Charlottenburg: SCC mischt ganz vorn mit

Während der SC Charlottenburg bereits an diesem Wochenende in die Rückrunde der Fußball-Landesliga starten wird, haben die anderen beiden Teams aus dem Bezirk, der FC Brandenburg und Seidel2 Webder Club Italia, noch eine Woche länger Zeit. Die Zielsetzungen der drei Klubs könnten dabei aber nicht unterschiedlicher sein.
Der SCC, als Spitzenreiter der Landesliga, Staffel zwei in die Winterpause gegangen, hat sich zu einem der Topfavoriten auf Meisterschaft und Aufstieg gemausert. Zurzeit tummeln sich an der Tabellenspitze fünf Teams – zwischen den Spitzenreiter SCC und dem Fünften 1. FC Wilmersdorf liegen dabei nur drei Punkte. Alle fünf Klubs haben Ambitionen, in dieser Spielzeit den Sprung in die Berlin-Liga zu schaffen. Doch was macht die Truppe um Coach Nicolas Wolff im Vergleich zu den Kontrahenten so stark? Die Konkurrenz kennt die Antwort: „Ich war zunächst überrascht, dass der SCC in der Tabelle ganz vorn mitmischt“, hatte zum Beispiel Olaf Jahn, Coach beim Tabellenvierten Frohnauer SC, noch im Spätherbst skizziert. „Vermutlich liegt es aber daran, dass der SCC schon seit vielen Jahren mit nahezu dem gleichen Team an den Start geht. Da ist etwas gewachsen.“

Und genau das ist der Punkt: Spieler wie Yannick Bauer, Linus Grund, Alexander und Felix Bieder, Philip Preikschat, Patrick Barz und Patrick Maykowski tragen schon seit vielen Jahren das schwarz-weiße Trikot. Und um dieses Gerüst herum ist es Coach Wolff gelungen, das Team punktuell mit Berlin-Liga erfahrenen Spielern wie Robin Kersten und Jacob Teetzmann zu ergänzen. Am Sonntag, 11. Februar empfängt der SCC die zweite Mannschaft vom SFC Stern. Die Partie im Mommsenstadion wird um 14 Uhr angepfiffen.
Ebenfalls in der Landesliga, Staffel zwei ist der FC Brandenburg beheimatet. 15 Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsrang, zehn Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – für den Aufsteiger scheint die Saison bereits nach der Hinrunde gelaufen zu sein. Nicht aber, wenn der Trainer Tuurjalai Zazai heißt. „Wir wollen noch mal angreifen“, hatte der Coach noch im Dezember versprochen. „Wenn die Teams an der Tabellenspitze schwächeln, wollen wir da sein.“ Personell hat sich im Kader ein bisschen getan: Maximilian Czediwoda und Kenney Sey kommen vom Friedenauer TSC – Timm Einemann, Youssef Abou-Abbas und Yusuf Abouri sind zum BSC Rehberge abgewandert. Lukas Schmidt hat sich dem FC Spandau angeschlossen.
Bleibt der Club Italia in der Landesliga, Staffel eins. Der Hype um die Verpflichtung von Coach Thomas „Icke“ Häßler ist längst verpufft. Der Aufsteiger liegt mit 15 Zählern auf einem Abstiegsplatz und wird in der Rückrunde nur ein einziges Ziel verfolgen: den Klassenerhalt. Die Qualität im Kader sollte groß genug sein, diesen auch zu erreichen. Zwar hat der Club mit Allan Santos Feliciano einen Spieler verloren, der sich dem Oberligisten SV Seelow angeschlossen hat – dafür wurde mit Kevin Lentz aber ein Spieler verpflichtet, der der Defensive mehr Stabilität verleihen soll. Der 25-Jährige hat für Tennis Borussia und den CFC Hertha 06 bereits in der Oberliga gekickt.