Grunewald: Junges Team überrascht die Konkurrenz

Wer hätte das gedacht?! Der Berliner SC hat durch einen 2:1-Erfolg über den BFC Preussen am 11. November auch nach dem 14. Spieltag in der Berlin-Liga den zweiten Tabellenplatz behaupten Gerdts1 Webkönnen. Damit hat sich der Klub, der in der Sommerpause viele erfahrene Spieler ziehen lassen musste und sich zudem von seinem Erfolgscoach Wolfgang Sandhowe getrennt hatte, nach knapp der Hälfte der Saison in der Spitzengruppe etabliert.
Auf dem heimischen Hubertussportplatz war der BSC gegen die Gäste aus Lankwitz bereits nach 19 Minuten durch Teo Matkovic in Front gegangen. Noch vor der Pause konnte Kiyan Soltanpour auf 2:0 erhöhen. Erst in der Nachspielzeit gelang Egzon Ismaili für den BFC der Anschlusstreffer. Die drei Punkte allerdings blieben in Grunewald.
Mit neun Siegen, drei Remis und nur zwei Niederlagen mischt der BSC mit 30 Punkten in der Tabelle ganz vorn mit. An der Spitze liegt Sparta Lichtenberg (32 Zähler), auf Rang drei folgt der SFC Stern 1900 (28). Und gegen genau diese beiden Kontrahenten geht es an den kommenden beiden Spieltagen bevor zum Abschluss der Hinrunde der Tabellenachte SV Empor Berlin an der Hubertusallee gastieren wird.
Der Aufstieg in die Oberliga ist aber sowohl bei den Trainern als auch im Team überhaupt kein Thema. Obwohl: Auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins am 8. November soll Präsident Hans-Joachim Fenske mit einem Augenzwinkern die Frage gestellt haben: „Ihr wollt doch wohl nicht aufsteigen, oder?!“

Tegel: VfL Tegel zieht nach Formfehler Damenteam vom Spielbetrieb zurück

Da der VfL Tegel für seine Tischtennisdamen eine so genannte Teilnahme- und Verpflichtungserklärung beim Deutschen Tischtennisbund (DTTB) nicht fristgerecht eingereicht hatte, wurde das Team aus der Regionalliga ausgeschlossen und der Verbandsoberliga – zwei Ligen tiefer – zugeteilt. Nach einem juristischen Tauziehen hat der Klub sein Team, das in dieser Liga sportlich nicht annähernd gefordert war, nun komplett zurückgezogen. Damit gibt es beim VfL Tegel nach 19 Jahren, in denen man auch in der 2. Bundesliga aktiv war, kein Damen-Leistungssport mehr.
„Das ist für uns alle sehr bitter und nach wie vor ein großer Schock, den wir erst einmal verdauen müssen“, konstatiert Thomas Jajeh, Mannschaftsführer und 2. Vorsitzender der Tischtennisabteilung im VfL. „Wir müssen alles, was passiert ist, zunächst einmal sacken lassen. In einer Vorstandssitzung im Dezember werden wir uns Gedanken darüber machen, wie es vielleicht weitergehen kann.“
Was war passiert: Der VfL, der in dieser Spielzeit den Aufstieg in die 3. Liga anpeilen wollte, hat das Team und alle Spielerwechsel fristgerecht gemeldet. Nur die erwähnte Verpflichtungserklärung, mit der der Vorstand des Gesamtvereins sein Einverständnis für die Teilnahme am Spielbetrieb erklärt, fehlte noch. Nur einen Tag nach Ablauf der Frist meldete sich Spielleiter Andreas Ahlers beim VfL, um auf das Versäumnis hinzuweisen – ein Formfehler mit fatalen Folgen. Der VfL reichte die Erklärung zwar umgehend nach. Doch am Ausschluss änderte sich nichts. „Ich habe diesen Fehler gemacht, niemand anderes“, erklärt Jajeh ohne Umschweife. Und doch versuchte der Klub zunächst vor dem Sportgericht gegen die Entscheidung des Ausschlusses vorzugehen. Das Hauptargument dabei: die Unverhältnismäßigkeit dieser Regelung. „Nicht nachvollziehbar ist es, wenn aus der bloßen Versäumnis einer Frist selbst dann der sofortige Ausschluss vom Spielbetrieb erfolgt, wenn diese Frist ohne weiteres kurzfristig nachgeholt werden kann und im Übrigen sämtliche anderen Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb vorliegen“, heißt es in einem offenen Brief des VfL an den Präsidenten des DTTB, Michael Geiger. Und weiter: „Ein Verband, der die Förderung des Tischtennissports zum Zweck hat, muss ein Interesse haben, einen Verein nicht nur deshalb vom Spielbetrieb auszuschließen, weil er offenkundig formale Fehler begeht.“ Das Sportgericht räumte ein, dass die Ausführungen zur Unverhältnismäßigkeit nicht von der Hand zu weisen seien. In letzter Konsequenz lehnten aber sowohl das Sport- als auch das Bundesgericht die Klage ab.

