Schmargendorf: Sportfreunde holen ersten Punkt in der Landesliga

Die Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf haben am 2. September mal wieder Vereinsgeschichte geschrieben, waren aber dennoch nicht wirklich glücklich: Beim 2:2 im Duell der Fußball-Sportfreunde3 Inter WebLandesliga gegen den FC Internationale holten die Sportfreunde zwar zum allerersten Mal in dieser Liga einen Punkt. Allerdings fiel der Ausgleich für Internationale erst in allerletzter Sekunde, so dass die Sportfreunde dem so knapp verpassten und durchaus möglichen Sieg hinterhertrauerten.
Auch Mert Bulut darf sich über einen Eintrag in die Geschichtsbücher freuen. Schließlich ist der Angreifer mit seinem Treffer zum 1:0 der erste Sportfreund, der in der Landesliga für seinen Klub getroffen hat. Zwar gelang Rico Pejicic für den FC der Ausgleich. Doch noch vor dem Pausenpfiff konnte Oskar Schlembach die Schwarz-Gelben wieder in Front schießen. Und auch in der Folge zeigte der Aufsteiger im heimischen Stadion Wilmersdorf eine couragierte Leistung gegen ein Team, das von Fachleuten zu einem der Geheimfavoriten auf Meisterschaft und Aufstieg gezählt wird. Die Sportfreunde agierten kompakt und versuchten immer wieder, durch schnelles und geradliniges Spiel nach vorn zu agieren. Erst ab der 75. Minute erhöhte Internationale den Druck, wurde aber nur mit Fernschüssen torgefährlich.

Schmargendorf: Kobra Ladies erreichen erneut Finale

Die Berlin Kobra Ladies haben zum 13. Mal in Folge das Finale um die Deutsche Meisterschaft im American Football der Frauen, den so genannten Ladies Bowl, erreicht. Im Halbfinale setzten KobraLadies1 Cologne Websich die Berlinerinnen gegen die Cologne Falconets mit 27:14 durch. Doch dieser Erfolg im Stadion Wilmersdorf am 2. September war alles andere als eine Pflichtaufgabe, sondern ein hartes Stück Arbeit.
„Das war heute das erwartet harte und das erwartet enge Spiel“, attestierte auch Kobra Ladies-Headcoach Lukasz Kroll nicht nur seinem Team eine gute Leistung. Man habe sich sehr akribisch, unter anderem in langen Videostudien, auf diesen Gegner vorbereitet, der richtig gut gecoacht wird und eine klare Linie verfolgt. „Auch deshalb Riesenrespekt an meine Mannschaft, dass sie diese Aufgabe nicht nur angenommen, sondern alle Vorgaben auch bravourös umgesetzt hat.“
Für Kroll war dieses Duell dabei sogar der erste richtige Härtetest dieser Spielzeit, da die Berlinerinnen in der regulären Saison je zwei Mal gegen die Hamburg Amazons und gegen die Kiel Baltic Hurricanes Ladies angetreten waren und dabei deutliche Siege erzielt hatten. „Ich gehe sogar soweit, dass ich sage, dass dieses Duell mit Köln für mich das vorweg genommene Endspiel war, weil hier die beiden besten Mannschaften aufeinander getroffen sind.“

