Berlin: Intoleranz als Ergebnis eines fehlenden Dialogs

Am 29. September wurde zum mittlerweile 13. Mal ein interreligiöses Fußballspiel zwischen Pfarrern und Imamen ausgerichtet. Die Idee, dieses Match zu initiieren, war und ist, die Vielfalt und Pfarrer Imame1 Webdie Toleranz in den Mittelpunkt zu stellen, das Miteinander und den Dialog zu fördern, Vorurteile abzubauen. Diese Gedanken sind nicht nur für Berlins Fußballer in Zeiten der Özil-Debatte und den Rassismus-Vorwürfen gegen den Deutschen Fußballbund (DFB) oder den Ereignissen in Chemnitz – um nur einiges zu nennen – aktueller denn je.
Begleitet wurde diese Partie durch ein Fairplay-Turnier für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund, das im Rahmen des vom Berliner Fußball-Verband (BFV) initiierten Projektes FUSSBALL GRENZENLOS durchgeführt wurde. Veranstalter waren der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg, das Berliner Missionswerk / Ökumenisches Zentrum, die Initiative Berliner Muslime, die Islamische Föderation in Berlin, der BFV und die Anglikanische Kirche (St. Georges) zu Berlin. Die Partie gewannen die Imame mit 2:1. Viel wichtiger aber war, dass mit dieser Veranstaltung und einer abschließenden Podiumsdiskussion zum Dialog aufgefordert und für Vielfalt geworben wurde – nicht aber, ohne auch Probleme wie Intoleranz und Rassismus anzusprechen.

Berlin: Familien bemängeln Zustand öffentlicher Sportstätten

Eine Umfrage des Berliner Beirats für Familienfragen im Rahmen der Familiensportmesse im August hat jetzt – nach Auswertung – die bereits im Frühjahr vom Landessportbund Berlin festgestellte Tendenz bestätigt, nach der zahlreiche Berliner den Zustand von Sportanlagen in der Hauptstadt bemängeln.
Befragt wurden 320 Berliner Familien. Aufgrund der geringen Fallzahl und den unterschiedlich stark abgebildeten Bezirken können zwar keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden – trotzdem lassen sich Tendenzen erkennen.
Über 50 Prozent der Befragten sind mit dem quantitativen Sport- und Bewegungsangebot in Berlin recht zufrieden. Ein Drittel aber sieht einen erhöhten Investitionsbedarf in spezifische Sportarten, wie zum Beispiel Schwimmen, Handball oder Tanzen. 27 Prozent der Befragten fordern höhere Investitionen in die Infrastruktur wie öffentliche Sportplätze, Sporthallen oder Radwege.
Bei der Abfrage nach den Mängeln im Sport- und Bewegungsangebot wurde am häufigsten die Unzufriedenheit mit den Nutzungszeiten von Sportanlagen genannt (16 Prozent). Im Kindersport, insbesondere im Kleinkindersport, besteht eine große Nachfrage. Kindersport wird, im Gegensatz zu allen anderen genannten Sport- und Bewegungsangeboten, sogar in höherer Zahl nachgefragt als ausgeübt. Die Familien forderten auch mehr Präsenz von Sport in Kindertagesstätten und Schulen.

Reinickendorf: Sport im Park zieht positive Bilanz

Rund 500 Teilnehmer pro Woche haben die Sportkurse besucht, die der TSV Berlin-Wittenau im Rahmen des von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanzierten Projektes „Sport im Panzig1 WebPark“ an drei Standorten im Bezirk angeboten hat. Projektleiterin Stephanie Panzig blickte im Gespräch mit dem Sportjournalisten Michael Nittel zurück und versprach für die nahe Zukunft „Open Air – das ganze Jahr!“

Das Projekt war ursprünglich von Mai bis August geplant. Jetzt ging es sogar bis Ende September. Warum?

Stephanie Panzig: Der Sommer war noch da. Wir hatten viel Spaß mit den Leuten. Das Interesse war riesengroß. Und da noch ein bisschen Geld über war, konnten wir das Projekt nach Absprache mit der Senatsverwaltung bis zum 22. September verlängern.