Borsigwalde: SC bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück

Der SC Borsigwalde hat sich mit einer furiosen Aufholjagd am 21. Oktober beim SV Berolina Mitte einen Punkt sichern können. Und dennoch läuft das Team von der Tietzstraße nach neun SCB1 bei Bero WebSpieltagen in der Fußball-Bezirksliga, Staffel zwei der Musik hinterher und bleibt nach knapp einem Drittel der Saison auch hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Nach 60 Minuten war die Stimmung auf dem Sportplatz an der Kleinen Hamburger Straße im Keller – zumindest bei allen, die es mit dem SC Borsigwalde hielten. Die Reinickendorfer lagen mit 0:3 zurück. Und alles – wirklich alles – sah nach einer Niederlage aus. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile und die besseren Torchancen. Doch der SC kämpfte. Und das wurde belohnt: Robert Bielke, Muhammet Yildirim und Roger Büttner sicherten mit ihren Toren immerhin noch einen Punkt.
Und doch bleibt der SC Borsigwalde mit nur zwei Siegen aus neun Partien und mit Rang zwölf weiter im Tabellenkeller hängen. Dabei hatte man nach der letzten Saison, als man den Klassenerhalt mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge hauchdünn erringen konnte, den Blick weiter nach oben richten wollen. „Einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“ und „vielleicht ganz oben angreifen“ waren Sätze, die man aus dem Lager der Borsigwalder hören konnte. Dafür ist die bisherige Ausbeute aber definitiv zu dürftig.

Charlottenburg: Etliche Mängel auf der Julius-Hirsch-Sportanlage

In den letzten Monaten haben sich kritische Äußerungen von Fußballern, Verantwortlichen und Zuschauern über den Zustand der Julius-Hirsch-Sportanlage im Eichkamp gehäuft.
Stehplatztribüne1 WebDie Mängelliste ist lang: Aus der kleinen Stehplatztribüne und der Treppe, die zum Rasenplatz führt, sind ganze Steinblöcke herausgebrochen. Ein falscher Schritt und die Bänder sind durch, wenn nicht sogar der Knochen. Bereits im Juni sind die zuständigen Ämter darauf aufmerksam gemacht worden. Passiert ist bis heute: Nichts! An der Zuschauerbarriere, genau an der Stelle, die die Spieler passieren müssen, um den Rasenplatz zu betreten, stehen zwei Metallstreben weit hervor: „Nicht daran zu denken, was passieren würde, wenn bei einem Tumult da jemand hineingeschoben wird“, heißt es aus Reihen des TuS Makkabi. Ein weiteres Ärgernis sind die Gräser und das Gestrüpp hinter den Toren, die locker Kniehöhe erreichen und nicht entfernt werden. Man bekomme in der Zeit von Juni bis September regelmäßig Zeckenwarnungen, aber gemäht werde nur der Platz, nicht der Bereich hinter den Toren. Ohnehin wird die fehlende Kommunikation zwischen den ausführenden Firmen und dem Platzwart bemängelt. So soll es häufiger vorkommen, dass der Platzwart das Spielfeld abkreidet – ohne aber darüber Bescheid zu bekommen, dass einen Tag später gemäht wird.

Grunewald: Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss überwintern als Vorletzter

Die Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss Berlin haben die letzten beiden Spiele in der 1. Bundesliga vor der Winterpause verloren und überwintern auf dem vorletzten Rang und damit einem Abstiegsplatz.
Nachdem die Blau-Weissen am 27. Oktober ihr Gastspiel beim UHC in Hamburg unglücklich mit 3:5 verloren hatten, musste man sich auch knapp 24 Stunden später vor heimischem Publikum geschlagen geben: Beim Duell mit dem Harvestehuder THC zog die Truppe um ihren niederländischen Coach Stan Huijsmans mit 3:4 den Kürzeren.
In beiden Partien gegen zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte waren die Berliner aber ganz dicht dran: Man habe in Hamburg über 50 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, in dem deutlich mehr drin gewesen wäre, erklärte der Coach der Berliner. Durch Treffer von Nico Weging und Luis Gill (2) hatten die Blau-Weissen nach 40 Minuten sogar noch mit 3:2 in Front gelegen und zudem kurz vor Schluss einige sehr gute Möglichkeiten ausgelassen.
Das Duell mit Harvestehude ging sogar erst durch ein Tor der Gäste in der letzten Spielminute verloren. Auch in diesem Spiel hatten die Berliner durch Tore von Paul Dösch und Leo Mitai-Wells bis zur 40 Minute in Front gelegen und – nach einem zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand – in der 58. Minute durch Tobias Posselt noch einmal ausgeglichen. Doch am Ende reichte es wieder einmal nicht.