße eine Macht und gehörte in der letzten Saison zu einem der stärksten Heimteams der Liga.

Neu formierter BFC Preussen verliert Saisonauftakt

Lankwitz. Die Fußballer vom BFC Preussen sind mit einer Niederlage in die neue Saison der Berlin-Liga gestartet: Das Team um Trainer Nikolai Klarkowski musste sich im Preussen-Stadion an Preussen BSV Webder Malteser Straße dem BSV Eintracht Mahlsdorf trotz einer engagierten Leistung mit 1:3 (1:1) geschlagen geben.
Obwohl der Gast aus Mahlsdorf einer der Topfavoriten auf Meisterschaft und Aufstieg ist, wäre am Sonntag, 13. August für die Preussen mehr drin gewesen. Doch die Gegentreffer fielen jeweils zu äußerst unglücklichen Zeitpunkten: Der 39-jährige Angreifer Rommel Abou-Chaker, Herz und Seele des Teams und zudem als Co-Trainer aktiv, hatte den BFC nach nur neun Minuten in Front geschossen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit waren die Gastgeber dann auch das engagiertere Team. Doch quasi mit dem Pausenpfiff traf Moritz Borchardt für den Gast zum Ausgleich. Und als sich abzuzeichnen begann, dass beide Teams zumindest mit einem Punkt in die Saison starten würden, schlug der Gast doch noch einmal eiskalt zu: Nico Englert traf in der 85. Minute und in der Nachspielzeit für die Eintracht tatsächlich noch zum Sieg und verdarb dem neuen Coach Nikolai Klarkowski doch noch den Einstand.

Aufsteiger Frohnauer SC freut sich auf die Landesliga

Frohnau. Fragt man die Konkurrenz, dann wird der Frohnauer SC, in diesem Sommer erst in die Fußball-Landesliga aufgestiegen, mitunter tatsächlich als Geheimfavorit gehandelt. Darüber kann Gundlach2 WebCoach Olaf Jahn aber nur müde lächeln.
„Na klar, Aufstiegskandidat – das ist natürlich totaler Quatsch“, sagt Jahn, der den Frohnauer SC schon zu Berlin-Liga-Zeiten betreut hatte, bevor man in der Saison 2011/12 äußerst unglücklich abgestiegen war. „Wenn ich die Teams in unserer Staffel betrachte, dann kann ich auf Anhieb keine drei Vereine benennen, die von Hause aus schlechter sind als wir – und das ist, so denke ich, eine realistische Einschätzung.“ Und da man nun mal drei Teams hinter sich lassen muss, um nicht abzusteigen, ist das primäre Saisonziel des Aufsteigers klar umrissen: „Unser Minimalziel ist der Klassenerhalt! Ich denke, dass wir diesen aufgrund unserer Qualität auch schaffen werden. Und alles andere, was so erzählt wird, ist nicht unser Thema.“
Fakt ist: Das Team der Frohnauer ist jung und talentiert und kann immer wieder auf junge Spieler setzen, die aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in den Kader der 1. Herren schaffen: Im letzten Jahr holte Jahn bereits eine Hand voll Jungs aus der eigenen A-Jugend, die er damals noch selbst trainiert hatte, ins Herrenteam. Und auch in diesem Sommer haben wieder vier Nachwuchskicker den Sprung geschafft. Zwar verließen mit Alex Popescu (Oranienburger FC) und Florian Venz (BSC Glienicke) zwei Spieler den Klub, die Jahn gern gehalten hätte. Dafür haben die Frohnauer aber – neben den Kickern aus dem eigenen Nachwuchs – auch neue Spieler verpflichten können.

1. FC Wilmersdorf hat nach Abstieg aufgerüstet

Wilmersdorf. Wenn am kommenden Wochenende die neue Saison in der Fußball-Landesliga beginnt, dann dürfen die Fans vom 1. FC Wilmersdorf zu Recht darauf hoffen, endlich wieder Robben1 Webattraktiven und erfolgreichen Fußball im Volkspark zu sehen. Denn der Absteiger aus der Berlin-Liga geht als einer der Topfavoriten in die neue Spielzeit.
Nach drei schwachen Jahren in Berlins höchster Spielklasse, in denen der 1. FC zweimal als 14. in der Abschlusstabelle dem Abstieg nur knapp entronnen war und einer mehr als verkorksten letzten Saison, die nach nur fünf Siegen, zwei Remis und 27 Niederlage mit dem Abstieg endete, scheint man nun wieder an die erfolgreichen Jahre 2007 bis 2014 anknüpfen zu können: In dieser Zeit hatte man sowohl in der Landesliga als auch in der Berlin-Liga immer nur Topplatzierungen hingelegt.
Ein Grund für diesen Optimismus ist die Tatsache, dass man mit nur drei Abgängen den im Winter 2016/17 stark veränderten Kader nahezu beisammen halten konnte und glücklicherweise und trotz des Abstieges an Trainer Mustafa Öner festgehalten hat. Unter Öner hatte die Mannschaft in der Rückrunde eine Entwicklung genommen, die letztlich zwar nicht zu mehr Punkten geführt, aber in fast jedem Spiel gezeigt hatte: der 1. FC ist dran.