Grunewald: Hockey-Damen schlagen Feudenheimer HC

Die Hockey-Damen vom TC Blau-Weiss Berlin sind mit einem Erfolg in die Saison der 2. Bundesliga Süd gestartet: Die Truppe vom Grunewald setzte sich vor heimischem Publikum am 8. TCBW1 Feudenheim WebSeptember mit 1:0 (1:0) gegen den Feudenheimer HC durch. Kleiner Tipp für alle Geographieinteressierten: Feudenheim ist ein Stadtteil von Mannheim.
„Das ist natürlich ein toller Auftakt, der uns für die nächsten Wochen – so hoffe ich – mächtig Schwung geben wird“, freute sich auch Blau-Weiss-Coach Hendrik Gay. Der langjährige sportliche Leiter des Klubs hatte das Traineramt der Bundesliga-Damen im diesem Sommer zusätzlich übernommen. „Am Ende des Spiels haben wir uns, wenn ich ehrlich bin, schon ein bisschen über die Zeit gezittert. Aber betrachtet man die Anzahl der Torchancen und den gesamten Spielverlauf, so war dieser Sieg absolut verdient.“
Das Tor des Tages für den Aufsteiger erzielte Lisa Hapke bereits vor dem Halbzeitpfiff. Die 29-Jährige war vom Berliner HC an den Grunewald gewechselt und kann mit ihrer langjährigen Erfahrung in der 1. Bundesliga insbesondere den jungen Blau-Weiss-Spielerinnen weiterhelfen. Die größte Chance, mit einem möglichen 2:0 den Gästen aus Baden-Württemberg frühzeitig den Zahn zu ziehen, hatte Svenja Liebig zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Siebenmeterpunkt. Doch sie scheiterte an Nadine Stelter im Gästetor.

Berlin: Baseballer der Berlin Flamingos steigen aus 1. Bundesliga ab

Die Berlin Flamingos sind nach nur einer Saison wieder aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Doch im Märkischen Viertel steckt man den Kopf nicht in den Sand. Das kurzfristige Ziel ist der direkte Wiederaufstieg im Jahr 2019.
Es hatte so verheißungsvoll begonnen: Mit vier Siegen aus acht Spielen waren die Hauptstädter, die zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte überhaupt in der 1. Bundesliga aufgelaufen waren, vielversprechend gestartet. Schnell hatte man in Baseball-Kreisen das Etikett „Überraschungsteam“ angehängt bekommen. Selbst den in der gesamten Saison ungeschlagenen Bonn Capitals hätten die Flamingos fast ein Bein gestellt. Doch dann kam der 5. Mai. Und dieser Tag veränderte alles: Während der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei den Paderborn Untouchables war das Auto von Flamingos-Spieler Ron Rodiguez auf der A 2 kurz vor Magdeburg mit dem Wagen eines Geisterfahrers kollidiert. Rodriguez kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus und lag einige Tage im Koma. Für seine hochschwangere Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Einige Flamingos hatten die Bergung aus nächster Nähe miterleben müssen.
Was folgte war eine lange Niederlagenserie, die erst Mitte Juni mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den Bremen Dockers, enden sollte. „Es war eine unglaublich schwere Zeit für das Team und den ganzen Verein. Aber wir haben uns nach vielen Gesprächen dafür entschieden, die Saison zu Ende zu spielen“, erinnerte sich Flamingos-Sprecher Markus B. Jaeger. „Der sportliche Erfolg war in dieser Phase aufgrund der tragischen Situation in der Tat zweitrangig.“

