Berlin: Das Präventionsprojekt „Junger Fußball“ gibt es nicht mehr

In zwölf Jahren hat der Tannenhof Berlin-Brandenburg mit seinem Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt“ an 33 Aktionstagen mit insgesamt 37 ausgebildeten Knoblich2 WebFairPlayTrainern in 13 Berliner Bezirken und Potsdam mit 1.263 Mädchen und Jungen über ihre Gewalterfahrungen beim Fußball gesprochen, über Fairplay sowie die Gefahren von Alkohol und Drogen diskutiert, um sie dann miteinander Fußball spielen zu lassen. Nun ist dieses wichtige, richtungsweisende Projekt mit seinem letzten Aktionstag am 10. November beendet worden. Sportjournalist Michael Nittel sprach mit Projektleiter Boris Knoblich über die Gründe für das Aus.

Was sind die Gründe, dass das Projekt nach zwölf Jahren nun beendet worden ist?

Boris Knoblich: Wir mussten jedes Jahr zwischen 20.000 und 25.000 Euro generieren, um dieses Projekt solide finanzieren zu können. In diesem Jahr haben wir deutlich weniger Geld zusammentragen können, so dass wir tatsächlich ein Minus von ein paar tausend Euro gemacht haben. Der Aufwand, Fördergelder zu generieren, ist in den letzten Jahren ohnehin immer schwieriger geworden. Es liegt aber nicht nur am Geld, dass wir mit „Junger Fußball“ Schluss gemacht haben.

Reinickendorf: Füchse Schlusslicht – Frohnauer SC verlässt Abstiegsplätze

Die Füchse Berlin bleiben auch im vierten Spiel unter ihrem neuen Trainer Mario Reichel sieglos und damit auch nach dem 14. Spieltag in der Berlin-Liga weiterhin Tabellenschlusslicht. Der Füchse FSC WebFrohnauer SC hingegen konnte sich gegen Türkiyemspor mit 2:1 behaupten und damit die Abstiegsränge verlassen.
Denkbar knapp mit 0:1 mussten sich die Füchse beim Tabellendritten SFC Stern 1900 in Steglitz geschlagen geben. Die Entstehung des entscheidenden Treffers durch Tim Grabow war zudem fragwürdig, da dem Tor ein Handspiel eines Stern-Spielers vorausgegangen sein soll. Unter dem Strich boten die Grün-Weißen aber schon wie am 13. Spieltag, als man dem Tabellenzweiten Berliner SC ein 0:0 abringen konnte, eine zumindest defensiv richtig starke Leistung. Zudem gab es auch nach dem Gastspiel an der Steglitzer Schildhornstraße Lob vom Gegner: Die Füchse seien keine schlechte Mannschaft, ließ Stern-Coach Andreas Thurau verlauten. Und er sei sich sicher, dass Mario Reichel dieses Team aus dem Tabellenkellern herausführen werde. Zwar können sich die Füchse nichts dafür kaufen – aber beide Partien waren ein eindeutiger Fingerzeig, dass man in Berlins höchster Spielklasse auch gegen die besten Teams mithalten kann. Doch unabhängig davon müssen in den letzten drei Partien der Hinrunde Punkte her, damit der Abstand zum rettenden Ufer nicht noch größer wird: Mit nur einem Sieg, drei Unentschieden und schon zehn Niederlagen hecheln die Füchse den Teams auf den Nichtabstiegsrängen um sechs Zähler hinterher.

Grunewald: Junges Team überrascht die Konkurrenz

Wer hätte das gedacht?! Der Berliner SC hat durch einen 2:1-Erfolg über den BFC Preussen am 11. November auch nach dem 14. Spieltag in der Berlin-Liga den zweiten Tabellenplatz behaupten Gerdts1 Webkönnen. Damit hat sich der Klub, der in der Sommerpause viele erfahrene Spieler ziehen lassen musste und sich zudem von seinem Erfolgscoach Wolfgang Sandhowe getrennt hatte, nach knapp der Hälfte der Saison in der Spitzengruppe etabliert.
Auf dem heimischen Hubertussportplatz war der BSC gegen die Gäste aus Lankwitz bereits nach 19 Minuten durch Teo Matkovic in Front gegangen. Noch vor der Pause konnte Kiyan Soltanpour auf 2:0 erhöhen. Erst in der Nachspielzeit gelang Egzon Ismaili für den BFC der Anschlusstreffer. Die drei Punkte allerdings blieben in Grunewald.
Mit neun Siegen, drei Remis und nur zwei Niederlagen mischt der BSC mit 30 Punkten in der Tabelle ganz vorn mit. An der Spitze liegt Sparta Lichtenberg (32 Zähler), auf Rang drei folgt der SFC Stern 1900 (28). Und gegen genau diese beiden Kontrahenten geht es an den kommenden beiden Spieltagen bevor zum Abschluss der Hinrunde der Tabellenachte SV Empor Berlin an der Hubertusallee gastieren wird.
Der Aufstieg in die Oberliga ist aber sowohl bei den Trainern als auch im Team überhaupt kein Thema. Obwohl: Auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins am 8. November soll Präsident Hans-Joachim Fenske mit einem Augenzwinkern die Frage gestellt haben: „Ihr wollt doch wohl nicht aufsteigen, oder?!“