Die Teilnehmerzahlen sind im Vergleich zu 2017, als Sie „Sport im Park“ initiiert hatten, gestiegen. Sind Sie mit dieser Entwicklung zufrieden?

Stephanie Panzig: Ja, sehr. Wir hatten 2017 noch deutlich weniger Interessenten. Der Anstieg hängt damit zusammen, dass zu den Leuten, die das Projekt schon kannten, viele Neue hinzugekommen sind, weil sich einfach herumgesprochen hat, was wir da Tolles machen. Vielleicht konnten wir darüber hinaus aber auch ein paar Berührungsängste abbauen, so dass sich dieses Jahr mehr Leute getraut haben, einfach mal vorbeizukommen und mitzumachen. Und dann hat uns natürlich auch das fantastische Wetter im Vergleich zum verregneten Sommer 2017 in die Karten gespielt.

Berlin: Purzelbaumaktion als Plädoyer fürs Kinderturnen

Jeder Mensch hat in seinem Leben schon mal einen gemacht – einen Purzelbaum. Er ist ein Grundelement des Kinderturnens. Mit seiner Aktion „Purzelbäume um die Welt“ ruft der Deutsche Purzelbaum4 WebTurner-Bund noch bis zum 11. November, dem Tag des Kinderturnens, dazu auf, Purzelbäume zu sammeln. Das Ziel: 40.075 Kilometer mit Purzelbäumen zurückzulegen.
Bei Veranstaltungen wie Turnfesten, Kongressen, Vereinsfeiern oder Kinderturn-Stunden können Purzelbäume gemacht, gesammelt und dem Turner-Bund oder den Landesverbänden schriftlich gemeldet werden. Mit dieser Aktion, die im Rahmen der Offensive Kinderturnen ausgerichtet wird, möchte der Deutsche Turner-Bund auf die Bedeutung von Bewegung und das Kinderturnen aufmerksam machen. Es geht um den Spaß an der Bewegung – und zwar für alle Kinder. Jeder kann, jeder soll mitmachen: Kinder aus allen sozialen Schichten, Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Behinderung. Es wird quasi symbolisch gepurzelt, damit all diese Kinder einen Zugang zur Bewegung erhalten und Teil dieser Aktion, Teil dieses Rekordversuches sein können. Denn: 40.075 gepurzelte km bedeuten Weltrekord!

Lübars: 1. FC Lübars gewinnt ohne Trainer erstes Saisonspiel

Talha Köse ist nicht mehr Trainer beim 1. FC Lübars. Der 35-jährige Übungsleiter verkündete nach einem schwachen Saisonstart seinen Abschied. Und als möglicher Nachfolger ist ein alter Köse WebBekannter im Gespräch.
Zurzeit kicken die Lübarser aber ganz ohne Coach. Der Mannschaftsrat stellt das Team auf. Und es klappt: Schon im zweiten Saisonspiel ohne Trainer setzte es den ersten Erfolg. Mit 3:2 gewann der 1. FC am 23. September seine Auswärtspartie beim Adlershofer BC. Angreifer Andre Rundau hatte die Gäste in Front geschossen, bevor Anton Feiler mit einem Doppelschlag nach knapp einer Stunde die Partie zunächst zugunsten der Adlershofer drehten konnte. Doch der direkt im Anschluss eingewechselte Andre-Roger Haim, in der Sommerpause von Fortuna Pankow nach Lübars gewechselt, drehte wiederum mit seinen beiden Treffern (67. und 88. Minute) das Match und bescherte den Grün-Weißen den ersten Dreier der Saison.
Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage sowie dem peinlichen Pokalaus beim NSC Marathon in Neukölln hatte Köse für sich die Entscheidung getroffen, dass es beim 1. FC nicht mehr weitergehen soll. Immerhin hatten die Lübarser in der letzten Saison lange Zeit um den Aufstieg mitgekämpft und ihn letztlich nur denkbar knapp verpasst. Zwar gab es im Sommer ein paar namhafte Abgänge. Aber die Mannschaft ist immer noch stark genug, in der Bezirksliga eine ordentliche Rolle zu spielen – in jedem Fall aber zu gut, um gegen den Abstieg kämpfen zu müssen.