Frohnau: FSC fiebert der Rückrunde entgegen

Berlins Fußballer, Aktive wie Fans gleichermaßen, fiebern dem Start in die Rückrunde entgegen. Ein besonderes Augenmerkt liegt dabei auf der Fußball-Landesliga, Staffel zwei, in der ein Gundlach1 Weboffenes und spannendes Aufstiegsrennen anstehen wird. Und ein Reinickendorfer Fußballklub könnte dabei kräftig mitmischen.
Der Frohnauer SC hat eine außerordentlich gute Hinrunde absolviert: Mit zehn Siegen, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen katapultierte sich der Aufsteiger mit 33 Punkten auf Rang vier und liegt nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter SC Charlottenburg zurück.
Und in der Winterpause ist der ohnehin starke Kader des FSC nicht schlechter geworden: Mit Sven Peuschel ist ein ausgewiesener Defensivspezialist an den Poloplatz gewechselt. Der 25-Jährige kickte schon für den SV Altlüdersdorf in der Fußball-Oberliga – aber auch für die Füchse war Peuschel schon aktiv.
Und dann gehören seit Kurzem auch zwei Brasilianer dem Kader an. Ihre Namen: Jonathan Martins dos Reis und Matheus da Cunha Antunes sollen beim Probetraining einen starken Eindruck hinterlassen haben.
Ein paar Spieler haben Frohnau aber auch verlassen: Tim Meyer, der schon seit September nicht mehr zum Kader gehörte, hat sich dem Ligakonkurrenten FC Spandau 06 angeschlossen. Philip Engelmann, der in der Hinrunde in neun Partien zum Einsatz gekommen war, wechselt zum SC Borsigwalde in die Bezirksliga. Und Onur Senyüz, in acht Hinrundenspielen mit dabei, hat Frohnau mit unbekanntem Ziel verlassen.


Der SC Charlottenburg und der FC Spandau (jeweils 34 Punkte), der SC Gatow, der Frohnauer SC (jeweils 33) und der 1. FC Wilmersdorf (31) sollten – nach heutigem Stand – das Aufstiegsrennen unter sich ausmachen: Der SCC darf dabei auf einen gewachsenen Kader zurückgreifen, in dem viele Spieler schon seit Jahren zusammenkicken. Der 1. FC Wilmersdorf gilt aufgrund einer Vielzahl an richtig guten Einzelspielern nach wie vor als Topfavorit. Und in Gatow und beim FC Spandau macht an keinen Hehl daraus, dass man nach einer richtig guten Hinrunde jetzt auch aufsteigen will.
Und was ist mit dem FSC? „Wir…? Aufstiegskandidat…? Das ist natürlich totaler Quatsch“, hatte Coach Olaf Jahn noch vor der Saison zahlreiche Lobhudeleien auf sein Team erfolgreich abgewehrt. Das Minimalziel war der Klassenerhalt – ein Platz in der oberen Tabellenhälfte der Wunsch. Dies beides wird der FSC definitiv erreichen. Fakt ist: Die Mannschaft ist jung, talentiert und hat in ihren Schlüsselpositionen erfahrene Führungsspieler, die schon höherklassig gekickt haben. Darüber hinaus hat die Hinrunde gezeigt, dass die Truppe trotz ihrer Jugend mit Drucksituationen schon sehr gut umzugehen weiß. Und auch deshalb gilt für die Rückrunde: Der Frohnauer SC kann völlig befreit aufspielen – denn der Druck liegt bei den anderen vier Teams. Und wenn man im Nachwuchsbereich weiterhin so gut arbeitet wie in den letzten Jahren und den Landesligakader im Kern so zusammenhält, dann gehört diesem Team ohnehin die Zukunft. Und dann wäre eine Rückkehr in die Berlin-Liga nur eine Frage der Zeit.
Der Frohnauer SC startet am Sonntag, 18. Februar mit dem Auswärtsspiel beim SSC Teutonia in die Rückrunde. Anpfiff im Stadion Hakenfelde ist um 14 Uhr.