Reinickendorf: Füchse verlieren – Frohnauer SC mit Remis

Zum Auftakt in die neue Berlin-Liga-Saison sind beide Reinickendorfer Vertreter sieglos geblieben: Während die Füchse ihr Gastspiel beim SFC Stern 1900 mit 1:2 verloren haben, konnte sich der Füchse1 Haubitz WebFrohnauer SC im Duell mit dem TuS Makkabi immerhin ein Remis sichern.
In den Analysen gab es sowohl bei Füchse-Coach Thorsten Thielecke als auch bei Frohnaus Trainer Andreas Weiner eine Gemeinsamkeit: Beide Teams brauchen noch ein wenig Zeit, um den Fußball zu spielen, den sich beide Übungsleiter vorstellen. Zwei bis drei Wochen benötige man noch, um wirklich da zu sein, wo man hinwolle, erklärte der Füchse-Coach nach der knappen, aber verdienten Niederlage im Steglitzer Norden. Can Kilian Cakin hatte die Gastgeber früh in Führung geschossen (10. Minute), die Füchse aber postwendend, nämlich nur 60 Sekunden später, durch Steven Haubitz ausgeglichen. Maximilian Obst blieb es 20 Minuten vor dem Abpfiff vorenthalten, mit seinem Treffer zum 2:1 den Tabellendritten der Vorsaison zum Auftaktsieg zu schießen.
Dennoch sah man bei den Füchsen positive Ansätze: Ließ man im ersten Durchgang noch zu viele Chancen für die Steglitzer zu, änderte sich das nach dem Wechsel. Die Füchse standen kompakt, hatten speziell im Mittelfeld Zugriff und spielten auch nach vorn.

Charlottenburg-Nord: Neu formiertes Berlin Türkspor verliert Saisonauftakt

Berlin Türkspor hat seinen Saisonauftakt in der Berlin-Liga verpatzt: Das neu formierte Team vom Heckerdamm um seinen neuen Trainer Oliver Kieback musste sich dem SV Empor mit 0:3 Kieback1 Webgeschlagen geben.
„Wir haben einfach kein Glück“, monierte der Coach ein ums andere Mal während der Partie an der Cantianstraße in Prenzlauer Berg. Und obwohl die Niederlage am Ende deutlich ausfiel, hatte Kieback mit dieser Analyse Recht. Nachdem sein Team bereits früh durch einen Treffer von Marian Ruhberg (8. Minute) in Rückstand geraten war, bestimmte Türkspor von da an das Spiel und kam zu guten Torchancen: Doch Mohamed Saloun Touré und Philipp Schulz mit einem Lattentreffer, um nur zwei zu nennen, verpassten es, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Während die Gäste deutlich mehr Spielanteile und die besseren Chancen besaßen, erzielten die Gastgeber die Tore: Dennis Schöps markierte noch vor der Pause das 2:0, Tom Pilarski mit seinem Treffer in der zweiten Halbzeit den Endstand.
Neben der schwachen Chancenverwertung fiel im Spiel der Charlottenburger zudem auf, dass das Umschaltspiel nach Ballverlust noch nicht wirklich gut funktioniert: Vor der Pause und beim Stand von 0:1 liefen die Gäste in zwei brandgefährliche Konter – das darf so früh in eine Spiel nicht passieren.

Berlin: Wie viele Sportflächen sind betroffen? Senatsverwaltung startet Abfrage

Die Europäische Union (EU) plant, ab dem Jahr 2022 das in vielen Kunstrasenplätzen verwendete Gummi-Granulat zu verbieten. Entsprechend hat die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Kunstrasen1 Webeine Abfrage bei den Sportämtern gestartet, um betroffene Plätze in der Hauptstadt zu identifizieren.
Berlins Fußballvereine haben aktuell 381 Spielstätten für den Spiel- und Trainingsbetrieb beim Berliner Fußballverband (BFV) gemeldet: Rasenplätze, Vollkunstrasenplätze und verfüllte Kunstrasenplätze. Die aktuelle Thematik um Mikroplastik betrifft ausschließlich die verfüllten Kunstrasenplätze – und dabei auch nur die Plätze, die mit Gummi-Granulat verfüllt sind. Die mit Quarzsand oder Kork verfüllten sind unbedenklich.
Das Gummi-Granulat ist laut EU-Verordnungen Mikroplastik und kann durch den Spielbetrieb und andere äußere Einflüsse in die Umwelt gelangen. In diesem Zusammenhang führt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Untersuchung durch, welche Auswirkungen eine mögliche Beschränkung des Gummi-Granulats mit sich bringen könnte. Die ECHA plant, im Frühjahr 2020 der EU ihre Ergebnisse vorzulegen. Zeitgleich prüft die Europäische Kommission, welche Vorgehensweise zur Verminderung des Mikroplastiks angewendet werden soll.