Hermsdorf: VfB geht personell nahezu unverändert in die Saison

Bis zum 31. August, dem Ende der Transferperiode, haben auch in diesem Jahr zahlreiche Berliner Amateurvereine wieder mächtig aufgerüstet: Manche Teams wurden personell komplett verändert.VfBH1 Jach Web Wie viel Geld dabei geflossen sein mag und noch fließen wird, möchte man sich gar nicht vorstellen.
Ein Klub, der sich dem Ganzen seit Jahren verweigert, ist der VfB Hermsdorf, der personell nahezu unverändert in die neue Spielzeit der Fußball-Landesliga gegangen ist – quasi das gallische Dorf, das sich dieser „Transferblase“ – wie es der sportliche Leiter Sascha Krakowski einst nannte – erfolgreich verweigert.
Dennis Josten kam vom Nachbarn 1. FC Lübars. Pascal Vergin wechselte aus Hennigsdorf zum VfB. Etienne Marcel Haase war für die Füchse im Futsal aktiv, Janis Bauernfeind in der Jugend beim SV Empor – das war es. Bei den Abgängen schmerzt besonders der Wechsel von Danny Teichfischer, der zum Nordberliner SC gewechselt ist. Darüber hinaus konnte der VfB das Gros des Teams aus der Vorsaison halten.
Und dass es auch ohne spektakuläre Neuverpflichtungen geht, haben die ersten drei Spiele der neuen Saison bewiesen. Zwar ist der VfB mit einem Sieg und zwei Niederlagen gestartet. Doch man erkennt die Spielidee. Zudem tritt das Team sehr kompakt auf und macht einen eingespielten Eindruck. Auch die Leistungen waren bislang sehr ordentlich. Dass die letzte Partie am 2. September beim Tabellenzweiten FC Brandenburg 03 verloren ging, war äußerst unglücklichen Umständen geschuldet und – leider – durch den Schiedsrichter maßgeblich beeinflusst.

Charlottenburg: FC Brandenburg 03 mit gutem Saisonstart

Der FC Brandenburg 03 hat am 3. Spieltag der Fußball-Landesliga, Staffel eins das Duell mit dem VfB Hermsdorf mit 5:2 (2:1) für sich entschieden, kletterte auf Platz zwei der Tabelle und bleibt FCB VfBH WebSpitzenreiter FC Stern Marienfelde auf den Fersen.
Auf dem Sportplatz an der Sömmeringstraße tat sich die Truppe um Trainer Tuurjalai Zazai zu Beginn der Partie am 2. September gegen ein eingespieltes Team aus Hermsdorf sehr schwer. Zwar hatten die 03er mehr Spielanteile – doch das erste Tor machten die Gäste: Nach rund einer Viertelstunde war Markus Jach seinem Gegenspieler enteilt und hatte den Ball an Brandenburg-Schlussmann Marcel Machalski vorbei zum 0:1 ins Netz gelegt. Der FC agierte in der Folge ein wenig ungestüm, so dass Kapitän Jems Muhi seine Mitspieler zu mehr Gelassenheit auffordern musste: „Spielt ruhiger. Wir haben noch viel Zeit.“ In dieser Phase stürmte der FC mitunter kopflos nach vorn, so dass Hermsdorfs Fatih Alkilic die große Chance hatte, auf 2:0 zu erhöhen. Zunächst scheiterte er an Machalski, um im Anschluss elfmeterreif gefoult zu werden. Doch der Pfiff des Schiedsrichters Mathias Wolf blieb aus.

Charlottenburg: Blau-Weiß und CFC Hertha 06 teilen die Punkte

Der ambitionierte Aufsteiger Blau-Weiß Berlin und der CFC Hertha 06 haben sich am 3. Spieltag der Fußball-Oberliga die Punkte geteilt. Ein spannendes, sehr umkämpftes, wenn auch nicht Werner1 Webhochklassiges Derby endete auf dem Sportplatz an der Tempelhofer Rathausstraße am 26. August leistungsgerecht 0:0.
Aus Charlottenburger Sicht war erfreulich, dass das komplett neu formierte Team um Murat Tik, der im Sommer nach rund zwei Jahren als Coach zum CFC zurückgekehrt ist, auch im dritten Spiel der neuen Saison einen erstaunlich guten Eindruck hinterließ: Das Team, das mit dem klaren Saisonziel Klassenerhalt in die Spielzeit gegangen war, stand auch gegen die so hoch gehandelten Blau-Weißen defensiv sehr kompakt, zeigte eine gute Spielanlage und agierte immer wieder munter nach vorn. In der Vergangenheit hätte ein Team des CFC in einem Derby mit diesen Vorzeichen vielleicht versucht, bis zum Schlusspfiff das 0:0 zu verteidigen. In dieser Partie aber spielte der Gast bis zur letzten Sekunde immer wieder mutig nach vorn, um dieses Duell zu gewinnen und sogar drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.