Charlottenburg: Tennis Borussia schlägt CFC Hertha 06

Tennis Borussia Berlin hat ein packendes Derby in der Fußball-Oberliga beim CFC Hertha 06 für sich entschieden: Die Veilchen setzten sich am 23. September gegen den Lokalrivalen mit 4:2 CFC TeBe Web(2:1) durch.
Dass bei diesem Derby am 6. Spieltag der Tabellenfünfte auf den Tabellensechsten treffen würde, hätte wohl niemand so erwartet. Der CFC ist zur Überraschung vieler Fachleute richtig gut aus den Startlöchern gekommen. Zudem hatte Coach Murat Tik seinem Team zuletzt attestiert, von Woche zu Woche besser zu werden. Zur Erinnerung: Die Herthaner, die nach ihrem Aufstieg in den überregionalen Fußball im Jahr 2015 immer gegen den Abstieg gespielt haben und sich im Juni diesen Jahres erst in der Relegation retten konnten, galt auch zu Beginn dieser Spielzeit als möglicher Abstiegskandidat. Insbesondere, weil das Team nach etlichen Abgängen und Neuverpflichtungen vor einem Neuanfang stand. Und TeBe? Wie quasi in jedem Jahr ist der Traditionsklub als einer der Topfavoriten in die Saison gestartet – die Ausbeute von drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage bis zu diesem Derby ordentlich, aber nicht überragend. Und so trafen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander, die sich auch aufgrund der Witterung ein umkämpftes Duell lieferten. Monatelang hat Berlin auf Regen gewartet – pünktlich zum Anpfiff des Derbys auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße öffnete der Himmel seine Schleusen.

Grunewald: Neu formierter BSC kommt gut aus den Startlöchern

Der Berliner SC kam am 7. Spieltag der Berlin-Liga nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Türkiyemspor hinaus. Und dennoch kann man dem neu formierten Team um seinen neuen Trainer Fabian BerlinerSC1 Türkiyem WebGerdts einen guten Saisonstart attestieren.
Das Duell mit den Gästen aus Kreuzberg auf dem Hubertussportplatz am 23. September war in erster Linie das Duell alter Bekannter: Wolfgang Sandhowe, aktueller Coach bei Türkiyemspor, kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück: Zwei Jahre lang hatte er den BSC trainiert – das Team in Berlins höchster Spielklasse auf die Plätze neun und drei sowie in das Finale um den Berliner Fußballpokal 2018 geführt. Im Sommer dann aber – völlig überraschend – die Trennung, die alles andere als geräuschlos verlief: Sandhowe sei zurückgetreten, hieß es von BSC-Seite – der Klub habe ihn entlassen, verkündete hingegen der 64-Jährige. Es ging wohl ums liebe Geld und um Kompetenzen. Sandhowes Nachfolger: sein ehemaliger Co-Trainer, der 36 Jahre jüngere Fabian Gerdts.
Da es mit einem geringeren Budget in die neue Spielzeit ging, kam es auch im Kader zu zahlreichen Veränderungen: Leistungsträger wie Torwart Mateusz Mika, Torjäger Ricky Djan-Okai, Defensivspieler Deniz Yesiltepe – oftmals der Turm in der Schlacht – sowie die Antreiber Emre Demir und Salvatore Rogoli – um nur einige zu nennen – verließen den Klub. Und doch ist der BSC mit vier Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage richtig gut aus den Startlöchern gekommen und belegt nach dem 7. Spieltag immerhin Platz 3.

Charlottenburg: Teams aus dem Bezirk bleiben am 6. Spieltag der Berlin-Liga sieglos