Charlottenburg: Friederici-Zwillinge träumen von der NBA

Im deutschen Sport hat es immer wieder Brüderpaare gegeben: Ob Michael und Ralf Schumacher im Rennsport, Klaus und Thomas Allofs oder Karl-Heinz und Bernd Förster im Fußball. Und im Friederici1 WebBasketball? Da machen zurzeit die Wagner-Brüder – Franz bei ALBA, Moritz bei den Washington Wizards – von sich reden. Aber Zwillinge? Eher nicht. Doch das könnte sich irgendwann vielleicht ändern: Hier kommen die Friedericis!
Die 18-jährigen, gebürtigen Berliner Vincent und Marc Friederici, die mit dem Basketball im Alter von sieben Jahren beim Berliner SC begonnen haben, haben in diesem Jahr am Gottfried-Keller-Gymnasium das Abitur gemacht. Seit vier Jahren spielen die Zwillinge nun schon für den DBV Charlottenburg, bei dem sie unlängst ihren größten sportlichen Erfolg feiern durften: Mit der U19 der AB Baskets – einer Spielgemeinschaft aus DBV, TuS Lichterfelde und RSV Eintracht Stahnsdorf – gelang der Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Und nun erst einmal studieren? Keineswegs! Vincent, übrigens der ein paar Minuten ältere,  und Marc wollen erst Mal nur eines: Basketball spielen. Ihr nächstes Ziel ist es, ein Team im Herrenbereich zu finden, das mindestens ProB spielt, also in der dritthöchsten deutschen Liga. Ob schon mit Profivertrag oder zunächst im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres steht noch nicht fest. Bei letzterer Variante könnten die Friedericis sogar noch ein Jahr in der NBBL, der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, absolvieren.

Wittenau: Wittenauer SC geht in seine achte Landesliga-Saison

Der Wittenauer SC Concordia geht in seine mittlerweile achte Landesliga-Saison in Folge und hat sich damit längst zu einer festen Institution in Berlins zweithöchster Spielklasse gemausert. Doch Madsack1 Sommer Webwährend man in den letzten Jahren stets mit dem Ziel, möglichst frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern und einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen, in die Saison gegangen war, könnten nun mutigere Ziele formuliert werden. Oder doch nicht?
„Primär ist es schon unser Ziel, möglichst schnell genug Punkte einzusammeln, um nicht in den Tabellenkeller zu rutschen“, sagt der Vorsitzende Holger Seidel. „Sollte uns das gelingen, können wir in dieser Spielzeit aber schon versuchen, die guten Platzierungen der letzten beiden Jahre zu wiederholen.“ Nach einem tollen Platz vier in der Saison 2017/18 hatte man in der abgelaufenen Spielzeit immerhin noch Rang fünf belegt. Und in beiden Jahren  gab es Momente, in denen das Team so gut platziert war und auch so gut spielte, dass man sich ernsthaft mit einem möglichen Berlin-Liga-Aufstieg auseinander setzen musste. Doch letztlich fehlte es stets an der notwendigen Konstanz, um bis zum Ende ganz vorn mitzumischen. Seidel hatte und hat dafür eine plausible Erklärung: „In den letzten Jahren galt für unser Team in der Landesliga eigentlich immer nur eines: An guten Tagen können wir jedes Team schlagen, an schlechten aber auch gegen jeden Gegner verlieren. Und auch deshalb ist der Wittenauer SC ein Klub, der, wenn man alle Rahmenbedingungen berücksichtigt, letztlich in der Landesliga gut aufgehoben ist.“