Tegel: VfL Tegel zieht nach Formfehler Damenteam vom Spielbetrieb zurück

Da der VfL Tegel für seine Tischtennisdamen eine so genannte Teilnahme- und Verpflichtungserklärung beim Deutschen Tischtennisbund (DTTB) nicht fristgerecht eingereicht hatte, wurde das Team aus der Regionalliga ausgeschlossen und der Verbandsoberliga – zwei Ligen tiefer – zugeteilt. Nach einem juristischen Tauziehen hat der Klub sein Team, das in dieser Liga sportlich nicht annähernd gefordert war, nun komplett zurückgezogen. Damit gibt es beim VfL Tegel nach 19 Jahren, in denen man auch in der 2. Bundesliga aktiv war, kein Damen-Leistungssport mehr.
„Das ist für uns alle sehr bitter und nach wie vor ein großer Schock, den wir erst einmal verdauen müssen“, konstatiert Thomas Jajeh, Mannschaftsführer und 2. Vorsitzender der Tischtennisabteilung im VfL. „Wir müssen alles, was passiert ist, zunächst einmal sacken lassen. In einer Vorstandssitzung im Dezember werden wir uns Gedanken darüber machen, wie es vielleicht weitergehen kann.“
Was war passiert: Der VfL, der in dieser Spielzeit den Aufstieg in die 3. Liga anpeilen wollte, hat das Team und alle Spielerwechsel fristgerecht gemeldet. Nur die erwähnte Verpflichtungserklärung, mit der der Vorstand des Gesamtvereins sein Einverständnis für die Teilnahme am Spielbetrieb erklärt, fehlte noch. Nur einen Tag nach Ablauf der Frist meldete sich Spielleiter Andreas Ahlers beim VfL, um auf das Versäumnis hinzuweisen – ein Formfehler mit fatalen Folgen. Der VfL reichte die Erklärung zwar umgehend nach. Doch am Ausschluss änderte sich nichts. „Ich habe diesen Fehler gemacht, niemand anderes“, erklärt Jajeh ohne Umschweife. Und doch versuchte der Klub zunächst vor dem Sportgericht gegen die Entscheidung des Ausschlusses vorzugehen. Das Hauptargument dabei: die Unverhältnismäßigkeit dieser Regelung. „Nicht nachvollziehbar ist es, wenn aus der bloßen Versäumnis einer Frist selbst dann der sofortige Ausschluss vom Spielbetrieb erfolgt, wenn diese Frist ohne weiteres kurzfristig nachgeholt werden kann und im Übrigen sämtliche anderen Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb vorliegen“, heißt es in einem offenen Brief des VfL an den Präsidenten des DTTB, Michael Geiger. Und weiter: „Ein Verband, der die Förderung des Tischtennissports zum Zweck hat, muss ein Interesse haben, einen Verein nicht nur deshalb vom Spielbetrieb auszuschließen, weil er offenkundig formale Fehler begeht.“ Das Sportgericht räumte ein, dass die Ausführungen zur Unverhältnismäßigkeit nicht von der Hand zu weisen seien. In letzter Konsequenz lehnten aber sowohl das Sport- als auch das Bundesgericht die Klage ab.

Borsigwalde: SC bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück

Der SC Borsigwalde hat sich mit einer furiosen Aufholjagd am 21. Oktober beim SV Berolina Mitte einen Punkt sichern können. Und dennoch läuft das Team von der Tietzstraße nach neun SCB1 bei Bero WebSpieltagen in der Fußball-Bezirksliga, Staffel zwei der Musik hinterher und bleibt nach knapp einem Drittel der Saison auch hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Nach 60 Minuten war die Stimmung auf dem Sportplatz an der Kleinen Hamburger Straße im Keller – zumindest bei allen, die es mit dem SC Borsigwalde hielten. Die Reinickendorfer lagen mit 0:3 zurück. Und alles – wirklich alles – sah nach einer Niederlage aus. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Doch der SC kämpfte. Und das wurde belohnt: Robert Bielke, Muhammet Yildirim und Roger Büttner sicherten mit ihren Toren immerhin noch einen Punkt.
Und doch bleibt der SC Borsigwalde mit nur zwei Siegen aus neun Partien und mit Rang zwölf weiter im Tabellenkeller hängen. Dabei hatte man nach der letzten Saison, als man den Klassenerhalt mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge hauchdünn erringen konnte, den Blick weiter nach oben richten wollen. „Einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“ und „vielleicht ganz oben angreifen“ waren Sätze, die man aus dem Lager der Borsigwalder hören konnte. Dafür ist die bisherige Ausbeute aber definitiv zu dürftig.