Reinickendorf: Überraschungen im Berliner Fußballpokal

Man sagt, Pokalwettbewerbe hätten ihre eigenen Gesetze, weil es Underdogs immer wieder gelingt, höherklassige Mannschaften zu ärgern oder gar zu schlagen. Das bewiesen in der ersten Lübars Pokal1 WebRunde des Berliner Fußballpokals auch einige Reinickendorfer Klubs – im Positiven wie im Negativen.
Insgesamt waren zehn Teams in der ersten Runde am 8. und 9. September an den Start gegangen. Fünf qualifizierten sich für die nächste Runde – für fünf Teams ist der diesjährige Pokalwettbewerb bereits beendet.
Die mit Abstand größte Überraschung landete dabei der SC Borsigwalde, ambitionierter Bezirksligist. Die Truppe von der Tietzstraße kegelte den drei Klassen höher spielenden Oberligisten CFC Hertha 06 mit 1:0 aus dem Wettbewerb. Das umjubelte Tor des Tages erzielte Michael Wolynski quasi mit dem Schlusspfiff. Die Füchse aus der Berlin-Liga setzten sich im Reinickendorfer Derby gegen den RFC Liberta, in der Kreisliga C beheimatet, souverän mit 7:0 durch. Jonas Göhler (2), Burak Tat, Dennis Rose, Onur Senyüz, Nils Lehmann und Tim Gross erzielen die Treffer. Auch die drei Reinickendorfer Landesligisten haben die zweite Pokalrunde erreicht: Der Nordberliner SC hatte beim 6:1-Erfolg beim 1. FFV Spandau (Kreisliga B) keine Probleme. Der VfB Hermsdorf setzte sich beim BSC Eintracht Südring (Kreisliga A) mit 4:2 durch. Ein bisschen mehr Mühe hatte der Wittenauer SC Concordia, der beim Bezirksligisten BSV Heinersdorf das Elfmeterschießen benötigte.

Reinickendorf: Halbmarathon lockt im Jubiläumsjahr 1.700 Athleten

Zum mittlerweile 20. Mal haben der VfL Tegel, der VfB Hermsdorf und der Ruder-Club Tegel den Mercedes-Benz-Halbmarathon ausgerichtet. Bei optimalem Laufwetter – um die 20 Grad, bewölkt, Vercruysse1 Webschwach windig – hatten am 2. September rund 1.700 Läuferinnen und Läufer ihre Schuhe geschnürt, um sich entweder auf die Halbmarathon-Distanz zu begeben oder am 10-Kilometer-Lauf teilzunehmen. Für rund 50 Kinder gab es auch in diesem Jahr wieder einen Mini-Marathon.
Die ausrichtenden Vereine hätten sich für das Jubiläum allerdings ein paar Teilnehmer mehr gewünscht – schließlich hatte man in der Vergangenheit das eine oder andere Mal auch schon die 2.000er Marke geknackt. Doch die Umstände waren in diesem Jahr nicht ganz optimal: Zum einen wurde der Berlin-Marathon, für den der Startschuss am Sonntag, 16. September um 9:15 Uhr fallen wird, um eine Woche vorverlegt, so dass zwischen den beiden Laufveranstaltungen in diesem Jahr nur 14 Tage statt der sonst üblichen drei Wochen lagen. Grund für diese Vorverlegung sind die Vorbereitungen zum Tag der Deutschen Einheit. Dadurch haben viele Läufer darauf verzichtet, den Halbmarathon – wie sonst üblich – als letzte Generalprobe für den Berlin-Marathon anzugehen. Zum anderen wurde parallel zum Halbmarathon das ISTAF ausgerichtet, so dass sich manch einer vielleicht lieber dafür entschieden haben mag, sich die Leichtathleten anzuschauen anstatt selbst aktiv zu werden.
Aber unabhängig davon war der Jubiläumshalbmarathon für alle Beteiligten, die ambitionierten, aber auch die Freizeitathleten ein toller Event mit großartigen läuferischen Leistungen.

Reinickendorf: Ingo Balke organisiert seit 20 Jahren den Halbmarathon

Zahlreiche, sehr engagierte Menschen vom VfL Tegel, dem VfB Hermsdorf und dem Ruderclub Tegel stellen seit nun mehr 20 Jahren den Mercedes-Benz-Halbmarathon auf die Beine. Balke Mascher1 WebFederführend ist dabei Ingo Balke vom VfL, der diese Veranstaltung mit initiiert hat. Der 79-jährige passionierte Läufer, der aufgrund seiner sehr umfangreichen Tätigkeiten vor, während und nach dem Halbmarathon kein einziges Mal an „seinem“ Lauf teilnehmen konnte, stellte sich Sportjournalist Michael Nittel im Interview.

Wie kam es zu der Idee, diese Laufveranstaltung, immerhin die größte im Norden Berlins, zu initiieren?

Ingo Balke: Es gab damals einen französisch-deutschen Freundschaftslauf. Der ging vom Rathaus Wedding zum Rathaus Reinickendorf. Irgendwann gab es aber innerhalb des Teams und mit dem französischen Freundschaftsverein Differenzen, so dass wir, die Vereine, uns entschieden haben, da auszusteigen und eine eigene Laufveranstaltung zu etablieren.