Charlottenburg: Tuurjalai Zazai nicht mehr B03-Coach

Das war eine faustdicke Überraschung: Fußball-Landesligist FC Brandenburg 03 hat sich von seinem Coach Tuurjalai Zazai getrennt. Und das, obwohl die 03er bis dato eine außerordentlich gute Zazai1 WebSaison spielen und im Aufstiegsrennen richtig gute Karten haben.
Diese Trennung sei das Beste für beide Seiten, heißt es aus dem Vorstand des FC. Darüber hinaus: Funkstille. Sportliche Gründe können keine Rolle gespielt haben: Zum Zeitpunkt der Entlassung rangierte der FC mit zehn Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen auf Platz zwei, der zu zwei Relegationsspielen um den Aufstieg in die Berlin-Liga berechtigt. Spitzenreiter SC Gatow lag zu diesem Zeitpunkt zwar zwei Punkte vorn, hatte aber auch ein Spiel mehr absolviert als die 03er.
Die Trennung von Tuurjalai Zazai, von seinen Weggefährten nur „Tuli“ genannt, ist aus mehreren Gründen schade: Zum einen hat der Coach den Klub in seiner zweieinhalbjährigen Tätigkeit in die Erfolgsspur gebracht: Mit ihm gelang 2017 der Aufstieg aus der Bezirksliga. Im Anschluss spielte das Team eine respektable erste Landesligasaison und landete am Ende auf Platz zehn. Und nun mischt man im Aufstiegsrennen richtig gut mit. Zum anderen ist „Tuli“ Zazai einer der Trainer, die sich mit ihrem Klub zu 100 Prozent identifizieren. Also: nicht immer nur reden, sondern den Klub leben.

Wittenau: Wittenauer SC Concordia lässt erneut Federn

In der Fußball-Landesliga, Staffel zwei hat sich der Kampf um den Relegationsplatz zu einem Schneckenrennen entwickelt: Am 16. Spieltag konnten von den fünf Teams, die zurzeit in Frage WittenauerSC2 Alptraum Webkommen, Platz zwei hinter dem Überflieger Berlin United zu erreichen, nur zwei gewinnen. Zu den Verlierern gehörte auch der Wittenauer SC Concordia.
Um an dieser Stelle gleich mal eines klarzustellen: Die Wittenauer spielen – wie schon in der Vorsaison – eine tolle Spielzeit, wie sie der Mannschaft nur wenige Fußballfachleute zugetraut hätten. Das Team von der Göschenstraße war viele Jahre lang der Underdog, kämpfte Jahr für Jahr – mal mehr, mal weniger erfolgreich – um den Verbleib in der Landesliga und hat sich mittlerweile nicht nur zu einer festen Größe, sondern zu einem Aspiranten um den Aufstieg in Berlins höchste Spielklasse gemausert. Dafür: Respekt! Das Team um seinen Coach Karsten Steffan spielt seit vielen Jahren in ähnlicher Besetzung zusammen und wird im Sommer regelmäßig mit ein paar jungen Spielern ergänzt, die nahezu immer aus unteren Ligen kommen. Und da hat der Klub in den letzten Jahren oft ein richtig gutes Händchen bewiesen. Und so hat man sich in der zweiten Saison in Folge in eine Position gebracht, wo man auch mal träumen darf: Wie formuliert es der Vorsitzende Holger Seidel nahezu gebetsmühlenartig: Wenn man tatsächlich aufsteigen sollte, werde man es den Spielern auch ermöglichen, das Abenteuer Berlin-Liga zu wagen. Allerdings müsse dann auch jedem Einzelnen klar sein, dass man in diesem Fall keinen Cent mehr ausgeben werde als man es in der Landesliga oder auch der Bezirksliga tun würde.

Westend: 59. Weißer Bär von Berlin lockt die Weltelite

Was haben das Kino und das Degenfechten in diesen Tagen gemein? Richtig! Die jeweils Besten ihres Fachs werden mit Bären ausgezeichnet. Während bis zum 16. Februar alle Cineasten bei Fechten2 Baer Webder Berlinale auf ihre Kosten kamen, streiten die besten Degenfechter der Welt am 23. und 24. Februar beim 59. Weißen Bären von Berlin um das „Weiße Gold“, die Porzellanfigur „Weißer Bär“ – gestiftet von der Königlichen Porzellan-Manufaktur.
Auch in diesem Jahr lockt das internationale Degenturnier Fechter aus aller Welt nach Berlin und zählt damit neben dem 6-Tage-Rennen für Radsportler und dem ISTAF, dem bedeutendsten deutschen Leichtathletik-Event, zu den drei ältesten Turnierserien der Hauptstadt.
Nach dreijähriger Auszeit ist nun auch das Horst-Korber-Sportzentrum in der Glockenturmstraße am Olympiastadion wieder Standort der Fechtwettkämpfe. Auf 24 Bahnen kämpfen rund 250 Fechter zwei Tage lang um den Einzug in die Halbfinals, die traditionell am Sonntagnachmittag als Galafinale im historischen Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports ausgetragen werden. Die Zuschauer erwartet an beiden Tagen faszinierender Fechtsport auf höchstem Niveau. Der Fechtsport wird seine ganze Wirkung durch elegante Bewegungen und virtuoses Klingenspiel, durch viele Emotionen, über blitzschnelle Reaktionen und vorausschauende Strategien, durch Tradition und Fairness entfalten.

