Lübars: Neu formiertes Lübarser Team spielt starke Hinrunde

Es war der 29. Juli, als der 1. FC Lübars beim Reinickendorfer Bezirkspokal eine fürchterliche Performance an den Tag legte. Negativer Höhepunkt war die 1:9-Klatsche gegen den Wittenauer SC 1.FCL1 Bilanz WebConcordia. Die Kaderplanungen gerieten ins Stocken. Für die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga stand Schlimmstes zu befürchten. Doch weit gefehlt: Fünf Monate später kann man dem 1. FC eine bärenstarke Hinrunde attestieren – die Lübarser mischen im Aufstiegsrennen munter mit.
„Ja, ich hatte wirklich große Sorgen“, erinnert sich auch Michael Reinke, 1. Vorsitzender beim 1. FC Lübars, nur ungern an den diesjährigen Bezirkspokal und das Auftreten des 1. FC zurück. „Zum damaligen Zeitpunkt konnte man nicht erahnen, dass wir in dieser Saison tatsächlich so eine gute Rolle spielen werden.“ Und obwohl Michael Reinke mit Thomas Heim nicht nur einen neuen Trainer, sondern aufgrund der zahlreichen Abgänge auch 13 neue Spieler verpflichten musste, haben es die Lübarser geschafft, innerhalb kürzester Zeit ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Was gab den Ausschlag für die gute Hinrunde? „Ich denke, dass alles zusammen genommen – also neuer Trainer plus neue Spieler plus die Jungs, die bei uns geblieben sind – eine richtig gute Mischung ergeben hat“, erläutert Reinke.

Charlottenburg: Mitglieder haben der Fusion zugestimmt

Es ist vollbracht: Nachdem schon seit Monaten darüber gesprochen und verhandelt worden war, haben die Vereine Hellas-Nordwest und Berlin Türkspor fusioniert. Die Mitglieder beider Klubs Hellas Fusion1 Webmussten dafür ebenso ihr Okay geben wie der Berliner Fußballverband. Damit tritt die Spielvereinigung Hellas-Nordwest als Berlin Türkspor weiterhin in der Berlin-Liga an.
Es ist niemals einfach, wenn zwei Klubs, die man mit Fug und Recht als Traditionsvereine bezeichnen kann, miteinander fusionieren. Auch bei Hellas-Nordwest, im Jahr 1904 gegründet, und bei Türkspor Berlin, mit dem Gründungsjahr 1965 immerhin der älteste türkischstämmige Klub der Bundesrepublik, wird es Mitglieder gegeben haben, die nicht sofort in Jubelstürme ausgebrochen sind. Doch es gab gute Gründe für den Zusammenschluss: Nachdem Hellas in nur wenigen Jahren von der Kreisliga bis in Berlins höchste Spielklasse aufgestiegen ist, wurde dem 1.Vorsitzenden Metin Yilmaz schnell klar: Mit Zuschauereinnahmen allein lässt sich das Abenteuer Berlin-Liga nicht bewältigen – vor allem dann nicht, wenn man ambitioniert sein möchte. Und das möchten Yilmaz und der Klub in jedem Fall!

Tempelhof: SD Croatia triumphiert bei Berlin Türkspor

Der SD Croatia hat sich nach dem 15. Spieltag in der Spitzengruppe der Berlin-Liga festgesetzt. Die Truppe um Trainer Marco Wilke setzte sich bei Berlin Türkspor dank einer grandiosen zweiten Aktürk1 WebHalbzeit mit 5:0 (0:0) durch und kletterte in der Tabelle auf Platz drei.
Croatias Angreifer Onur-Serhat Aktürk war mit drei Toren der Mann des Spiels. Die weiteren Treffer steuerten Erkut Ergiligür und Kristijan Zagorec zum letztlich ungefährdeten Sieg bei. Im ersten Durchgang hätten die Gäste in der Partie am Charlottenburger Heckerdamm aber auch in Rückstand geraten können: Die beste Chance für Türkspor hatte Batuhan Karadeniz nach rund einer Viertelstunde. Doch seinen Heber über Croatias Torwart Joel Samake hinweg, kratzte Efräim Gakpeto – bei Croatia eigentlich für das Toreschießen zuständig – im allerletzten Moment von der Linie.
Durch diesen Erfolg bleibt das Team aus dem Friedrich-Ebert-Stadion auf Kurs: Mit zehn Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen und 32 Punkten bleibt man Blau-Weiß 90 (36 Zähler) und dem Berliner SC (35) dicht auf den Fersen. Lokalrivale Blau-Weiß hat durch einen souveränen 4:0-Auswärtserfolg bei Sparta Lichtenberg die Tabellenführung behauptet. Torschützen für die Truppe von der Rathausstraße waren Kevin Gutsche, der zwei Mal traf, sowie Lukas Rehbein und Kiyan Soltanpour.

