Charlottenburg: Teams aus dem Bezirk bleiben am 6. Spieltag der Berlin-Liga sieglos

In der Berlin-Liga sind die drei Charlottenburger Vertreter am 6. Spieltag sieglos geblieben. Doch während der TuS Makkabi beim 0:0 gegen den BFC Preussen immerhin einen Zähler einfahren Türkspor bei Tas Webkonnte, blieben der SC Charlottenburg mit dem 1:4 beim Frohnauer SC und Berlin Türkspor mit dem 1:3 beim SV Tasmania gänzlich ohne Punkte.
Die Partie von Türkspor an der Neuköllner Oderstraße begann am 16. September zwar erst um 14 Uhr. Aber dennoch musste man den Kickern vom Heckerdamm ganz klar attestieren, dass sie die erste Viertelstunde komplett verschliefen: Und so führte Tasmania zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Lucas Bähr und Romario Hartwig schon mit 2:0. Zu allem Überfluss mussten die Gäste nach einer Roten Karte die Partie über eine Stunde lang in Unterzahl absolvieren.
Doch wie das im Fußball manchmal so ist: Das Team in Überzahl nimmt ein paar Prozente raus, während sich das Team in Unterzahl richtig reinhaut. Und so war Tasmania plötzlich nicht mehr zwingend, während Türkspor sich ein wenig zurückzog, sehr kompakt agierte und sein Heil in Kontern suchte. Trotzdem kamen die Neuköllner, vor allem zwischen der 46. und 70. Minute zu richtig guten Chancen, die zum Teil kläglich vergeben wurden und einigen Zuschauern die Zornesröte ins Gesicht trieben: „Das ist nicht mehr lustig“, hörte man von den Rängen.

Reinickendorf: Füchse auch nach dem 6. Spieltag weiter sieglos

Die Füchse Berlin sind auch nach dem 6. Spieltag in der Berlin-Liga sieglos geblieben und auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Dieses Mal zog das Team um Coach Guido Perschk beim BSV Füchse1 bei Dersim WebAl-Dersimspor auf dem Sportplatz am Anhalter Bahnhof am 16. September mit 1:2 den Kürzeren.
Zwei Unentschieden und vier Niederlagen – das ist die ernüchternde Bilanz der Füchse. Doch es ist vielmehr die Spielweise, die aktuell Anlass zur Sorge gibt: Bei nahezu jeder Ballannahme, bei jedem Pass im Duell mit Dersimspor spielte die Angst mit: Bloß keinen Fehler machen, schien in jeder einzelnen Denkblase zu stehen, die über den Köpfen der Füchse-Kicker kreiste. Viel zu viele Fehler selbst im Kurzpassspiel, Ideenlosigkeit im Spielaufbau, einfach zu verteidigende lange Bälle, ungenaue Flanken aus dem Halbfeld, keine Torgefahr – das beschreibt die Spielweise der Füchse über weite Strecken. Auch in Sachen Aggressivität und Zweikampfstärke hatten die Kreuzberger den Reinickendorfern einiges voraus. Und Glück hatte man auch nicht: Ein 25 Meter Freistoß der Füchse krachte an die Unterkante der Latte – doch anstatt ins Tor oder an den Rücken von Dersim-Torwart Slim Garci zu springen, um dann über die Linie zu trudeln, fiel der Ball dem völlig verdutzten Schlussmann direkt in die Hände. Ganz frei nach dem Motto von Ex-Bundesligaprofi Jürgen Wegmann: Erst hatten die Füchse kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu.

Grunewald: Blau-Weiss-Hockeyteams wollen sich in Bundesligen etablieren

Sportlich hätte das Jahr 2018 für den TC Blau-Weiss Berlin bis Anfang September nicht besser laufen können, nachdem die Herren in die 1. und die Damen in die 2. Bundesliga aufgestiegen Gay1 Internet Webwaren. Zwar sind die Herren mit sechs Niederlagen gestartet – die Damen aber konnten ihre ersten drei Spiele allesamt gewinnen und sind Tabellenführer. Dennoch ist und bleibt die klare Zielsetzung für beide Teams, die Ligen zu halten und sich mittelfristig dort auch zu etablieren wie der sportliche Leiter und neue Damencoach Hendrik Gay dem Sportjournalisten Michael Nittel im Interview verriet.

Die Männer sind mit einer Niederlagenserie gestartet. Müssen wir uns Sorgen machen?