Waidmannslust: Handballer der SG Hermsdorf-Waidmannslust laden zum 17. Wuselturnier

Am Sonnabend, 16. Februar veranstaltet die SG Hermsdorf-Waidmannslust ihr 17. Wuselturnier für Handballkinder. Weit über 500 Mädchen und Jungen aus Berlin und Brandenburg werden dann Wuseln1 Webdie Sporthalle der Romain-Rolland-Oberschule wieder einmal mit ihrem Lachen erfüllen, wenn sie bei einem Minihandball-Turnier und in vielen Bewegungsspielen ihre Kräfte miteinander messen oder einfach nur Freude am Spiel und der Gemeinschaft haben werden.
„Das wird wieder ein tolles Spektakel“, freut sich auch die Abteilungsleiterin der SG, Bettina Strohscheer-Mies. Doch diese von den Kindern so sehr geliebte Veranstaltung ist im Jahr des 20-jährigen Bestehens der SG nicht das einzige Highlight: Während der unlängst zu Ende gegangenen Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark hatte man zum Public Viewing aller deutschen Spiele geladen und parallel ein Handballtraining für jedermann angeboten. Mit ihren zurzeit knapp 300 Mitgliedern, darunter rund zwei Drittel Mädchen und Jungen, ist die SG gut aufgestellt. „Es können aber durchaus noch ein paar mehr sein“, erklärt Bettina Strohscheer-Mies diese Idee. Zum Schnuppertraining kamen dann auch ein paar Interessierte vorbei, überwiegend Jungen, insbesondere D- und C-Junioren, also Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren. „Bei den Jungs ist nach wie vor alles gut. Aber leider drückt uns der Schuh ein wenig bei den Mädchen, bei denen wir sogar einige Teams vom Spielbetrieb abmelden mussten. Bei ihnen scheint, besonders von der C-Jugend an aufwärts, das Handballspiel, vielleicht aber auch generell Mannschaftssportarten, nicht mehr Up to Date zu sein. Dieses Problem haben aber nicht nur wir bei der SG.“

Westend: Streit zwischen TeBe-Vorstand und Fans eskaliert

Ist dieses Zerwürfnis noch zu kitten? Nein! Spätestens nach der Mitgliederversammlung bei Tennis Borussia Berlin am 30. Januar steht fest: Die Gräben zwischen dem Vorstand und den Fans sind noch viel tiefer als ohnehin schon befürchtet. Und das Sportliche steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt.
Dem Vorstandsvorsitzenden Jens Redlich, unterstützt von seinen Vorstandsmitgliedern und dem Ältestenrat, wurde und wird von großen Teilen der Fans ein autokratischer Führungsstil vorgeworfen – im Gegenzug heißt es, dass insbesondere die Abteilung Aktive Fans (TBAF) den Fußballklub für ihre politischen Interessen missbrauche.
Auf der Mitgliederversammlung ging es nun unter anderem darum, einen Aufsichtsrat zu wählen. Presse war nicht zugelassen – eine objektive Einschätzung deshalb nur schwer möglich. Ein Mitglied, das namentlich nicht genannt werden möchte, schildert seine Eindrücke wie folgt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Hier ist ein Verein, unser Verein, mein Verein gerade dabei, sich komplett selbst in seine Einzelteile zu zerlegen.“
Tumultartige Szenen sollen sich abgespielt haben. Es soll zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Auch die Polizei war kurz vor Ort. Und es gab eine Wahl, „eine Farce“, wie aus Kreisen der Fans zu hören ist. Zahlreiche der wahlberechtigten Mitglieder seien vielen treuen TeBe-Fans völlig unbekannt gewesen. Der Vorwurf vom Stimmenkauf steht im Raum. Fakt ist: Knapp 600 Stimmberechtigte waren anwesend. Mehr als sechs Mal so viele wie bei der letzten Mitgliederversammlung. Mit ihren Stimmen wurden „vorstandsnahe“ Personen in den Aufsichtsrat gewählt. Und da auch die Spieler und Trainer des Oberligateams für diese Personen gestimmt haben, könnte sich der Groll der Anhänger nun auch negativ auf den sportlichen Bereich auswirken. Wie es aus Kreisen der Fans heißt, wollen viele den Spielen zunächst einmal fernbleiben.