Charlottenburg: Tennis Borussia triumphiert beim CFC Hertha 06

Tennis Borussia Berlin hat das Derby in der Fußball-Oberliga beim CFC Hertha 06 für sich entschieden: Die Truppe um Trainer Thomas Brdaric triumphierte am 3. Dezember mit 1:0 (1:0). Das Tor Rockenbach Webdes Tages für die Veilchen erzielte Boris Hass in der 34. Spielminute.
Auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße sahen die Zuschauer ein interessantes, wenn auch nicht hochklassiges Derby. TeBe war über weite Strecken das spielbestimmende Team, das deutlich mehr Ballbesitz hatte und sich auch die besseren Torchancen erspielte. Dennoch monierten einige TeBe-Anhänger, dass sich ihr Team unnötig schwer tat: „Gegen starke Gegner spielen wir – seit Brdaric unser Trainer ist – einen richtig guten Ball. Aber gegen schwächere Gegner ist unser Spiel mitunter doch noch ziemlich zäh“, ärgerte sich ein Gästefan. Ein anderer erwiderte prompt: „Das ist ja auch kein Wunder: Der CFC steht tief und versucht in erster Linie, unser Spiel zu zerstören. Da würde sich jeder Gegner schwer tun.“ Und dennoch hatten die Veilchen einige gute Torchancen, verpassten es aber, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Grunewald: Berliner SC mischt die Berlin-Liga auf

Der Berliner SC belegt nach 15 Spieltagen in der Berlin-Liga mit elf Siegen, zwei Remis und nur zwei Niederlagen den zweiten Tabellenplatz. Zuletzt, am 2. Dezember, wurde der TuS Makkabi mit Louis Arnst Web4:2 bezwungen. Sportjournalist Michael Nittel sprach mit BSC-Kapitän Louis Arnst über die Gründe für den großartigen Saisonstart, die Neuverpflichtungen, den Trainer und die Ambitionen des BSC in dieser Saison.

In den letzten Jahren ist der BSC immer im Tabellenmittelfeld der Berlin-Liga gelandet, in der zurückliegenden Spielzeit auf Rang neun. Was hat sich bei Ihnen verändert, dass Sie plötzlich so erfolgreich sind?

Louis Arnst: In den vergangenen Jahren hatten wir immer auch gute Einzelspieler. Der größte Unterschied in dieser Saison im Vergleich zu den Vorjahren aber ist, dass wir einfach als Mannschaft gefestigter sind.

Wenn man bedenkt, dass der BSC im Sommer zahlreiche neue Spieler verpflichtet hat, ist es umso erstaunlicher, dass Sie als Team schon so gut harmonieren, oder?

Louis Arnst: Absolut. Wir hatten in diesem Jahr eine lange Vorbereitungszeit, in der wir uns schon einmal kennenlernen konnten. Und wir haben es tatsächlich geschafft, innerhalb kürzester Zeit zusammen zu wachsen. Jedes Rädchen greift momentan ins andere. Wir haben mit Salvatore Rogoli und Kwasi Boachie zwei sehr Spieler hinzubekommen, die sehr erfahren sind und denen es einfach fällt, sich in ein Team zu integrieren und Führungsqualitäten an den Tag zu legen.