Grunewald: Hockeyherren spielen durchwachsene Hinrunde

Die Herren sind TC Blau-Weiss Berlin sind nach ihrem Abstieg aus der 1. Hockey-Bundesliga im Frühjahr dieses Jahres weit davon entfernt, direkt in die Eliteliga zurückzukehren. Nach der Prinz WebHinrunde in der 2. Bundesliga Gruppe Süd belegt das Team nur den neunten und damit vorletzten Tabellenplatz.
Nach dem Abgang einiger Leistungsträger und der Trennung von Coach Stan Huijsmans war die direkte Rückkehr in die 1. Bundesliga ohnehin nicht das erklärte Ziel, sagt der sportliche Leiter Hendrik Gay. „Wir haben mit Beginn  dieser Saison quasi einen Neuaufbau gestartet. Und dafür benötigen wir Zeit.“ Sorgen, dass das Team in die Regionalliga absteigen könnte, macht man sich aber nicht: „Nein“, legt sich Gay fest. „Die 2. Bundesliga ist so ausgeglichen besetzt, dass im Prinzip jeder jeden schlagen kann. Wir werden in der Rückrunde definitiv noch Punkte holen, um uns in der Tabelle weiter zu verbessern.“
In der Tat: Die Teams rangieren, abgesehen vom abgeschlagenen Schlusslicht Berliner SC, dicht beieinander. Vom Tabellenvierten TG Frankenthal trennen die Blau Weissen nur sechs Punkte. Die Ausbeute von drei Siegen und einem Remis aus neun Partien ist aber vergleichsweise dürftig. Die Duelle mit den Zehlendorfer Wespen, dem BSC und dem HC Ludwigsburg, immerhin Tabellenzweiter, konnten gewonnen werden. Von den Stuttgarter Kickers hatte man sich unentschieden getrennt. Gegen den TuS Lichterfelde (2:8), den Münchner SC (0:6) und Frankenthal (1:5) gab es aber auch richtige Klatschen.

Berlin: Berliner Fußball-Verband musste alle Spiele absetzen

Berlins Fußball-Schiedsrichter haben gestreikt. Damit reagierten sie auf die immer weiter zunehmende verbale und körperliche Gewalt gegen ihre Person.

Diesen Streik hatte der Schiedsrichterausschuss des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) am 24. Oktober mit deutlicher Mehrheit beschlossen, woraufhin das Präsidium des BFV alle Schiedsrichter1 WebAmateurspiele für das Wochenende 26. und 27. Oktober abgesagt hatte. Betroffen waren rund 1.600 Spiele im Erwachsenen- und Juniorenbereich, Partien im Futsal sowie alle Duelle im Freizeit- und Betriebssportspielbetrieb.
„Es muss irgendetwas passieren“, sagt zum Beispiel Bernhard Klabe, Schiedsrichter für den SC Charlottenburg. Er und seine Kollegen seien in zunehmendem Maße körperlicher Gewalt, der Androhung von körperlicher Gewalt sowie immer ausufernder verbaler Entgleisungen und Beschimpfungen ausgesetzt. „Die Gewalt auf Berlins Plätzen ist in dieser Saison gegenüber der Vorsaison gestiegen“, weiß auch Jörg Wehling, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses. „Bereits jetzt nach wenigen Spieltagen haben wir 109 Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung auf den Berliner Plätzen zu verzeichnen.“ In 53 Fällen wurden die Schiedsrichter als Opfer gezählt. „Das sind alarmierende Zahlen, hier ist Handlungsbedarf gefordert und ein deutliches Stopp-Zeichen zu setzen.“

Thorsten Thielecke ist als Trainer der Füchse Berlin überraschend zurückgetreten. Der Coach, erst in diesem Sommer vom Landesligisten Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf zum Berlin-Ligisten gewechselt, hat mit den Nordberlinern einen ordentlichen Saisonstart hin- und damit den Grundstein dafür gelegt, dass die Füchse nach zwei äußerst schwachen Spielzeiten endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkehren könnten. Thielecke habe nicht genügend Mittel, um die Erwartungen von Verein und Mannschaft zu erfüllen, begründete der scheidende Coach seinen Schritt. 

