Borsigwalde: SC-Frauen hängen im Tabellenkeller fest

Die Frauen vom SC Borsigwalde haben das Duell der Berlin-Liga beim SV Berolina Mitte mit 0:7 verloren und hängen weiter im Tabellenkeller fest. Nach dem 7. von insgesamt 26 Spieltagen liegt Frauenfussball1 Webdas Team mit einem Sieg, einem Remis und fünf Niederlagen auf dem vorletzten Platz und damit auf einem Abstiegsrang.
Bis zur Pause konnten die Frauen aus dem Norden noch gut mithalten und lagen durch einen Treffer der überragenden Friedas Barck nur mit 0:1 zurück – doch nach dem Wechsel ging es gegen ein immer stärker werdendes Berolina allmählich dahin.
In der letzten Saison hatten die Borsigwalder Frauen mit 15 Siegen, sieben Remis und nur vier Niederlagen hinter dem SC Staaken Platz zwei in der Landesliga erobert und waren gemeinsam mit den Spandauerinnen in Berlins höchste Spielklasse aufgestiegen. 76 Mal hatte die Truppe von der Tietzstraße ins Tor des Gegners getroffen – allein 22 Treffer gingen auf das Konto von Coralie Luzia Kokott. Nicole Mackowiak hatte neun Mal, Maja Buczek immerhin noch sieben Mal getroffen. Doch in dieser Spielzeit ist noch Sand im Getriebe – was natürlich aber auch mit der Qualität der gegnerischen Abwehrreihen in Berlins höchster Spielklasse zu tun hat. In sieben Berlin-Liga-Spielen hat das gesamte Borsigwalder Team lediglich fünf Tore erzielen können. Doch die Saison ist noch lang. Und die Teams im Tabellenkeller stehen dicht beieinander, so dass das Saisonziel – der Klassenerhalt – natürlich immer noch möglich und auch realistisch ist.

Wittenau: Neues Funktionsgebäude könnte an der Göschenstraße entstehen

Der Kabinentrakt auf dem Sportplatz an der Göschenstraße wird nun doch nicht mit Geldern aus dem Sportstättensanierungsprogramm aufwendig saniert, sondern vermutlich abgerissen. Doch Kabinen2 Webzuvor würde auf der Anlage ein neues Funktionsgebäude entstehen.
Bis 2020 sollten ursprünglich in insgesamt drei Bauabschnitten die Kabinen, die Sanitäranlagen und die Betriebstechnik des Sportfunktionsgebäudes komplett erneuert werden. Diese Sanierung ist nun zurückgestellt worden, da sich im Rahmen der Vorplanung herausgestellt habe, dass eine Sanierung unwirtschaftlich ist, bestätigt Kerstin Gaebel, Leiterin des Sport- und Schulamts.
Beim Wittenauer SC Concordia, der die Anlage neben den Hockeyspielern der Berliner Bären und dem Berufsschul- und Schulsport hauptsächlich nutzt, ist man erfreut. „Wir wissen zwar noch nichts Genaues. Aber wir sind zunächst einmal sehr froh darüber, dass es keine Sanierung gibt und die gesamte Sportanlage damit für rund eineinhalb Jahre – im schlimmsten Fall – überhaupt nicht genutzt hätte werden können“, erklärt der Vorsitzende Holger Seidel. „Das wäre für unseren Verein unter Umständen tödlich gewesen.“

Reinickendorf: Trainer schmeißt hin

Nach einem katastrophalen Saisonstart in der Berlin-Liga mit keinem einzigen Sieg, nur zwei Remis und sieben Niederlagen nach neun Spieltagen hat Füchse-Coach Guido Perschk sein Traineramt Perschk geht Webniedergelegt.
Die Mannschaft präsentierte sich zuletzt in einem schlimmen Zustand: Kraftlos, mutlos, ideenlos agierte das Team in den letzten Partien. Negativer Höhepunkt war das 0:6-Debakel am Tag der Deutschen Einheit beim SV Tasmania. Dabei hatte Perschk seiner neu zusammengestellten Mannschaft zu Saisonbeginn attestiert, qualitativ besser zu sein als das Team der Vorsaison, das nach einer sehr durchwachsenen Spielzeit mit Rang 15 und einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge den Klassenerhalt nur mit Hängen und Würgen geschafft hatte. Damals hatte Perschk angemerkt, ein paar graue Haare mehr bekommen und zwei „Menschenleben“ verloren zu haben. Nicht auszumalen, wie sich der Ex-Coach in den letzten Wochen gefühlt haben mag.
Kurioserweise könnte das erste Spiel ohne Guido Perschk an der Seitenlinie tatsächlich eine Initialzündung gewesen sein: Das auf den 10. Oktober verlegte Spiel des 10. Spieltages beim Aufsteiger SC Charlottenburg konnten die Füchse mit 2:0 für sich entscheiden. Die Tore erzielten Robin Moerer und Michael Trotzer. Verantwortlich an der Seitenlinie bei dem Gastspiel im Mommsenstadion war Co-Trainer und Ex-Spieler Frank Trampisch. Ob dies eine Übergangs- oder eine dauerhafte Lösung sein kann, bleibt abzuwarten.
Vielleicht ist durch diesen Erfolg tatsächlich der Korken aus der Flasche. Aber die kommenden Gegner werden nicht einfacher: Am Freitag, 19. Oktober gastiert mit Sparta Lichtenberg der Spitzenreiter der Berlin-Liga in Reinickendorf. Die Partie im Wackerstadion an der Kienhorststraße 170 wird um 19 Uhr angepfiffen.