In der Berlin-Liga sind die drei Charlottenburger Vertreter am 6. Spieltag sieglos geblieben. Doch während der TuS Makkabi beim 0:0 gegen den BFC Preussen immerhin einen Zähler einfahren Türkspor bei Tas Webkonnte, blieben der SC Charlottenburg mit dem 1:4 beim Frohnauer SC und Berlin Türkspor mit dem 1:3 beim SV Tasmania gänzlich ohne Punkte.
Die Partie von Türkspor an der Neuköllner Oderstraße begann am 16. September zwar erst um 14 Uhr. Aber dennoch musste man den Kickern vom Heckerdamm ganz klar attestieren, dass sie die erste Viertelstunde komplett verschliefen: Und so führte Tasmania zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Lucas Bähr und Romario Hartwig schon mit 2:0. Zu allem Überfluss mussten die Gäste nach einer Roten Karte die Partie über eine Stunde lang in Unterzahl absolvieren.
Doch wie das im Fußball manchmal so ist: Das Team in Überzahl nimmt ein paar Prozente raus, während sich das Team in Unterzahl richtig reinhaut. Und so war Tasmania plötzlich nicht mehr zwingend, während Türkspor sich ein wenig zurückzog, sehr kompakt agierte und sein Heil in Kontern suchte. Trotzdem kamen die Neuköllner, vor allem zwischen der 46. und 70. Minute zu richtig guten Chancen, die zum Teil kläglich vergeben wurden und einigen Zuschauern die Zornesröte ins Gesicht trieben: „Das ist nicht mehr lustig“, hörte man von den Rängen.

Reinickendorf: Füchse auch nach dem 6. Spieltag weiter sieglos

Die Füchse Berlin sind auch nach dem 6. Spieltag in der Berlin-Liga sieglos geblieben und auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Dieses Mal zog das Team um Coach Guido Perschk beim BSV Füchse1 bei Dersim WebAl-Dersimspor auf dem Sportplatz am Anhalter Bahnhof am 16. September mit 1:2 den Kürzeren.
Zwei Unentschieden und vier Niederlagen – das ist die ernüchternde Bilanz der Füchse. Doch es ist vielmehr die Spielweise, die aktuell Anlass zur Sorge gibt: Bei nahezu jeder Ballannahme, bei jedem Pass im Duell mit Dersimspor spielte die Angst mit: Bloß keinen Fehler machen, schien in jeder einzelnen Denkblase zu stehen, die über den Köpfen der Füchse-Kicker kreiste. Viel zu viele Fehler selbst im Kurzpassspiel, Ideenlosigkeit im Spielaufbau, einfach zu verteidigende lange Bälle, ungenaue Flanken aus dem Halbfeld, keine Torgefahr – das beschreibt die Spielweise der Füchse über weite Strecken. Auch in Sachen Aggressivität und Zweikampfstärke hatten die Kreuzberger den Reinickendorfern einiges voraus. Und Glück hatte man auch nicht: Ein 25 Meter Freistoß der Füchse krachte an die Unterkante der Latte – doch anstatt ins Tor oder an den Rücken von Dersim-Torwart Slim Garci zu springen, um dann über die Linie zu trudeln, fiel der Ball dem völlig verdutzten Schlussmann direkt in die Hände. Ganz frei nach dem Motto von Ex-Bundesligaprofi Jürgen Wegmann: Erst hatten die Füchse kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu.

Grunewald: Blau-Weiss-Hockeyteams wollen sich in Bundesligen etablieren

Sportlich hätte das Jahr 2018 für den TC Blau-Weiss Berlin bis Anfang September nicht besser laufen können, nachdem die Herren in die 1. und die Damen in die 2. Bundesliga aufgestiegen Gay1 Internet Webwaren. Zwar sind die Herren mit sechs Niederlagen gestartet – die Damen aber konnten ihre ersten drei Spiele allesamt gewinnen und sind Tabellenführer. Dennoch ist und bleibt die klare Zielsetzung für beide Teams, die Ligen zu halten und sich mittelfristig dort auch zu etablieren wie der sportliche Leiter und neue Damencoach Hendrik Gay dem Sportjournalisten Michael Nittel im Interview verriet.

Die Männer sind mit einer Niederlagenserie gestartet. Müssen wir uns Sorgen machen?

Hendrik Gay: Fakt ist, dass durchaus mehr drin gewesen wäre und die Tendenz nach oben geht. Aber klar: Jetzt müssen allmählich Punkte her.

Besteht die Gefahr, dass das eine Kopfsache wird, wenn man der Musik erst einmal hinterher läuft?

Hendrik Gay: Nein, ich denke nicht, weil wir dagegen steuern werden. Außerdem ist genug Qualität vorhanden. Und die Jungs wissen, dass auch in der 1. Bundesliga – abgesehen vielleicht von einem oder zwei Teams – alles sehr eng beieinander ist und man quasi in jedem Spiel Punkte holen und damit letztlich die Klasse auch halten kann. Jeder Einzelne muss dafür aber in jedem Spiel 120 Prozent geben. Und jetzt muss allmählich der Knoten platzen.