Bis zur Winterpause hat nun ein alter Bekannter das Ruder übernommen: Guido Perschk, der die Füchse in den letzten Jahren wiederholt trainiert hatte und mit den Grün-Weißen im Jahr 2015 in die Berlin-Liga aufgestiegen war, stand bereits am 9. November bei der 0:2-Niederlage beim SV Empor wieder an der Seitenlinie. Wer das Team mit Beginn der Rückrunde trainieren wird, steht bislang noch nicht fest.

Reinickendorf: Frohnauer SC empfängt die Füchse


Am Sonntag, 17. November kommt es zum Gipfeltreffen der beiden besten Fußballteams aus dem Bezirk. In der Berlin-Liga treffen der Frohnauer SC und die Füchse Berlin aufeinander. Beide Füchse1 Derbyvorschau WebTeams spielen bis dato eine ordentliche bis gute Saison.
Den Frohnauer SC kann man dabei vielleicht sogar als die Überraschung der gesamten Liga bezeichnen. Nach knapp einem Drittel der Saison liegt das Team aus dem Norden im vorderen Tabellendrittel. Abgesehen von Martin Urbanski, der aus Hohen Neuendorf kam, und Yannick Wilhelm, aus der Jugend von Tennis Borussia nach Frohnau gewechselt, hat Coach Andreas Weiner bislang nur auf Spieler zurückgegriffen, die schon mehrere Jahre das schwarz-weiße Trikot tragen oder aus der eigenen Jugend stammen. Und diese Kontinuität zahlt sich aus: Bis zum 10. Spieltag blieben die Frohnauer ungeschlagen! Bei der 0:1-Niederlage am 20. Oktober gegen den SD Croatia war die Truppe erstmals in dieser Spielzeit als Verlierer vom Feld gegangen. Eine große Stärke ist die bärenstarke Defensive: In den ersten zehn Spielen kassierte der FSC um Torwart Emil Bunzel nur sieben Gegentreffer und stellte nach dem SFC Stern 1900 die zweitbeste Defensive der gesamten Liga. Am 11. Spieltag, dem 2. November, gab es gegen Berlin United zwar die zweite Saisonniederlage in Folge und vier Gegentreffer am Stück. Aber zwei davon erzielte United vom Elfmeterpunkt. Unabhängig von diesen beiden Pleiten ist die bisherige Bilanz der Frohnauer aber immer noch richtig gut.

Tegel: Michaela Hildebrandt für Engagement im Floorball ausgezeichnet

Michaela Hildebrandt, die die Floorball-Abteilung im VfL Tegel einst initiierte und leitet, ist am 1. November von der Sport Jugend Berlin mit der „SportjugendGratia“ für besondere Verdienste und Floorball Ehrung Weblangjährige erfolgreiche Tätigkeit im Kinder- und Jugendsport ausgezeichnet worden.
„Ich freue mich wirklich riesig über diese Auszeichnung, weil sie eine Anerkennung der Arbeit über viele Jahre ist – und zwar über die Bezirksgrenzen hinaus“, erklärt Michaela Hildebrandt. Der Floorballverband Berlin-Brandenburg hatte sie für diese Auszeichnung vorgeschlagen.
Die ehemalige Eishockey-Spielerin hatte im Jahr 2008 mit einer Floorball-AG an der Franz-Marc-Grundschule diese Sportart im Norden Berlins eingeführt, bekannt gemacht und etabliert. Floorball lässt sich am ehesten mit Hallenhockey vergleichen, wobei allerdings – in Anlehnung an das Eishockey – mit Banden um das gesamte Spielfeld herum  und mit viel kleineren Toren gespielt wird. Was mit einer Hand voll Kindern einst begann, ist beim VfL Tegel mittlerweile eine eigenständige Abteilung mit knapp 90 Mitgliedern, zahlreichen Jugend- und Erwachsenenteams und etlichen Titeln. „Bei uns in der Vitrine stehen schon 32 Pokale“, erklärt Michaela Hildebrandt stolz.