Tegel: Großmeister belegt beim Blitzschach Rang zwei

Kurz nachdem sich die beiden besten Schachspieler der Welt, der US-Amerikaner Fabiano Caruana und der alte und neue Weltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen, in London auf Augenhöhe Stern1 Webduelliert und zwölf Mal Remis getrennt hatten, bevor der Norweger im abschließenden Tiebreak triumphierte, trafen sich die besten deutschen Schachspieler im fränkischen Bamberg, um den 45. Deutschen Meister im Blitzschach zu ermitteln.
Am Ende setzte sich mit Ilja Schneider von den Schachfreunden Berlin 1903 ein Schöneberger durch. René Stern vom Schachklub König Tegel 1949 belegte Rang zwei. Schneider, der 1. Bundesliga spielt, triumphierte am Ende mit 25 Punkten. Stern brachte es auf 23 Zähler. Zwischenzeitlich hatte Stern, der das direkte Duell für sich entscheiden konnte, schon mit zweieinhalb Punkten in Front gelegen. Doch am Ende zog Schneider doch noch vorbei. Auf den weiteren Plätzen landeten Marco Riehle von den Sportfreunden Sasbach, Michael Bezold vom FC Bayern München (ja, da wird tatsächlich auch Schach gespielt) und Veaceslav Cofmann von den Karlsruher Schachfreunden.


Der 1972 in Rostock geborene Stern hatte sich 2010 die Deutsche Meisterschaft im Schnellschach und 2013 diesen Titel im Blitzschach gesichert. 1992 war er bereits Internationaler Meister geworden und trägt seit 2014 den Titel Großmeister. Diese Norm ist der höchste vom Weltschachbund FIDE verliehene Titel für Turnierschachspieler. Die Voraussetzungen dafür hatte sich Stern bei der Europameisterschaft 2007 sowie in der Saison 2013/2014, als er mit seinem Verein, dem Schachklub König Tegel in der 1. Bundesliga gespielt hatte, erworben. In den Jahren 2010 bis 2012 sowie 2014 war René Stern zudem vier Mal Berliner Schachmeister geworden.
Dass in Tegel richtig guter Blitzschach gespielt wird, hatte sich zuletzt auch wieder im September gezeigt: Bei der Berliner Meisterschaft 2018 waren gleich vier Tegeler auf den ersten vier Plätzen gelandet! Nach zehn Doppelrunden hatte René Stern 18,5 Punkte eingesammelt und damit seinen Vereinskameraden Robert Rabiega, ebenfalls Großmeister, mit glatten vier Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz verwiesen. Fabian Jahnz auf Platz drei und Steve Berger auf dem vierten Rang hatten den Tegeler Triumph komplettiert.