Hendrik Gay: Fakt ist, dass durchaus mehr drin gewesen wäre und die Tendenz nach oben geht. Aber klar: Jetzt müssen allmählich Punkte her.

Besteht die Gefahr, dass das eine Kopfsache wird, wenn man der Musik erst einmal hinterher läuft?

Hendrik Gay: Nein, ich denke nicht, weil wir dagegen steuern werden. Außerdem ist genug Qualität vorhanden. Und die Jungs wissen, dass auch in der 1. Bundesliga – abgesehen vielleicht von einem oder zwei Teams – alles sehr eng beieinander ist und man quasi in jedem Spiel Punkte holen und damit letztlich die Klasse auch halten kann. Jeder Einzelne muss dafür aber in jedem Spiel 120 Prozent geben. Und jetzt muss allmählich der Knoten platzen.

Grunewald: Hockey-Damen schlagen Feudenheimer HC

Die Hockey-Damen vom TC Blau-Weiss Berlin sind mit einem Erfolg in die Saison der 2. Bundesliga Süd gestartet: Die Truppe vom Grunewald setzte sich vor heimischem Publikum am 8. TCBW1 Feudenheim WebSeptember mit 1:0 (1:0) gegen den Feudenheimer HC durch. Kleiner Tipp für alle Geographieinteressierten: Feudenheim ist ein Stadtteil von Mannheim.
„Das ist natürlich ein toller Auftakt, der uns für die nächsten Wochen – so hoffe ich – mächtig Schwung geben wird“, freute sich auch Blau-Weiss-Coach Hendrik Gay. Der langjährige sportliche Leiter des Klubs hatte das Traineramt der Bundesliga-Damen im diesem Sommer zusätzlich übernommen. „Am Ende des Spiels haben wir uns, wenn ich ehrlich bin, schon ein bisschen über die Zeit gezittert. Aber betrachtet man die Anzahl der Torchancen und den gesamten Spielverlauf, so war dieser Sieg absolut verdient.“
Das Tor des Tages für den Aufsteiger erzielte Lisa Hapke bereits vor dem Halbzeitpfiff. Die 29-Jährige war vom Berliner HC an den Grunewald gewechselt und kann mit ihrer langjährigen Erfahrung in der 1. Bundesliga insbesondere den jungen Blau-Weiss-Spielerinnen weiterhelfen. Die größte Chance, mit einem möglichen 2:0 den Gästen aus Baden-Württemberg frühzeitig den Zahn zu ziehen, hatte Svenja Liebig zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Siebenmeterpunkt. Doch sie scheiterte an Nadine Stelter im Gästetor.

Berlin: Baseballer der Berlin Flamingos steigen aus 1. Bundesliga ab

Die Berlin Flamingos sind nach nur einer Saison wieder aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Doch im Märkischen Viertel steckt man den Kopf nicht in den Sand. Das kurzfristige Ziel ist der direkte Wiederaufstieg im Jahr 2019.
Es hatte so verheißungsvoll begonnen: Mit vier Siegen aus acht Spielen waren die Hauptstädter, die zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte überhaupt in der 1. Bundesliga aufgelaufen waren, vielversprechend gestartet. Schnell hatte man in Baseball-Kreisen das Etikett „Überraschungsteam“ angehängt bekommen. Selbst den in der gesamten Saison ungeschlagenen Bonn Capitals hätten die Flamingos fast ein Bein gestellt. Doch dann kam der 5. Mai. Und dieser Tag veränderte alles: Während der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei den Paderborn Untouchables war das Auto von Flamingos-Spieler Ron Rodiguez auf der A 2 kurz vor Magdeburg mit dem Wagen eines Geisterfahrers kollidiert. Rodriguez kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus und lag einige Tage im Koma. Für seine hochschwangere Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Einige Flamingos hatten die Bergung aus nächster Nähe miterleben müssen.
Was folgte war eine lange Niederlagenserie, die erst Mitte Juni mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den Bremen Dockers, enden sollte. „Es war eine unglaublich schwere Zeit für das Team und den ganzen Verein. Aber wir haben uns nach vielen Gesprächen dafür entschieden, die Saison zu Ende zu spielen“, erinnerte sich Flamingos-Sprecher Markus B. Jaeger. „Der sportliche Erfolg war in dieser Phase aufgrund der tragischen Situation in der Tat zweitrangig.“