Westend: Berlin United marschiert in Landesliga vorn weg

In der Fußball-Landesliga, Staffel zwei zieht der Topfavorit auf Meisterschaft und Aufstieg, Berlin United – vielen noch als Club Italia bekannt – bereits nach dem 8. Spieltag einsam seine Kreise Trainerduo Weban der Tabellenspitze.
Durch den 3:1 (2:0)-Erfolg über den BFC Dynamo II im Stadion Westend am 7. Oktober konnte das Team um sein Trainerduo Thomas „Icke“ Häßler und Christoph Höche seinen Vorsprung sogar noch ausbauen, da die Verfolger Federn ließen. Torjäger Hamdi Chamki und Antreiber Lennart Hartmann hatten United bereits vor der Pause mit 2:0 in Front und damit auf die Siegerstraße geschossen. Thiemo-Jerome Kialka (90. Minute) für die Gastgeber und Lucas Brumme (90. +1) für den BFC sorgten quasi mit dem Abpfiff für den Endstand.
Mit 22 Punkten, sieben Siegen und einem Remis, steht Berlin United da, wo alle Fachleute die Truppe vom Spandauer Damm schon vor der Saison gesehen hatten – an der Tabellenspitze. Und die Verfolger tun sich schwer: Der Tabellenzweite Lichtenrader BC kam beim Friedenauer TSC nicht über ein 3:3 hinaus. Und der Drittplatzierte Wittenauer SC Concordia musste sich beim TSV Rudow II sogar mit 1:2 geschlagen geben. Allerdings war und ist der Konkurrenz die Ausnahmeposition von Berlin United ohnehin bewusst wie zum Beispiel Holger Seidel, Vorsitzender beim Wittenauer SC, unmissverständlich zu verstehen gibt: „Berlin United spielt definitiv in einer anderen Liga. Im Endeffekt können sie sich – mit dem Spielerkader, den sie zur Verfügung haben – nur selbst schlagen.“

Reinickendorf: Concordia fegt Nordberliner SC vom Platz

Am 7. Spieltag der Fußball-Landesliga, dem Tag der deutschen Einheit, demontierte der Wittenauer SC Concordia im Derby den Nordberliner SC mit 6:1 (3:0) – und das, obwohl die Gastgeber Derby1 Webknapp eine Stunde lang in Unterzahl agieren mussten, nachdem Marvin Teuber die Rote Karte gesehen hatte.
Mann des Tages war Torjäger Marcel Madsack, der vier Treffer erzielen konnte. Kevin Teuber und Kapitän Daniel Steffan steuerten die weiteren Tore für das Team um Trainer Karsten Steffan bei. Den Ehrentreffer für erschreckend harmlose Heiligenseer erzielte Danny Teichfischer. Einziger Wehrmutstropfen für den Wittenauer SC: Nur rund 30 Zuschauer fanden bei typischem Aprilwetter den Weg auf den Sportplatz Göschenstraße. Allerdings hatte der Vorsitzende Holger Seidel eine plausible Antwort parat: „Wir haben diese Ansetzung nicht gemacht. Aber ein Derby auf einen Feiertag zu legen, ist nicht besonders glücklich“, so Seidel über die doch ein wenig enttäuschende Kulisse. Allerdings ist der Vorsitzende mit dem Saisonstart sehr zufrieden: „Super! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so gut aus den Startlöchern kommen.“ Mit vier Siegen, zwei Remis und einer Niederlage belegen die Wittenauer Rang drei. „Man muss aber auch ehrlich sein und sagen, dass wir bislang fast ausnahmslos gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gespielt haben.“